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Eikichi Kawasaki gründete SNK im Juli 1978 in Osaka, Japan. SNK steht für Shin Nihon Kikaku und bedeutet übersetzt soviel wie Neues Japan Projekt. Ursprünglich wollte man Software entwickeln, stellte aber schon nach kurzer Zeit fest, dass vor allem die Arcades in Japan einen regelrechten Boom erfuhren. Kurzerhand gründete Kawasaki eine Abteilung für die Entwicklung von Spielautomaten. Das erste Spiel erschien bereits 1979 und hieß Ozma Wars. Es war eine Art weiterentwickeltes Space Invaders und nach diesem auch erst der 2. Vertikalshooter überhaupt.
1981 erschien Vanguard, ein Sidescroll-Shooter ähnlich wie R-Type. Man lizenzierte das Spiel zwar an Centuri für die Veröffentlichung in den USA, stellte aber schnell fest, dass es ein großer Erfolg werden würde. Kurzerhand eröffnete man also SNK Corporation of America und übernahm das selbst. Präsident von SNK USA wurde John Rowe, der später Tradewest gründete und heute CEO bei High Moon Studios ist. Zwischen 1979 und 1986 veröffentlichte man insgesamt 23 Spiele für die Spielhalle. Highlights waren Alpha Mission, welches später ein Sequel auf dem Neo Geo bekam und Athena, ein Jump n’ Run, welches auch für das NES konvertiert wurde. Hauptfigur Athena bekam später auch einen Platz in King of Fighters. Der größte Hit allerdings war Ikari Warriors, ein Shoot ’em Up welches sehr stark an den Film First Blood 2: Rambo erinnert. In der Spielhalle war es so erfolgreich, das es kurzerhand auch für einige Heimcomputer, wie den C64, das Spectrum oder den Amiga und natürlich Konsolen, wie das Atari 2600 und das NES, umgesetzt wurde. Mit Ikari Warriors wurde SNK dann auch Developer für das NES. Man gründete in den USA eine weitere Entwicklungsabteilung namens SNK Home Entertainment und veröffentlichte in den folgenden Jahren einige Spiele wie Baseball Stars oder das sehr beliebte Crystalis.  1988 hatte man bereits die Idee eines modularen Spielautomaten. Bis dahin beinhalteten die meisten Automaten nur ein Spiel, wollte der Besitzer nun ein anderes installieren, musste er erst umständlich den ganzen Kasten öffnen. SNK wollte dies nun mit einem System ändern, das eben mehrere Spiele auf einmal enthält und man diese wie bei einer Spielkonsole bequem wechseln kann. 1989 wurde dieses System unter der Bezeichnung MVS realisiert. Das Ganze war von Anfang ein großer Erfolg, da die Spielhallenbetreiber nicht nur die Idee des einfachen Spielewechsels mochten, sondern die Spiele mit rund 500$ auch nur halb so teuer waren wie komplette Spielautomaten. Sofort bei der Veröffentlichung stellte man auch 4 Spiele bereit: Nam-1975, Baseball Stars, Top Players Golf und Magician Lord. 
Zu jener Zeit träumten Spieler weltweit natürlich davon, Arcadespiele auch zu Hause spielen zu können. Sega ging mit dem Mega Drive schon einen Schritt in diese Richtung, aber Spielautomaten waren technisch so weit entwickelt, dass eine Konsole mit vergleichbarer Technik zu teuer werden würde und so war die Konsole in der Leistung doch deutlich schwächer. SNK erkannte dies und veröffentlichte kurzerhand das Neo Geo AES. Durch die hohen Herstellungskosten wurde die Konsole aber erstmal nur zum Mieten zur Verfügung gestellt. Einige Hotels in Japan boten die Konsole für ihre Gäste an. Die Konsole war so beliebt, dass immer mehr Leute nach einer Kaufmöglichkeit fragten und so brachte SNK das Neo Geo in Japan und später in den USA heraus. Im Rest der Welt erarbeitete sich die Konsole eher ein Nischendasein beim Importhändler. Das Neo Geo war die erste Konsole, die eine Memory Card zum Speichern von Spielständen verwendete.  