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Centipede könnte man als den verlorenen Arcade-Klassiker bezeichnen. Pong, Pac Man, Space Invaders… sie alle kennt man auch heute noch und alle haben einen legendären Ruf, Centipede dagegen verschwand irgendwann in der Versenkung. Obwohl es in den frühen 80ern ein großer Hit war und sogar so erfolgreich war, dass es eine Brettspielumsetzung gab.
Das Spielprinzip ist dabei mal wieder gleichermaßen simpel wie fesselnd. Es geht darum einen Hundertfüßer aufzuhalten, der sich von oben nach unten durch ein Pilzfeld arbeitet. Immer wenn er auf einen Pilz trifft, rutscht er eine Reihe nach unten, trifft er die Spielfigur, hat man verloren. Das Spielprinzip hat also auch ein bisschen was von Space Invaders.
Der Spieler steuert eine kleine Kreatur, über diese gab es ja Diskussionen, was es nun sein soll: Insekt, Mensch, Alien…aber es soll wohl tatsächlich ein Goblin sein. Dieser kann Laser verschießen. Natürlich stellen die Pilze die größte Gefahr dar, dass sie den Hundertfüßer eben nach unten gleiten lassen und er dadurch ja auch immer schneller wird. Die Dinger jetzt einfach aus dem Weg zu schießen ist aber recht kompliziert, da sie 4 Treffer benötigen. Trifft man den Wurm, teilt er sich dort, wo er angeschossen wurde, das getroffene Teil verwandelt sich in einen Pilz und von nun an hat man mit 2 Würmern zu kämpfen, trifft man wieder einen, hat man 3 und das geht solange weiter, bis man quasi nur noch Köpfe hat. Je kürzer der Wurm, desto schneller bewegt er sich. Damit das Ganze nicht zu öde wird, kommen auch noch andere Gegner. Nämlich Spinnen und Flöhe, letztere hinterlassen neue Pilze, wenn sich weniger als fünf auf dem Spielfeld befinden. Zusätzlich gibt es noch Skorpione, die Pilze vergiften können, trifft der Centipede auf einen vergifteten Pilz fällt er gleich nach unten zum Bildschirmrand und man hat quasi schon verloren, auch wenn man die Spielfigur frei im unteren Drittel des Spielfeldes bewegen kann. Hat man den Hundertfüßer eliminiert, kommt Runde 2 und der neue Centipede ist ein Stück kürzer als der vorherige, aber dafür gibt es einen zweiten Kopf, der sich wesentlich schneller bewegt.
Natürlich gibt es auch einen 2 Spieler Modus, wobei man hier nicht simultan spielt, sondern nacheinander. Schade, gleichzeitig gegeneinander spielen und sich um die Teile des Centipdes streiten wäre sicher auch ganz lustig.
Grafisch sieht man dem Spiel natürlich das Alter an. Dafür sieht das Spielfeld wenigstens nicht in jeder Runde gleich aus, sondern bringt immer einen neuen, mitunter sehr psychedelischen Farbton. Soundeffekte umfassen ein Schußgeräusch und merkwürdige Töne für die Spinnen und die anderen Tiere. Musik gibt es natürlich nicht.
Centipede ist alt und vielleicht nicht so populär wie Pac-Man & Co., bietet aber ein sehr interessantes und ungewöhnliches Spielkonzept, das ziemlich schnell sehr herausfordernd wird.
Publisher: Atari Developer: Atari Erscheinungsjahr: 1980 Erschienen für: Arcade, Konsolen, Heimcomputer Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitskrad: Mittel 
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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