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Bloody Wolf heißt in der Arcadefassung Battle Rangers und der japanische Untertitel bedeutet übersetzt soviel wie Schurken Spezialeinheit Bloody Wolf.
Das Ganze ist ein Spiel in bester Rambo-Art. Man spielt einen Soldaten der in ein von Feinden besetztes Gebiet eindringt, diese beseitigt und nebenbei noch Kriegsgefangene rettet.
Der Story kann ich wegen fehlender Japanischkenntnisse nicht wirklich folgen. Aber ich vermute mal, dass es mal wieder um ein paar böse Jungs geht, die beseitigt gehören. In der Arcadefassung ist es wohl die gleiche Story, nur ist das Englisch so unglaublich schlecht, dass man darüber eh nur lachen kann. Anfangs kriegt man da nur zu lesen: „Your Mission is to rescue kidnapped President Alive“ und bei Sätzen wie „Opp I’ve got Foods Chuck Chuck! I’ve recovered Energy“ kriegt man die Vermutung, Yoda wäre der Übersetzer gewesen.
Aber weg von den Übersetzungsfehlern hin zum Spiel. Anfangs startet man in einer Stadt und es fällt sehr bald die Fülle an Gegnern auf, meistens wird von 4-5 umkreist, die manchmal auch auf Lastern stehen und mit Granaten werfen. Manchmal sind sie auch dumm und stehen hinter roten Tonnen, die kann man natürlich beschießen und dann explodieren sie. Einige der Gebäude sind betretbar, neben weiteren Gegnern warten da meistens auch die Kriegsgefangenen, die bei der Befreiung nicht nur artig Danke sagen, sondern auch Waffen abgeben. Waffen gibt es einige verschiedene. Neben dem normalen Maschinengewehr beispielsweise noch Shotgun und Flammenwerfer, wobei man immer 2 Waffen gleichzeitig tragen kann und natürlich ist die Munition begrenzt, deshalb sollte man sich zumindest eine große Waffe für den Endgegner aufheben. Das sind meist große Fahrzeuge wie U-Boote, während Zwischengegner meist nur ein bisschen größer als normale Gegner sind und 3 statt nur einen Treffer aushalten. Man selbst hält auch nur 3 Treffer aus, dann verliert man ein Leben und muss zurück zum Anfang des Levels, was vielleicht etwas frustrierend ist, da der Schwierigkeitsgrad nicht gerade gering ist. Leichter wird es, wenn man ein Motorrad in Besitz genommen hat, das hält einige Treffer aus. Andererseits bringt dieser Vorteil wenig, da die Steuerung des Bikes nicht gerade gelungen ist.
Die Level selbst bieten viel Abwechslung, es geht durch Wälder, über Stacheldraht und Zäune zu einem See, auf dem man mit einem kleinen Floß dahin schwimmt, wo lauter Soldaten kommen, man selbst aber nur ein Messer einsetzen darf. Es ist also auch nicht immer das gleiche langweilige Dauergeballer.
Leider gibt es bei der PC Engine Fassung auch keinen 2 Spieler Modus, es gibt zwar die Wahl zwischen 2 Charakteren, die allerdings keine Auswirkung auf das eigentliche Spiel hat, aber im Gegensatz zur Arcade Fassung darf eben nur einer ran. Schade, denn zu Zweit würde das sicher mehr Spaß machen.
Grafisch ist das Spiel ganz nett in Szene gesetzt. Es gibt hauptsächlich Grau- und Brauntöne und natürlich viel Grün, eben ein realistischer Look. Dafür sorgt auch das Blut getroffener Gegner. Die Animationen sind nicht ganz so gelungen, aber noch in Ordnung. Die Musik ist so ganz typisch 80er Jahre Actionspiel und nervt zum Glück nicht. Die Soundeffekte hingehen sind richtig schlecht. Insgesamt ist Bloody Wolf auf jeden Fall eines der besseren Actionspiele für die PC Engine und ist auf jeden Fall empfehlenswert, verliert aber einige Punkte durch den fehlenden 2 Spieler Modus
Publisher: Data East Developer: Data East Erscheinungsjahr: 1988 Erschienen für: PC Engine, Arcade Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Hoch

| Grafik | 7,5/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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