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Zwei Jahre nach WWF Superstars hat Technos ein neues Wrestlingspiel in der Spielhalle geparkt und so viel sei schon gesagt, aus den Fehlern hat man gelernt.
Das wichtigste sind natürlich die Wrestler. Insgesamt gibt es zehn: Hulk Hogan, Ultimate Warrior, Jake „The Snake“ Roberts, Mr. Perfect, Million Dollar Man Ted DiBiase, Big Bossman, Earthquake, Sgt. Slaughter und Demolition - eine doch recht nette Auswahl.
Bevor man aber überhaupt zu den Wrestlern kommt, muss man sich einen Spielmodus auswählen. Im Gegensatz zum Vorgänger hat man nun die Wahl zwischen der Jagd nach den Tag-Team Championtiteln und dem Royal Rumble. Schade aber weiterhin, dass es keinen Modus um den WWF World Champion Titel gibt.
Im Royal Rumble steuert man einen Wrestler und nacheinander kommen alle anderen in den Ring. Gewonnen hat, wer als letzter übrig geblieben ist. Im Gegensatz zum echten Royal Rumble hat man aber ein wenig an den Regeln geschraubt. Gegner eliminiert man nun nicht nur dadurch, dass man sie über das oberste Ringseil wirft, sondern auch durch einen normalen Pin oder eine Aufgabe.
Im Tag-Team Modus wählt man sich ein Team aus 2 Wrestlern aus. Auffällig ist hier, dass man auf normalem Wege Demolition nur als Team wählen kann, aber nicht etwa die Einzelwrestler Crush und Smash mit anderen kombinieren. Am Ende wartet dann die Legion of Doom als Champions. Diesen Modus hat man gegenüber WWF Superstars auch spannender gemacht. So gibt es nun neben normalen Matches auch welche, die im Käfig stattfinden. Aber auch hier hat Entwickler Technos wieder an den Regeln geschraubt. Denn um zu gewinnen, muss man nicht, wie in der Realität aus dem Käfig fliehen, sondern gewinnt durch Pin oder Aufgabe. Schade, mit den echten Regeln hätte man hier doch ein wenig Abwechslung reingebracht.
Am generellen Gameplay dagegen hat sich wenig geändert. Man hat immer noch Zwei Tasten, die mit Schlag und Tritt belegt sind und mit beiden rennt man immer noch lustig durch die Gegend. Allerdings bei den Griffen haben die Gegner nun ein paar Moves mehr bekommen, so gibt es nun auch Aufgabegriffe, wenn der Gegner am Boden liegt und die Finishing Moves der Wrestler stimmen nun auch alle. Zusätzlich kann man im Tag-Team Modus auch Teammoves starten. Außerhalb des Rings kann man nun als Waffen einen Monitor und die Ringtreppe einsetzen.
Wie immer hat man sich bemüht, die Atmosphäre einzufangen. In Zwischensequenzen sieht man die Legion of Doom, die vor dem Match auch noch mal von Mean Gene Okerlund interviewed wird. Das Ganze läuft mit Sprachausgabe und nach dem Titelgewinn gibt es auch noch mal eine Zwischensequenz. Der Entrance der Wrestler ist hier ebenfalls besser, sie gehen zum Ring und das sieht einfach wesentlich stimmiger aus. Die Sprachausgabe während der Matches hat man auch erweitert, man kann schon fast von einem Kommentator reden.
Grafisch hat sich einiges getan. Die Wrestler sind nun schön groß und wesentlich besser animiert. Auch sehen sie wirklich ihren realen Ebenbildern ähnlich, auch wenn man wieder auf eine Art Comicgrafik gesetzt hat, aber die WWF war damals ja sowieso mehr oder weniger ein realer Comic, und die Animationen sind schön gemacht. Die Musik ist um einiges besser, aber immer noch nichts Besonderes. Sehr schade, nach wie vor, dass man nicht die Originalen Entrancesongs der Wrestler im Spiel eingebaut hat. Die Soundeffekte dagegen sind gut gelungen.
Vom Gameplay und natürlich von der gesamten Technik und Atmosphäre her, war WWF WrestleFest damals eine Sensation. Es spielte sich hervorragend, sah super aus und kein einziges Konsolenwrestlingspiel kam an diese Klasse heran. Eine besondere Stärke ist noch der Multiplayermodus, denn hier können nicht nur 2, sondern sogar 4 Spieler gleichzeitig antreten.
Publisher: Technos Developer: Technos Erscheinungsjahr: 1991 Erschienen für: Arcade Anzahl Spieler: 1-4 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 8,5/10 | | Gameplay | 9/10 | | Multiplayer | 9,5/10 |
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