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Golden Axe History PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
15.12.2007

Barbaren und Fantasy war in den 80ern unheimlich angesagt, von He-Man bis Conan, jeder wollte halbnackte muskulöse Typen sehen, die mit Pappschwertern durch die Landschaft rennen und fiese Monster bekämpfen. Golden Axe passt da perfekt rein, ist es ja quasi das Spiel zum Hype. Aber eigentlich sollte alles ganz anders werden.

Makoto Uchida ist der Erfinder von Golden Axe, vor diesem Spiel hat er für Sega nur ein anderes entwickelt: Altered Beast. Beide Spiele sind sich ja nicht so unähnlich und Golden Axe sollte eigentlich ein typisches Action Rollenspiel in der Art von Enix Dragon Warrior Reihe. Sega  war von der Idee nicht sonderlich begeistert, sie wollten lieber ein actionorientiertes Arcadespiel. Dieses erschien 1989.

Golden Axe (1989)

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Golden Axe erschien zuerst in der Spielhalle und wurde quasi über Nacht zum Hit. Die Killer List of Video Games geht sogar so weit und nennt es „das wichtigste Arcadepiel des Jahres 1989“
Der Erfolg lässt sich wohl mal wieder darauf zurückführen das Golden Axe, wie praktische alle Arcadehits von Sega sehr leicht zu spielen aber schwer zu meistern war. Man hat die Steuerung schnell im Griff, aber das Spiel durchzuspielen war dann doch eine Herausforderung. Ansonsten bot das Spiel aber recht wenig bahnbrechendes. Die Handlung um einen bösen Tyrann, der auf Eroberungszug ist und Helden, die natürlich nur der Rache wegen am Werk sind, ist ja nichts besonderes. Das wohl spektakulärste ist die Technik. Die Grafik erstaunte damals vor allem bei den Magieeffekten, die man in solch einer Qualität auch bei Arcadesystemen eher selten sah. Auch der Sound mit seiner treibenden Musik und den Todesschreien, die wohl der Grund waren, warum das Spiel in Deutschland indiziert wurde, waren aufsehen erregend. Die Schreie waren digitalisiert und stammten aus Filmen wie Conan und Rambo.

Bei so einem Erfolg war es klar, dass Portierungen folgen würden. Segas neue Konsole Mega Drive wurde ebenso unterstützt wie das Master System und Computer wie C64, Amiga und PC durften ebenso wenig fehlen.
Diese unterschieden sich zumeist nur grafisch. Die Mega Drive Fassung ist dem Arcadespiel am nächsten und bietet noch einen Duell Modus. Die Master System Fassung hat zwar alle Level, dafür aber nur einen Held. Die Amiga Fassung ist sehr enttäuschend, hier fehlen gleich ein paar Level und grafisch traf man fragwürdige Entscheidungen bei der Farbgebung der Grafik.
Etwas erstaunlich ist die Portierung auf die PC Engine, eigentlich der Konkurrent zum Mega Drive. Diese wurde von Telnet furchtbar in den Sand gesetzt, so dass sie nie außerhalb Japans veröffentlicht wurde.
2003 erfolgte ein 3D Remake im Rahmen von Segas Ages 2500 Reihe. Diese Version fällt aber eigentlich nur durch schlechte Grafik und misslungenes Gameplay auf.

Review der Arcadefassung

Golden Axe Warrior (1991)

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Etwas erstaunlich mutet es vielleicht an, dass nach dem großen Erfolg von Golden Axe als nächstes nicht etwa ein Sequel für die Spielehalle oder das Mega Drive veröffentlicht wurde, sondern ein Spin-off exklusiv für das Master System. Vielleicht war es ein Versuch, dieser Konsole nochmals zu Popularität zu verhelfen.
Golden Axe Warrior hat mit Golden Axe praktisch nur den Titel und die Protagonisten gemeinsam. Denn während letzteres ein Sidescroller ist, haben wir es hier mit einem Japano RPG zu tun, das nicht nur ein wenig an Zelda erinnert.
Interessanterweise waren die Kritiker recht gespalten. Die Qualität passte, aber für viele war es eben ein Rip off von Zelda und deshalb schlecht. Schiebt man diesen Gedanken beiseite hat man aber ein tolles Spiel vor sich.

