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Satiren über den Krieg gibt es ja einige, zumindest als Film. Bei Computerspielen läuft die Sache meist todernst ab. Die Ausnahme ist Nuclear War von New World Computing, das alles nur nicht ernst gemeint ist.
Das fängt schon beim Intro an, das klar von Dr. Strangelove kopiert ist und geht weiter zu den Gegnern. Ronnie Raygun, Infidel Castro, Ghanji und Col. Khadaffy sind klare Parodien real existierender Staatsmänner. Insgesamt 10 gibt es und sie alle verhalten sich unterschiedlich von anfangs zurückhaltend über sofort zum Atomkrieg oder hinterhältig wie Ghanji, der mit Propaganda arbeitet. Vor jedem Spielstart wählt man sich 4 Gegner oder lässt diese per Zufall ermitteln und dann geht es auch schon los.
Nuclear War präsentiert sich dann als Rundenspiel. Der Spieler trifft seine Entscheidung, dann sind die CPU Gegner dran und schließlich geht es wieder von vorne los. Man darf in jeder Runde aber nur eine Entscheidung treffen und auch wenn man insgesamt fast gar nichts in diesem Spiel machen kann, ist das noch zu wenig. So hat man die Wahl Waffen bauen zu lassen. Was dann ab der nächsten Runde zur Verfügung steht, ist vom Zufall abhängig. Mal bekommt man ein schön umfangreiches Arsenal, mal kriegt man nur billige 10 Megatonnen Sprengköpfe oder einfach nur Sprengköpfe ohne Trägerraketen und Flugzeuge, die jene zum Ziel befördern. Als nächste Möglichkeit kann man Propaganda betreiben. Man veranstaltet ein Barbecue und lädt die Bevölkerung eines Gegners dazu ein und je nachdem, ob es gut war, laufen sie zum Spieler über oder es schlägt völlig fehl und die eigene Bevölkerung geht. Auch kann es dadurch zu Zufallsereignisse wie einer Alieninvasion oder Chernobyl kommen. Will man lieber dem Titel des Spiels folgen, braucht man 2 Runden dazu. In der ersten macht man seine Waffe scharf, seine Rakete oder Flugzeug und in der 2. wählt man dann eine Stadt als Ziel. Natürlich gibt es auch Abwehrsysteme gegen so böse Raketen, die man bauen kann. Aber eben auch der Gegner. Das sind dann auch schon alle Aktionen die möglich sind. Man kann noch durch Smilies dem CPU Gegner signalisieren, wie man zu ihm steht ob friedlich oder nicht so friedlich und deren Gesichter zeigen an, was sie vom Spieler halten.
So wird dann Runde um Runde fröhlich gebombt, bis alle Städte platt sind. Wer überlebt hat gewonnen und zwischendurch lassen die Gegner doofe Sprüche ab.
Grafisch sieht das Spiel durchschnittlich aus. Comicgrafik der man das Alter ansieht und es tut sich nicht sonderlich viel im Spielverlauf. Musik gibt es auch keine und die Soundeffekte sind eher einfach gehalten.
Nuclear War bezeichnet sich als Strategiespiel, was es an sich gar nicht ist. Denn dafür stehen einfach viel zu wenig Möglichkeiten offen und das Bauen von Waffen, wie sich die Gegner verhalten und ob Propaganda klappt oder nicht, ist sehr stark vom Zufall abhängig. Allerdings macht das Spiel für kurze Zeit durchaus Spaß. Aber man wird kaum mehrere Stunden am Stück damit verbringen wollen. Dafür wird einfach viel zu wenig geboten und ein Mehrspielermodus fehlt auch noch.
Publisher: New World Computing Developer: New World Computing Erscheinungsjahr: 1989 Erschienen für: Amiga, PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Variiert

| Grafik | 5/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 5/10 | | Gameplay | 6,5/10 |
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