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Rastan erschien das erste Mal so Mitte der 80er in der Spielhalle und obwohl es ein relativ unspektakulärer, aber trotzdem gut gemachter 2D Plattformer war, war es doch relativ erfolgreich, bekam einige Umsetzungen auf Konsolen und natürlich Nachfolger. Teil 3 erschien dann 1991 und wirkt dagegen wie ein direkter Rip-off von Golden Axe.
Worum es nun storymäßig genau geht, bleibt wohl recht ungeklärt, ein Intro gibt es nicht, aber wahrscheinlich muss man die Welt mal wieder vor einem Bösewicht und seiner Armee bewahren und dazu läuft man planlos durch eine Fantasywelt, mit den Standardkulissen und tötet alles, was sich bewegt.
Wie bei Golden Axe darf man sich am Anfang einen von 3 Charakteren aussuchen und natürlich gibt es auch einen 2 Spieler Modus. Zur Auswahl haben wir da Rastan, Dewey und Sophia. 08/15 Charaktere, aber wenigstens ist kein Zwerg dabei. Sie unterschieden sich in ihren Fähigkeiten, wie Stärke und Reichweite. Sophia, die Amateurdomina mit der Peitsche hat hier natürlich den klaren Vorteil, auch wenn ich nicht weiß, wie sich Ritter in Metallrüstungen von so einem Ding beeindrucken lassen, dafür ist sie eben recht schwach…Frauen sind in Spielen immer schwach, also wurde zumindest das Klischee bestätigt.
Los geht es in einer Waldlandschaft, die wir auch von Golden Axe kennen, das hätte man spektakulärer machen können. Bei den Gegnern dafür gibt es eine große Vielfalt und neben Rittern und Riesen gibt es auch Echsenmenschen, gut, das kennen wir auch von Golden Axe nur waren da die Gegner wenigstens unterschiedlich stark und verschieden farbig. Die erste Stage hat man nach 10 Sekunden beendet, es soll wohl eine Art Tutorial darstellen. Danach hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen Pfaden, zumindest hier zeigt sich Warrior Blade eigenständig. Schloß, Palast, Turm und Schiff, der typische Fantasykram eben. Um zu der gewählten Stage zu kommen, wartet noch eine kleine Zwischenszene, entweder muss man hierbei z.B. auf einem Pferd reiten, Gegner bekämpfen und gleichzeitig Hindernissen ausweichen oder man rennt einen Berg runter, mit Gegnern von vorne und Steinen von hinten und man muss auch noch über Klippen springen.
Gegner bekämpft man mit der Hauptwaffe, einige lassen Münzen fallen, die man aufsammelt für Punkte und in zerschlagbaren Kisten und Statuen gibt es Heiltränke.
Grafisch sieht das Spiel ganz nett aus. Es ist nicht übertrieben bunt, dafür sind die Stages mit schöner Hintergrundgrafik ausgestattet. Die Animationen sind auch in Ordnung. Am Automaten wurde eine Art Widescreen eingesetzt, normalerweise ist das Bild ja 4:3, hier ist es 8:3, das sieht recht ungewohnt aus, sorgt aber für eine schärfere Auflösung. Musikalisch gibt’s das typische Arcade-Fantasygedudel und die Soundeffekte sind auch eher unspektakulär. Das absolute Highlight des Spiels ist aber die gerade zu niedliche Sprachausgabe. Hier gibt es einerseits englische Sprachausgabe (May the power be with you – sehr einfallsreich) und deutsche, das Spiel kommt ja aus Japan, trotzdem sagen die Gegner witzige Sprüche wie „Ich reiss dich in Stücke“ oder „Du bist nur ein Mensch“ (hierbei fragt man sich dann, was der Ritter ist). Die Japaner stehen ja auf die deutsche Sprache.
Warrior Blade ist ein relativ durchschnittlicher Golden Axe Klon, der eigentlich kaum etwas Neues bietet. Gut ist der wählbare Pfad, aber ansonsten ist das hier einfach nur ein solider Fantasyprügler für Fans. Zu Zweit macht es auf jeden Fall etwas mehr Spaß.
Publisher: Taito Developer: Taito Erschienungsjahr: 1991 Erschienen für: Arcade Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Mittel

| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 6,5/10 | 7/10 | | Gameplay | 7/10 | | Multiplayer | 8,5/10 |
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