Ax Battler: A Legend of Golden Axe (1991)


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Nach Golden Axe Warrior war Sega wohl im RPG Fieber und spendierte seinem Handheld ebenfalls einen exklusiven Spin-off. Auch hier hat man sich wieder an Nintendos RPG Reihe orientiert, dieses Mal etwas mehr an Links Adventure.
Durch eine etwas missglückte Steuerung und einen hohen Schwierigkeitsgrad kann man diesen Titel allerdings getrost als schlechteren Eintrag in der Golden Axe Serie werten.

Golden Axe II (1991)


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1991 könnte man auch als Golden Axe Jahr bezeichnen. Ganze 3 Spiele wurden veröffentlicht und das offizielle Sequel zum Arcadespiel gab es für das Mega Drive und auch hier wurde nur exklusiv für diese Konsole. Gegenüber Teil 1 hat sich nur relativ wenig getan. Die größte Änderung neben neuen Levels und Gegnern ist die Magie, die man nun einteilen kann und eine etwas bessere Steuerung, ansonsten bestand nicht viel Unterschied, was natürlich gleich wieder die Kritiker auf den Plan rief.

Review

Golden Axe – The Revenge of Death Adder (1992)

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Ein Jahr später folgte dann die Rückkehr in die Spielhalle. In Rente geschickt wurden die alten Charaktere. Lediglich Gilius Thunderhead ist wohl der Zwerg der auf dem Rücken des Riesen hängt. Als neuen Krieger hat man einen Charakter namens Sternblade, der aber auch wie Ax Battler aussieht. Daneben noch Little Trix und einen weiblichen Zentaur.
Außer einer wesentlich besseren Technik wurde auch das Gameplay stark erweitert. Wählbare Wege sorgen für Abwechslung und eine große Zahl ungewöhnlicher Figuren, wie die Masken tragenden Medizinmänner, sorgen für Spaß.
Weggefallen ist das Magiesystem von Teil 2, stattdessen wird wieder alle Magie auf einmal verbraten und erstmals hat nicht jeder Charakter eine offensive Magie. Little Trix pflanzt einen Baum dessen Früchte die Lebensenergie auffüllen.
Leider wurde dieses Spiel niemals außerhalb der Spielhalle veröffentlicht.

Golden Axe III (1993)

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Golden Axe III erschien 1993 für das Mega Drive. In Cartridgeform wurde es exklusiv in Japan veröffentlicht, in den USA konnte man es sich über das Onlineangebot Sega Channel runterladen, aber Sega hielt das Spiel für qualitativ zu schlecht und veröffentlichte es deshalb nicht im Rest der Welt.
Wieder gab es neue Charaktere, die abermals an die alten Figuren erinnerten. Kain Grinder erinnert an Ax Battler und Sarah Barn an Tyris Flare. Neben diesen beiden stehen noch ein humanoider Panther und ein Gigant zur Auswahl. Als Bösewicht fungiert hier mal nicht Death Adder sondern ein neuer Charakter namens Damud Hellbringer, aber auch er hat es natürlich auf die Goldene Axt abgesehen.

Review

Golden Axe – The Duel (1995)

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Einen neuen Weg geht dieses 1995 für den Saturn und in der Spielhalle veröffentlichte Spiel, es ist nämlich ein 2D Beat ’em Up.
Mit nur 12 Charakteren und viel zu wenig Combomoves konnte es weder Golden Axe Fans überzeugen die durch den Genrewechsel abgeschreckt waren, noch die Prügelspielfans, die zu der Zeit mit Virtua Fighter ein wesentlich besseres Spiel hatten.
Als einzig bekannter Charakter taucht Death Adder auf, alle anderen sind Neuentwicklungen auch wenn sie, wie Gilius Rockhead, zumindest storytechnisch verwandt mit den altbekannten Figuren sind. Interessant ist auch der letzte Gegner des Spiels namens Golden Axe, ein großer Kämpfer in goldener Rüstung.

Golden Axe: Beast Rider (2008)

Nach langen Jahren ist endlich wieder ein Golden Axe Spiel angekündigt. Erscheinen wird es für Playstation 3 und Xbox 360. Entwickelt wird es von Secret Level und das einzig bekannte ist bislang, das Tyris Flare ihr Comeback feiert.
Für Aufsehen sorgte die Meldung das dieses Spiel nicht in Deutschland veröffentlicht wird, da die USK eine Alterseinstufung verweigert. 

Letzte Aktualisierung ( 07.09.2008 )
 
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