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Interessanter Titel oder? Moo Mesa…man könnte hier sicher einen witzigen Half-Life Spruch bringen aber ich spare mir das. Das Spiel basiert auf einer Zeichentrickserie die zwischen 1992 und 1994 produziert wurde. Erfinder Ryan Brown war vorher bei den Teenage Mutant Ninja Turtles als Designer zuständig und so ist es klar, dass dieses Konzept übernommen wurde. Statt Schildkröten hat man sprechende Kühe und die sind natürlich Cowboys in einer Westernwelt. Zeichentrickserien sind bei Kindern populär, Videospiele auch, so war klar, das bald ein Spiel zu dieser Serie folgen würde. Verantwortlich dafür zeichnete sich wieder mal Konami die damals von den Simpsons bis Bucky O’Hare so ziemlich alles lizenziert und in die Spielhalle gebracht haben. 1992 war dies der Fall, also so ziemlich als die Serie gerade im Fernsehen startete. Bei Western und Konami denkt man natürlich an Sunset Riders und Wild West C.O.W.-Boys of Moo Mesa spielt sich eigentlich exakt genauso. Maximal vier Spieler dürfen gleichzeitig ran, da es in der Serie nur 3 Cowboys gab, wurde ein vierter einfach dazu erfunden: Bufallo Bull. Die anderen drei tragen auch so schräge Namen: Cowlorado Kid, Dakota Dude (in den 90ern war „Dude“ wohl das angesagteste Wort überhaupt) und Marshall Moo Montana. Man wählt einen, sie unterscheiden sich nicht wirklich voneinander außer das sie entweder Pistolen oder ein Gewehr benutzen (Exakt wie die 4 Cowboys von Sunset Riders) Dann geht das Spiel los. Die Handlung ist mal wieder reichlich belanglos: Der Oberbösewicht Boot Hill Buzzard hat Lily Bovine entführt. Rette sie. Die Rettungsaktion erfolgt durch sechs Levels, nach dem ersten darf man die restlichen in beliebiger Reihenfolge spielen. Am Anfang findet man sich natürlich in der typischen Westernstadt wieder und es ist praktisch wie Sunset Riders: Geh von links nach rechts, schieß die bösen Buben bzw. Kühe über den Haufen und sammle Power-Ups ein die von Hühnern fallen gelassen werden. Ab und zu darf man dann auch mal Dynamit sprengen und kann so mehrere Gegner auf einmal platt machen. Das Spiel ist recht simpel, man hat auch nur eine Taste zum springen und eine zum schießen, drückt man beide startet die Spielfigur die „Stampede“, dann rollt er wie Sonic durch den Bildschirm und mäht alles um. Bei den Power Ups gibt es zwei Aufwertungen für die Waffen, zu Dauerfeuer und 3 Schüsse statt einem. Desweiteren gibt es noch zusätzliche Waffen wie ein großer Boxhandschuh oder eine Säge, die über den Bildschirm fliegen und eben wie Smartbombs funktionieren. Das am Ende der Stage ein Boss wartet ist klar, in diesem Spiel trifft man aber ab und zu auch mal auf 2 Endbosse die man hintereinander besiegen muss, das wird gleich im ersten Level demonstriert. Bei den Endbossen gilt es meist nur, Geschossen auszuweichen und selbst zu treffen. Da diese Gegner immer die gleichen Bewegungsabläufe haben, ist es nicht schwer, sie zu besiegen. Bei den restlichen Schauplätzen gibt man sich recht konventionell. Eine Mine darf nicht fehlen, die Eisenbahn muss auch ran und natürlich mehr Westernstadt. Zumindest ein Level ist ganz nett, zwar kämpft man sich auch hier durch eine Stadt, allerdings in der Nacht und es ist eine Geisterstadt mit lauter Gruselfiguren und einem Friedhof. Ganz nett sind auch die kurzen Abschnitte wo man von einem Adler getragen wird, kurzzeitig wird das Spiel zu einem Sidescrolling Shooter, leider stört die Steuerung hier etwas. Da man immer da hin schießt, wo die Figur schaut, ist das navigieren und schießen doch recht schwer. Grafisch wird auf Comiclook gesetzt, es ist der typische Konamistil, fast alle Spiele ähnelten sich vom Design her sehr stark. Das bedeutet, dass alles sehr bunt ist und Farben wie Gelb und Pink den Bildschirm dominieren. Die Zwischensequenzen sind recht gut gelungen, vor allem die letzte ist recht witzig. Die Musik ist in Ordnung aber leider nicht so gut wie bei anderen Konami Arcadespielen, sie bleibt nicht wirklich hängen und etwas mehr Westernfeeling hätte nicht geschadet. Bei den Soundeffekten gibt es die typischen Konami Soundeffekte die man von jedem Arcadespiel der damaligen Zeit her kennt. Die Schussgeräusche sind sogar die gleichen wie bei Sunset Riders. Dafür wird noch viel gemuht und etwas Sprachausgabe gibt es auch noch. Wild West C.O.W.-Boys of Moo Mesa ist ein ganz nettes Spiel, im Vergleich zu Bucky O’Hare oder Asterix aber eher schwach. Es mangelt etwas an der Abwechslung, es gibt keine Bonusrunden, der Spielverlauf und die Settings sind etwas einfallslos. Selbst Sunset Riders bot da mehr. So ist das Spiel zumindest dann kein Hit wenn man es allein spielt. Zu zweit kommt da schon mehr Laune auf, das ist ja ganz typisch. Wie bei den anderen Titeln muss man sagen, dass mehr Spieler schon wieder zu viel sind. Wenn man zu viert an die Sache geht, verliert man schnell die Übersicht. Man kann sich also das Spiel mal ansehen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es links liegen lässt. Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1992 Erschienen für: Arcade Anzahl Spieler: 1-4 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 7,5/10 | 7/10 | | Gameplay | 7/10 |
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