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Ich habe schon viele Spiele gespielt, die visuell eher einem Drogentrip glichen, etwa das passend betitelte LSD. Ein weiteres Spiel aus dieser Kategorie ist Blaster von 1983. Entwickelt wurde es von Vid Kidz einem kurzlebigen Softwarestudio rund um Entwicklerlegende Eugene Jarvis. Einer seiner bekanntesten Titel ist Robotron 2084. Davon ist Blaster das Sequel – mehr oder weniger. Wir befinden uns nämlich im Jahr 2085 und die Robotron haben die Menschheit vernichtet, bis auf den Spieler, der ein Raumschiff klauen konnte und nun völlig losgelöst durchs All fliegt auf dem Weg nach Paradise. Spielerisch ist es ein völlig anderes Spiel als Robotron, wo man herumrannte und Roboter abschoss. Zwar schießt man auch hier auf vieles, dies allerdings aus der First Person Ansicht und während man eben durch das wohl bizarrste Universum der Spielegeschichte fliegt. So einen bizarren Farb-Overkill habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Praktisch alle Farbtöne die es gibt, werden verwendet um Roboter oder Katzen mit Flügeln (!) und andere Merkwürdigkeiten zu präsentieren. Vor allem die überdimensionalen Roboter aus riesigen farbigen Pixeln könnten direkt aus einem schlechten Trip sein und generell sieht das alles aus wie mit Legosteinen gebaut. Statt Levels gibt es Waves. Anfangst fliegt man über einen bunten Teppich und muss durch Tore rasen, das gibt Punkte. Nebenbei muss man Roboter und Tie-Fighter abschießen. Dann geht es weiter zum nächsten Level. Jeder davon ist anders. Mal fliegt man zwischen Meteoriten umher und muss Astronauten einsammeln, dann muss man in einem Spiraltunnel Astronauten einsammeln oder einfach im Weltall gegen Vampire kämpfen. Ja, Vampire. Wer dachte dass die Katzen mit Flügeln bizarr sind, hat noch nichts gesehen. Aber auch konventionelle Raumschiffe stellen sich als Feinde dar. Die Steuerung ist genauso einfach wie das Spielprinzip: Man steuert das Raumschiff und es gibt eine Taste zum schießen und eine für den Boost, eine kurzzeitige Beschleunigung um Feinden oder deren Projektilen auszuweichen. Neben den Astronauten gibt es noch den Buchstaben E. Schießt man den ab, wird der Energielevel aufgefüllt. Kollidiert man mit ihm, wird man dagegen sofort zum nächsten Level transportiert. So hat man immer die Entscheidung zu treffen, was man lieber möchte. Der Energiebalken sieht zwar aus wie ein konventioneller Balken der langsam durch Feuer abnimmt, in Wirklichkeit hält man allerdings nur 3 Treffer aus. Nachdem ersten ist die Anzeige nur noch halb voll, nach dem zweiten erscheint schon eine Warnung und beim dritten zerspringt die Frontscheibe des Raumschiffs und man verliert ein Leben. Weitere Leben sammelt man durch das überschreiben bestimmter Punktegrenzen ein. Das Spielprinzip ist simpel, aber wie so oft ist die Meisterung eine Herausforderung. In den späteren Levels wird Blaster enorm herausfordern, man wird meist von 6-10 Gegnern gleichzeitig attackiert, die alle schießen und das Treffen der Gegner wird dadurch erschwert, das die Bordwaffe nicht gerade nach vorne schießt, sondern die Munition in einer Linie von links nach rechts abgeschossen wird. Aber in der Herausforderung liegt eben der Spielspaß. Grafisch ist das Spiel wie gesagt extrem bunt und sehr psychedelisch. Musik gibt es dagegen keine und die Soundeffekte entsprechen dem damaligen verrauschten Standard, einige Robotron 2084 Effekte wurden auch recycled. Schon allein wegen der Grafik sollte man Blaster mal erlebt haben, aber es kann auch heute noch unterhalten. Eben ein typisches Arcadespiel der 80er. BLAST... OR BE BLASTED! Publisher: Williams Developer: Vid Kidz Erscheinungsjahr: 1983 Erschienen für: Arcade Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Hoch 
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 7/10 | | Gameplay | 7/10 |
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