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The History of OutRun PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.07.2006

OutRun (1987)

Yu Suzuki, Segas Mastermind und langjähriger Leiter der Entwicklungsabteilung AM2, entwarf OutRun im Jahr 1986. Er wollte kein Rennspiel machen, bei dem man auf einfachen Rundkursen gegen Gegner fährt. OutRun kam ohne Gegner aus und auch Rennstrecken gab es nicht. Stattdessen fuhr man auf einer normalen Straße mit Verkehr und musste nur Checkpoints erreichen. Vor jedem Checkpoint hatte man die Wahl, wie es weiter geht. Nur der erste Abschnitt, genannt Coconut Beach war vorgegeben, danach hat man an Weggabelungen die Wahl zwischen 2 unterschiedlichen Strecken. Die Abschnitte führten auch zu 5 unterschiedlichen Endsequenzen. Zu einer Zeit, in der die meisten Spiele lediglich ein Game Over und die Highscoreliste präsentierten, war das recht unglaublich. Natürlich war das auch eine gute Möglichkeit, um mehr Geld zu verdienen, die meisten Spieler wollten natürlich alle Streckenabschnitte und alle Enden sehen. Neben der Wahl der Strecke, hatte man auch die Wahl der Musik. Die 3 Stücke Passing Breeze, Magical Sound Shower und Splash Wave sind ja schon legendär.

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Den Automat gab es in 3 verschiedenen Fassungen. Eine normale Stehfassung und 2 „Deluxe-Cabinets“ zum reinsetzen, wobei eine mit einer Hydraulikfunktion für ein noch realistischeres Fahrgefühl ausgestattet war.

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Das Spiel war in der Spielhalle so erfolgreich, dass natürlich auch zahlreiche Umsetzungen für Konsolen und Computer erfolgten. Allen voran wurde natürlich Segas eigene Konsole, das Master System im Jahr 1987 mit einer Version ausgestattet und 1989 bekam dann sogar noch das Mega Drive eine eigene Fassung, die der Arcadeversion sehr nahe kam. Umsetzungen für die PC Engine, Amiga, PC, Armstrad, Sinclair, den Game Gear, das MSX und den C64 folgten. Bis heute wurde das Spiel auch in einigen Sega Classic Collections auf Konsolen wie der PS2 veröffentlicht. In Shen Mue war das Spiel auch vorhanden. Im Rahmen der Sega Ages Reihe veröffentlichte man eine überarbeitete Fassung für die PS2.

Review der Arcadefassung 

OutRun 3D (1988)

Für das Master System gab es eine 3D-Brille und so lag natürlich der Gedanke nahe, dass erfolgreiche OutRun in einer 3D-Fassung zu veröffentlichen. Dies geschah 1988 und ging gewaltig daneben. Es war zwar noch OutRun, aber mit überarbeiteten Strecken, die nun Tunnel und andere Effekte boten. Das führte dazu, dass die Konsole nicht mehr hinterherkam und das Spiel recht stark ruckelte, in Verbindung mit dem kaum vorhandenen 3D-Effekt war dies wohl die überflüssigste OutRun Fassung überhaupt. 

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Turbo OutRun (1989)

Turbo OutRun ist eine überarbeitete Fassung des Originals. Die größte Neuerung ist der Turbo Knopf, der für eine immense Beschleunigung sorgt. Zusätzlich hat man die Grafik überarbeitet und bot nun dynamisches Wetter und Tag-Nacht-Wechsel. Das Auto wurde auch ausgetauscht, statt in einem Testarossa fährt man nun einen F40 und – ebenfalls neu - auch noch gegen einen Gegner. Weggefallen sind die wählbaren Strecken, man fährt immer die gleiche Route von New York nach Los Angeles. Während der Fahrt kommt man an 3 Checkpoints vorbei, an denen man sich neues Equipment aussuchen kann. Da gab es einen neuen Motor, einen besseren Turbo oder Reifen. Neben der großen Schwäche in Form der vorgegebenen Strecke, war auch die Steuerung nicht mehr so gut wie beim Original und der Turbo schlichtweg überflüssig.

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Umgesetzt wurde das Spiel für das Mega Drive, in einer extrem abgespeckten Fassung. Genauso schlecht waren die Umsetzungen für das C64, Armstrad, Sinclair, Amiga und für den PC.

Battle OutRun (1989)

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Wieder einmal bekam das Master System eine eigene Fassung. Ende der 80er brachte Taito Chase HQ in die Spielhalle. Ein Rennspiel, bei dem man ein Undercover Cop ist, der Gangster einholen und von der Straße rammen muss, bevor die Zeit vorbei war. Battle OutRun war nichts anderes und hatte mit dem original OutRun eigentlich gar nichts mehr zu tun. Man rast über öde Strecken, die mit nervigen Hindernissen und Sprungschanzen vollgepackt sind und sucht das Zielobjekt. Zwischendrin fährt man in bester Knight Rider Manier in einen Truck und kann seinen Ferrari tunen. Das ist eigentlich das einzige Highlight des Spiels. Battle OutRun kam schon damals sehr schlecht an und ist heute nur noch ein Sammlerobjekt.

