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Growl PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
12.08.2011

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Shbroom!…ein merkwürdiges Wort, oder? Shbroom!…klingt so eine Explosion? Eigentlich nicht. In Growl oder wie es in Japan heißt, Runark, machen Explosionen aber dieses Geräusch, wobei Geräusch weniger, eher taucht das Wort in einer Batman-Sprechblase auf.

Growl ist ein Sidescrolling Beat ‘em Up der Final Fight Sorte mit einer Story die wunderbar in das Jahr 1990 passte, als auch andere politisch korrekte Naturschützersachen wie die schrottige Captain Planet Serie starteten. Irgendwo, scheinbar in Arabfrika (Darauf komme ich gleich) ist eine böse Horde Wilderer unterwegs die Tiere jagen und einsammeln. Das kann natürlich nicht angehen, also machen sich 2 Indiana Jones Kopie und 2 bunte Actionfiguren Marke Jesse Ventura auf den Weg zur Rettung. Die 4 Helden unterscheiden sich in diversen Kategorien wie Stärke und Energie, die Auswirkungen sind aber doch eher minimal.

Das der Schauplatz nicht so ganz klar ist, liegt daran, das man sich zwar augenscheinlich im mittleren Afrika befindet, aber arabische Figuren mit Peitschen und Säbeln rumlaufen. Die Wildererhorde ist schon ein lustiger Haufen, denn es gibt auch noch dickere Araber mit Fez und Frauen sowie die normalen Luschen die nach 2-3 Schlägen den Geist aufgeben.
Innovativ ist Growl nicht, hat aber schon einen trashigen Charme und schlecht gemacht ist es auch nicht. Man schlägt sich durch ein Dorf, dann durch den Dschungel, auf einem Zug wird gekämpft, eine Höhle darf nicht fehlen genauso wie das Schiff wo die Tiere abtransportiert werden.
Dargestellt wird das ganze aus der erhöhten seitlichen Perspektive wie bei Streets of Rage, wobei der Dschungellevel in eine seitliche Jump n‘ Run Perspektive umschlägt. Das sorgt für Abwechslung und der Level für Verwunderung, denn unsere Helden retten alle möglichen Tiere wie Elefanten, Antilopen oder Gorillas – nur die bösen Fledermäuse mögen sie nicht, die kriegen nämlich auch aufs Maul.

Dem Genrestandard folgen, schlägt man sich in bester Bud Spencer Manier durch die Gegend. Es gibt normale Schläge und einen Spezialschlag den man anwenden kann, wenn man umzingelt ist. Liegt ein Gegner am Boden, geht man hin und macht ihn fertig….Schläge, Knie ins Gesicht oder Peitsche auf den Rücken, hier geht es wahrlich nicht zimperlich zu.
Das alle Helden übertrieben stark sind wird bei den aufsammelbaren Waffen deutlich. Pistolen, Granaten, Raketenwerfer, Messer, Schwerter und Kisten sind ja noch normal, wenn dann aber riesige Felskugeln durch die Gegend geworfen werden, sieht das schon witzig aus. Noch schräger wird es, wenn Endbosse gar dicke Panzer aufheben und damit rumwerfen.
Ist man lieb zu den Tieren und rettet sie (Eine andere Wahl hat man eh nicht), tauchen sie ab und zu auf und helfen. Dann trampelt ein Elefant schon mal über eine Frau oder eine Horde Antilopen rennt wild herum.
Am Ende der Levels, insgesamt gibt es 7 und eine Bonusrunde, wartet dann der obligatorische Endboss. Das Spiel insgesamt ist nicht sonderlich schwer. Selbst wenn man von 15 Gegnern umzingelt ist, kann man sich da leicht befreien und da von Gegnern geworfene Handgranaten auch andere Gegner schädigen und selbst feindliche Attacken Friendly-Fire nach sich ziehen, kann man schon durch geschicktes Ausweichen dafür sorgen, das Gegner beschädigt werden. Die Bosskämpfe sind dagegen ein Kapitel für sich und mitunter recht schwer, vor allem der Kampf auf dem Schiff gegen den Clotheline-abgebenden Futzi ist schwer. Man steckt viele Cheap Hits ein und selbst trifft man kaum. Hier gingen ein paar Continues drauf.

Zu zweit prügelt es sich natürlich wesentlich leichter. Ein Multiplayermodus ist natürlich dabei.

Grafisch sieht das Spiel recht nett aus. Die Levelhintergründe sind gut gezeichnet und stimmig, Die Animationen der Charaktere sind ebenfalls recht gelungen. Die Farbwahl der Kleidung der Gegner ist natürlich fragwürdig. Soll man einen Bösewicht ernst nehmen, der eine lilafarbene Hose anhat? Irgendwie geht das nicht. Aber auch das war eigentlich recht normal damals.
Genauso normal ist die Musik, typisches Arcadegedudel, das nicht hängen bleibt, das nicht sonderlich auffällt aber auch nicht nervt. Die Schlaggeräusche und sonstige Effekte sind in Ordnung. Explosionen klingen halbwegs wie Explosionen und nicht nach Shbroom!
Ein bisschen Sprachausgabe der klischeehaften „Ich versuch so richtig böse zu klingen“ Marke gibt es auch noch ab und an.

Growl ist durchaus spaßig, es reiht sich so neben Final Fight ein und unterhält vor allem im Multiplayer richtig gut. An Streets of Rage oder Sengoku 3 kommt es nicht ran, aber trotzdem sollten Beat ‘em Up Fans einen Blick auf diesen doch eher unbekannteren Titel werfen.

Publisher: Taito
Developer: Taito
Erscheinungsjahr: 1990
Erschienen für: Arcade, Mega Drive
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Mittel-Hoch

Grafik7,5/10  Spielspass
Sound7/10
7,5/10
Gameplay 8/10
Multiplayer 8/10
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