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Eigentlich ist es ja schon fast unglaublich, dass es neben den geschätzten 43 2. Teilen von Street Fighter tatsächlich nur einen einzigen ersten Teil gibt. Dabei schreit Street Fighter zumindest lautstark nach einer Turbo Variante, um zumindest eines der zahlreichen Probleme auszumerzen.
Aber fangen wir von vorne an und begeben uns auf eine Zeitreise zurück ins Jahr 1987. Beat ’em Ups waren damals noch etwas völlig neuartiges und meist beschränkt auf Karate oder Kung Fu Spielchen wie Yie Ar Kung Fu. Dann kam Street Fighter und führte einige Neuerungen ein. Da wären die Special Moves, die es so zuvor noch nicht gab und der Automat kam in 2 Fassungen heraus: Mit zwei Berührungssensitiven Tasten. Je härter man drauf haut, desto härter wird im Spiel zugeschlagen, was aber nur dazu führte, dass die Automaten schnell kaputt gingen und das heute als Standard benutzte 6 Tasten Layout mit je 3 Tasten für Schläge und Tritte. Die beiden Macher dieses Spiels, Takashi Nishiyama und Hiroshi Matsumoto verließen nach der Veröffentlichung dieses Titels Capcom und gingen zu SNK, um dort Reihen wie Fatal Fury und Art of Fighting zu entwickeln und zumindest bei den ersten Teilen dieser Serien kann man das auch recht deutlich am Gameplay erkennen.
Während die meisten Prügelspiele heute eine Vielzahl an Kämpfern bieten, unter 15 ist da mittlerweile schon zu wenig, gibt es hier nur 2 Charaktere: Ryu und Ken, wobei man die nicht wählen kann. Spieler 1 ist immer Ryu, Spieler 2 Ken. Nach dem Start wählt man sich das erste Land aus. Hier kommt es darauf an, wie der Automat eingestellt ist, so hat man entweder 2 Länder oder vier: USA, China, Japan und England. In jedem muss man gegen 2 Kämpfer antreten, dann folgt eine Bonusrunde und man kommt zum nächsten Land. Am Ende geht es dann nach Thailand zum Endgegner Sagat.
Er hat wie Ryu und Ken ja auch einen Auftritt in den Nachfolgern. Die restlichen Kämpfer hatten unterschiedliche Schicksale. Retsu, Geki und Lee hat man nie wieder gesehen. Joe und Mike sieht man im Intro zu Street Fighter 2 und Gen, Birdie, Eagle und Adon hat man in unterschiedlichen Teilen wie der Alpha Serie wieder gesehen, wobei sich einige der Kämpfer verändert haben. Ryu hat hier noch rote Haare und Birdie wurde in der Alpha Reihe zu einem Schwarzen und Sagat hat hier noch nicht seine Narbe. Die restlichen Charaktere fallen nur durch ihre absolute Klischeehaftigkeit auf
Kommen wir also nun zum negativen: Dem Gameplay. Wie oben schon angesprochen, eine Turbo Variante mit schnellerem Gameplay würde hier wohl schon Wunder wirken, denn das Spiel ist unglaublich langsam und recht ruckelig. Hinzu kommt eine Steuerung die absolut gar nicht funktioniert. Ich denke jeder weiß, wie man Ryus sho-ryu-ken ausführt, hier wird man locker erstmal 10 Versuche benötigen, bis man das richtige (extrem lahme) Timing gefunden hat und dann fliegt der Energieball mit geschätzten 0.00000043 m/h auf den Gegner zu. Glücklicherweise ist die KI so dämlich, dass sie brav drauf gewartet getroffen zu werden. Ansonsten hüpfen die Computergegner meist lustig durch die Gegend. Richtig ausbalanciert ist das Spiel auch nicht, zwar ist die Energieleiste recht lang, aber es reichen ungefähr 5 Schläge und der Gegner ist fertig.
Dann gibt es die Bonusrunden. Bonusrunden in Beat ’em Ups nerven, wozu sollen sie schon gut sein? Man möchte sich mit Typen prügeln, nicht Autos oder Steine demolieren. Hier schlägt man also entweder auf einen Stapel Steine ein oder muss Holzbretter zertreten. Langweilig.
Die Kampfarenen sehen nett aus. Mehr Gutes gibt es zur Grafik nicht zu sagen. Die Kämpfer haben absolut beschissene, hölzerne Animationen und warum greift sich Ryu beim springen ständig ans Knie? Das sieht dämlich aus. Die Musik passt sich dem ganzen an. Nicht nur klingt sie absolut langweilig, sie wurde auch in einer furchtbaren Qualität aufgenommen und wirkt, als hätte man mal eben die Sampling Rate auf das Minimum gestellt. Die Soundeffekte sind da nicht besser. Aber wirklich genial ist die Sprachausgabe. Man dachte sich wohl, wenn schon mies dann richtig und so klingen die Sprüche als hätte sie ein betrunkener Japaner aufgenommen, der versucht zu Englisch zu sprechen.
Zwischen Street Fighter und seinem Nachfolger besteht ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das ist hier ist einfach nur Müll.
Publisher: Capcom Developer: Capcom Erscheinungsjahr: 1987 Erschienen für: Arcade, PC, PC Engine, ZX Spectrum Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 6,5/10 | | Spielspass | | Sound | 5,5/10 | 2/10 | | Gameplay | 4/10 | | Multiplayer | 2/10 |
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