 OutRun Europa (1991)

Wieder ein OutRun, das eigentlich kein OutRun ist. Produziert wurde es von U.S. Gold und sie holten sich nur die Namensrechte von Sega. Spieltechnisch ist es eine quasi-weiterführung von Battle OutRun. Man ist wieder auf Ganovenjagd, jetzt quer durch Europa. Diesmal fährt man nicht nur Auto, sondern ist auch auf einem Motorrad und einem Jet-Ski unterwegs. Die Motorradabschnitte spielen sich extrem schlecht, die Jet-Ski Szenen sind zwar interessant, jedoch die Kämpfe gegen Hubschrauber recht unfair. Die Autoabschnitte sind noch das beste, aber da man nicht in einem Ferrari unterwegs ist, macht das keinen Spaß. Grafisch präsentiert sich das Spiel zwar vor allem auf dem Master System erstaunlich gut, aber dafür ist es recht langsam.
Später erfolgten noch genauso schlechte Umsetzungen für den Game Gear, Amiga und C64

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OutRunners (1992)

Zurück in die Spielhalle. Nach den ganzen miesen Konsolenfassungen, hat AM2 wieder die Steuerung übernommen und 1992 einen neuen Teil der OutRun Reihe veröffentlicht, auch wenn Yu Suzuki das Ganze als eher inoffiziell bezeichnet, denn für ihn gab es bislang nur 1 OutRun. OutRunners ist aber in der Tat ein würdiger Nachfolger, der wieder alles richtig macht. Es lief auf Segas neuer Multi 32 Hardware und war visuell dementsprechend genial. Auch gab es eine Linkfunktion, um 4 Automaten zu verbinden, so dass 4 Spieler gleichzeitig antreten konnten. Man konnte nun wieder das Fahrzeugwählen. Zwar hatte man keine Lizenzen und die Wagen trugen deshalb Bezeichnungen wie Speed Buster oder Bad Boy, waren aber natürlich realen Autos, wie dem Testarossa, Fiat 500 oder Lamborghini Diablo, nachempfunden. Zurück war auch wieder die Wahl der Strecke, wobei man sich schon ganz am Anfang entscheiden muss, ob man die westliche oder östliche Karte nimmt. Dadurch werden auch doppelt so viele Strecken wie in OutRun geboten. Neben der wählbaren Musik, wobei es neben den Originalsongs auch noch einige neue gab, gibt es auch einen Radiomoderator. Wohl als Tribut an die Blues Brothers heißt dieser Jake Elwood und gibt Kommentare über den Fahrer und die Strecke ab.

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Eine Umsetzung erfolgte auf das Mega Drive. Diese wurde von Data East gemacht und ist recht misslungen. Das System war gar nicht in der Lage, die Grafik des Automaten wieder zu geben und so musste das alles vereinfacht werden. In einem Versuch auch noch einen Multiplayer einzubauen, hat man einen permanenten Split-Screen, welcher der Übersicht sehr abträglich ist. Die Steuerung ist im Gegensatz zum Automaten auch misslungen.

OutRun 2019 (1993)

Dieses Spiel sollte ursprünglich unter dem Titel Cyber Road für das Sega/Mega CD erscheinen. Produziert wurde es von Sims Co. und nach kurzer Zeit wurde die Entwicklung auf das Mega Drive verschoben und sollte nun Junkers High heißen. Sega sah wohl Potential in dem Titel und vergab kurzerhand mal wieder die Namensrechte und so kam es dann 1993 als OutRun 2019 in den Handel. Wie man an der Jahreszahl schon sieht, geht es nun in die Zukunft. Man fliegt über futuristische Strecken, die keine Begrenzung haben, man fällt also recht leicht runter. Aus Turbo OutRun hat man die Turbofunktion übernommen, allerdings aktiviert sie sich hier automatisch, sobald man eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat. Das Spiel ist an sich gar nicht so schlecht, hat aber eben mit dem originalen OutRun nicht viel zu tun, es ist sehr einfach und kurz. Im Rahmen der Play TV Legends, wurde das Spiel 2005 wieder veröffentlicht.

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OutRun 2 (2003)

10 Jahre nach dem letzten Teil brachte Sega nun den ganz offiziellen 2. Teil der Reihe heraus. Yu Suzuki hat wieder persönlich daran gearbeitet und das merkt man zu jeder Sekunde. OutRun 2 spielt sich wie OutRun, sieht aus wie OutRun, klingt wie OutRun und ist dementsprechend gut. Das Spiel war auch das erste, das eine offizielle Lizenz von Ferrari bekam und so hat man die Wahl unter 8 Wagen des italienischen Herstellers. Neben dem Multi Player Modus gab es auch 3 Single Modi. Der normale OutRun Modus, den Heart Attack, bei dem man verschiedene Aufgaben durchführen muss und den Time Attack Modus.

Kurze Zeit später veröffentlichte man OutRun 2 SP. Wieder in der Spielhalle, war es eine erweiterte Fassung, die 15 neue Strecken bot. Daneben hat man nun Rivalen eingebaut, das sind keine direkten Gegner, aber man bekommt Punkte gut geschrieben, wenn man sie überholt. Eine weitere Neuerung war der Slipstream. Im Windschatten anderer Fahrzeuge wurde man nun wesentlich schneller.
OutRun 2 wurde später für die Xbox umgesetzt. OutRun 2 SP wurde unter der neuen Bezeichnung OutRun 2 Coast 2 Coast für die PS2, Xbox und den PC umgesetzt. Ein Review dazu gibt es auf dieser Seite.

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Letzte Aktualisierung ( 04.07.2007 )
 
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