Home arrow Spiele arrow Arcade arrow Dungeons & Dragons: Shadow over Mystara 11 Februar 2012  
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Dungeons & Dragons: Shadow over Mystara PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
01.12.2008

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Ganze drei Jahre, nachdem man den Tower of Doom zerstört hat, erschien der Nachfolger zu Dungeons & Dragons. Der erste Teil war ja recht gelungen, Capcom verstand es, Hack & Slash mit RPG-Elementen anzureichern und das Ganze trotzdem noch Spielhallentauglich zu gestalten. Beim Nachfolger wird natürlich auf das gleiche Konzept gesetzt.

Im ersten Teil kämpfte man gegen Deimos und besiegte ihn, in diesem Sequel erfährt man nun, dass der eigentlich nur ein Handlanger war und eine wesentlich größere Gefahr auf das Land Darokin wartet. Diese Gefahr lautet auf den Namen Synn, ist eine dämonische Hexe und hat natürlich nur die Eroberung im Sinn. Deimos sollte sich das Königreich Glantri schnappen und Synn den großen Rest. Das gilt es jetzt natürlich zu verhindern.

Ein bis vier heldenhafte Kämpfer dürfen sich auf nach Mystara machen. Zu den ursprünglichen vier Helden (Kämpfer, Zwerg, Elf, Cleric) kommen nun noch zwei weitere Charakterklassen hinzu: Ein Magier und eine Diebin. Die Charaktere unterscheiden sich natürlich in Basiswerten wie Schnelligkeit, Angriff und Trefferpunkten. Der Zwerg verteilt mächtig viel Schaden, allerdings nur bei seinen Spezialangriffen, wogegen der Kämpfer auch mit normalen Schwertschlägen Gegner locker vertrimmt. Der Magier ist kein guter Kämpfer, hat dafür aber starke Magie.
Die Diebin ist der interessanteste Charakter. Sie ist schnell, kann Doppelsprünge vollführen oder an Wänden hochspringen. Sie kann auch verschlossene Schatzkisten öffnen und Fallen enttarnen und hat als Bonus eine Steinschleuder mit unendlicher Munition.

Das Gameplay ist auch immer noch das gleiche. Von links nach rechts streift man durch die Welt und trifft auf viele Gegner, die man auch aus anderen Fantasywelten kennt: Gnoll, Troglodyte, Gargoyle, Skelett und Owlbear. Sie alle warten darauf, verprügelt zu werden. Einige hinterlassen dann Gold oder Ausrüstungsgegenstände, wie bessere Waffen. Unterwegs findet man auch erwähnte Kisten, die man meist noch mehr Gold beinhalten oder etwa Spruchrollen für den Magier.  Die diversen Zwischengegner fehlen auch nicht und wie gehabt landet man ab und zu in einer Stadt. Hier kann man das eingesammelte Gold gegen Ausrüstungsgegenstände wie Lebenstränke, Pfeile oder Ölbehälter eintauschen. Meist wird man hier auch vor die Wahl gestellt, wie es weiter geht. Hier muss man sich  zwischen zwei, ab und zu gibt es auch drei oder vier, Pfaden entscheiden, die dann natürlich jeweils unterschiedlich schwer sind. Bei zwei Pfaden ist es wie gehabt aufgeteilt in einen kurzen, aber schweren und einen leichten aber langen Abschnitt. Insgesamt wird man aber auf jeden Fall 16 Levels erleben und durch die unterschiedlichen Pfade lohnt sich mehrmaliges durchspielen.

Auch von der Steuerung bleibt alles beim Alten. Eine Taste für den Angriff, eine zum Springen, eine zur Aktivierung der Magie bzw. Sekundärwaffe und eine vierte um zwischen all den Sekundärwaffen wie Sprüche, Pfeile, Steinschleuder oder Wurfhämmer zu wählen.
Dazu gibt es dann noch weitere Angriffe. Drückt man die ersten beiden Tasten gleichzeitig, macht man einen starken Angriff, der meist alle Gegner in der Nähe vom Bildschirm fegt, allerdings kostet dies Lebensenergie. Mit Capcomtypischen Kombinationen wie Vierteldrehung des Joysticks gefolgt von Taste 1 kann man dann die speziellen, härteren   Attacken starten, die keine Lebensenergie kosten.

Sehr schön sind wieder die Abwechslungsreichen Levels. Vom Wald durch die Stadt über eine Art Zug hin zu düsteren Höhlen oder einem  Turm erlebt man viele schön gezeichnete Hintergründe. Das erforschen dieser Welten lohnt sich auch, so gibt es in der großen Höhle jede Menge Türen die man über Schalter (hierbei muss man auch schon mal eine Statue verschieben) öffnet. Dahinter verbergen sich meist Räume voller Gegner oder Fallen, aber eben auch richtig große Schatzkisten.

Grafisch überzeugt das Spiel durch hübsch gezeichnete Landschaften und auch recht schöne Zwischenbilder in denen die Handlung vorangetrieben  oder die Auflevelung  des Charakters angezeigt wird. Auch die Animationen sind recht hübsch, es sieht schon recht witzig aus, wenn die Diebin einem Gnoll auf die Schultern hüpft und dann auf dessen Kopf einschlägt.
Die Soundeffekte, von den Schwertern hin zur Magie sind recht gelungen, ein wenig Sprachausgabe gibt es auch. Die Musik hält sich dagegen ziemlich im Hintergrund zurück, es sind diese typischen „Fantasystücke“, die so auch zu Conan passen würden. Sie nerven nicht, bleiben aber auch nicht hängen.

Insgesamt ist Shadow over Mystara ein extrem gelungenes Sequel, das mit neuen Charakteren, Gegenständen und Levels aufwarten kann und das Gameplay ein wenig verfeinert, die Charaktere sind besser ausbalanciert, die Steuerung noch einen Tick besser und insgesamt macht es einfach mehr Spaß, vor allem natürlich zu zweit oder dritt – wogegen es zu viert dann mal wieder etwas unübersichtlich wird.

Publisher: Capcom
Developer: Capcom
Erscheinungsjahr: 1996
Erschienen für: Arcade, Saturn
Anzahl Spieler: 1-4
Schwierigkeitsgrad: Mittel

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Grafik9/10  Spielspass
Sound8,5/10
8/10
Gameplay 8,5/10
Multiplayer 9/10
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