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Ungefähr zur gleichen Zeit als Berzerk in die Spielhalle kam, erschien dort auch Wizard of Wor, das erstmal durch dieses komische Wort aufmerksam macht. Wor? Wer weiß schon, was das ist, aber Bally war immerhin konsequent und so heißt auch die Spielfigur Worrior. Dass ich Berzerk erwähne, liegt daran, das sich beide Spiele nicht völlig unterscheiden. Auch hier steuert man ein kleines Männchen, besagten Worrior, und muss viele, viele Monster beseitigen um von Dungeon zu Dungeon zu wandern. Am Anfang ist das Ganze noch recht simpel. Man startet in einer kleine Grube und betritt den Dungeon, die ersten Monster sind die blauen Burwors die recht langsam ihre Wege ziehen und schnell sterben. Danach folgen mit Garwor und Thorwor zwei Gegner die schon etwas gefährlicher sind. Hat man alle Monster eines Dungeons besiegt, taucht der Worluk auf. Der wuselt einige Zeit durch die Gänge um zu einem der beiden Warptore an der linken und rechten Seite zu gelangen. Das Ziel ist natürlich, ihn abzuschießen, ehe er dorthin gelangt und fliehen kann. Hat man ihn gekillt, wird der nächste Dungeon auch zum Double Point Dungeon. Alle paar Runden taucht dann zusätzlich am Ende noch der Wizard of Wor auf, den man ebenfalls töten sollte, ehe er sich wegbeamt. Die Dungeons erinnern vom Layout ein wenig an Pacman und sind Labyrinthe, auch die Warptore links und rechts kennt man von Pacman und dienen dem Spieler öfter mal zur schnellen Flucht. Wichtig wird dies vor allem in den späteren Dungeons, wenn die Monster immer schneller unterwegs sind, selbst auf den Spieler schießen und sich auch noch unsichtbar machen können. Wenn sie unsichtbar sind, sieht man sie erst, wenn man im gleichen Korridor ist. Damit dies nicht ganz so unfair ist, hat man unten im Bildschirm einen Radar, der die Position der Gegner immer anzeigt. Hat man Level 7 erreicht, steigt man vom Worrior zum Worlord auf und die Gegner flitzen mit maximaler Geschwindigkeit durch die Dungeons. Je nach Automateneinstellung ist entweder der 4. oder 5. Level eine Arena, hier kann man sich einen Extraspieler verdienen, wenn man den Kampf übersteht. Level 13 ist The Pit und die wohl größte Herausforderung. Die Gegner sind schon auf maximaler Geschwindigkeit, unsichtbar und schießwütig und The Pit würde nicht The Pit heißen, wenn es nicht tatsächlich nur ein Loch ohne Wände wäre. Übersteht man diesen Level, trifft man alle 6 Stages später wieder dort ein. Eine Besonderheit von Wizard of Wor ist der 2. Spieler. Auch wenn man nur allein, ohne menschlichen Mitspieler spielt, ist der blaue Worrior auf dem Spielfeld und wird eben von der CPU gesteuert. Vor allem in späteren Dungeons ist er eine große Hilfe, da er dem Spieler zwar Punkte klaut, aber eben im Kampf gegen die immer fieseren Monster hilfreich zur Seite steht. Nur aufpassen sollte man, denn Friendly Fire ist zu jeder Zeit an und ein Treffer bedeutet natürlich den Tod und den Verlust eines Lebens. Müsste man an dem Spiel etwas kritisieren, dann ist es die teilweise merkwürdige Kollisionserkennung. Als Spieler wird man von Monstern bei Kontakt nur getötet, wenn man in einem Grid steht – der ganze Dungeon ist in natürlich unsichtbare Quadrate unterteilt, steht man zwischen zweien und wird von einem Monster berührt, wird man nur zur Seite geschoben und stirbt nicht. Das gleiche gilt für die Monster selbst, die dann bei einem Treffer nicht zwangsläufig sterben müssen. Für ein Spiel von 1980 sieht Wizard of Wor recht nett aus. Die Dungeons erinnern an Pac-Man und haben entweder rote oder blaue Wände. Die kleinen Worrior und die Monster sind auch recht niedlich designed. Der Garwor sieht aus wie ein Dinosaurier und der Worluk wie eine große Fliege. Explosionen gibt es auch und wenn man den Wizard of Wor trifft, wird das Bild Schwarz/Weiß, wird man dagegen von ihm gekillt, flackert das Bild bunt auf. Die Soundeffekte und die Musik sind recht minimal gehalten, aber das war typisch zu der Zeit. Dafür wirft der Wizard of Wor mit einigen Sprüchen um sich, die zwar recht verrauscht und unklar klingen, aber zu der Zeit war das schon was besonderes. Wizard of Wor ist ein schnelles und vor allem herausforderndes Actionspiel, in dem es nur um die Jagd nach Punkten geht. Auch wenn es technisch nicht toll ist, macht die Dungeonjagd großen Spaß, vor natürlich zu zweit. Publisher: Midway Developer: Midway Erscheinungsjahr: 1980 Erschienen für: Arcade, Astrocade, Atari 2600, Atari 800, C64 Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Herausfordernd
 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 | | Multiplayer | 8,5/10 |
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