In der Folgezeit erarbeitete sich SNK vor einem einen guten Ruf als Produzent hochwertiger Beat ’em Ups. Fatal Fury, Real Bout Fatal Fury, Samurai Shodown und natürlich King of Fighters haben alle mehrere Sequels nach sich gezogen. Aber bekannte und beliebte Spielereihen anderer Genres die Mitte der 90er entstanden, sind Metal Slug und Super Sidekicks. SNK erkannte das Problem der hohen Preise und veröffentlichte schon nach kurzer Zeit das Neo Geo CD. Die Konsole kostete nur die Hälfte des AES, die Spiele gar nur rund 50$. Trotzdem war es kein großer Erfolg, da es nur mit einem Single Speed Laufwerk ausgestattet war und ein Gamepad statt eines Arcadeboards hatte. Vor allem in Japan startete SNK sehr aggressive Werbekampagnen, aber auch die halfen nicht, das System zum Erfolg werden zu lassen.  1996 wurde das Neo Geo CDZ veröffentlicht. Technisch war es mit dem Neo Geo CD fast identisch, es hatte nur einen größeren Speicher, was die extremen Ladezeiten etwas reduzierte. Aber es hatte auch einen Designfehler, der zu einer Überhitzung führte. Ein großer Erfolg war das ebenfalls nicht. SNK besann sich dann wieder kurzzeitig auf die Spielhalle und 1997 erschien eine Aufklebermaschine, genannt Neo Geo Sticker Machine. Kurze Zeit später folgte das Hyper Neo Geo 64, ein Versuch bei der 3D-Welle mitzuhalten, aber das system war schon beim Release absolut veraltet. Samurai Shodown 64 kam Monate nach Tekken 3 und Virtua Fighter 3 heraus und sah um einiges schlechter aus. Nach 2 Jahren wurde das System eingestellt, insgesamt erschienen nur 7 Titel. SNK wusste 1998 nicht so recht, was sie nun machen sollen. Sie hatten immer noch das original Neo Geo, welches sich gut verkaufte und auch in der Spielhalle noch einen Platz hatte. Aber was sollte die Zukunft bringen? Man versuchte, ein neues Feld zu erobern: Handhelds. Ein dummer Plan möchte man sagen, da Nintendo den Markt zu 100% mit diversen Game Boys kontrollierte. Trotzdem erschien der Neo Geo Pocket Ende 1998 in Japan und kurz darauf in den USA. Eingestellt wurde es bereits ein halbes Jahr später wieder, es verkaufte sich, wie man wohl erwarten konnte, nicht sonderlich gut. Mitte 99 wurde der Neo Geo Pocket Color veröffentlicht. Er bot einen Farbbildschirm, war ansonsten aber technisch gesehen identisch mit der farblosen Fassung. Vor allem in den USA war er ein Erfolg, es war sogar das erfolgreichste Nicht-Nintendo Handheld seit dem Game Gear. Allerdings machte SNK einige Fehler, sie verhandelten nicht mit anderen Herstellern, so dass fast nur SNK eigene Titel erschienen und aufgrund von Preiskosten veröffentlichte man die Spiele nur in Pappverpackungen und nicht, wie in Japan, in Plastikpackungen.
2000 wurde der finanzielle Status der Firma dann immer schlechter. Einen kleinen Erfolg konnte man noch mit dem Beat ’em Up SNK vs. Capcom feiern in dem die Helden beider Firmen aufeinander trafen, aber im Sommer des gleichen Jahres musste man die amerikanische Abteilung schließen. Ende 2001 meldete dann auch SNK Japan Konkurs an. In der Folge verkaufte man alle Rechte an Eolith, Mega Enterprises und Noise Factory. Ebenfalls 2001 gründete Kawasaki ein neues Unternehmen namens Playmore. In der Folge versuchte er, wieder alle Rechte zurückzukaufen, was er bis Oktober 2002 schaffte. Zu jener Zeit verklagte er auch die Firma Aruze wegen Copyrightverletzung und bekam vor Gericht Recht. Aruze musste der neuen Firma SNK-Playmore 5,6 Milliarden Yen zahlen.
Bis 2004 setzte man noch auf das Neo Geo AES. Das letzte veröffentlichte Spiel war Samurai Shodown V Special. In der Folge ging man eine Kooperation mit Sammy ein, um künftige Spiele auf deren Atomiswave Plattform zu veröffentlichen. Als neue Konsole für Umsetzungen hat man sich hauptsächlich die Playstation 2 ausgesucht. Konsolen: 1990 – Neo Geo AES 1994 – Neo Geo CD 1996 – Neo Geo CDZ Handhelds: 1998 – Neo Geo Pocket 1999 – Neo Geo Pocket Color Spielhallensysteme: 1989 – MVS 1997 – Hyper Neo Geo 64
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