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Auch wenn gerade während der 16-Bit Zeit damit geworben wurde, fanden viele gelungene Spielautomaten nie den Weg ins Wohnzimmer. Einige dieser Spiele werden hier nun präsentiert: Golden Axe – The Revenge of Death Adder (Sega, 1992) Dies ist der beste Teil der Golden Axe Saga, mit einer zur damaligen Zeit unglaublich prächtigen Grafik, gelungenem Gameplay, neuen Charakteren und der Möglichkeit z.b. Rettiere und Waffen zu kombinieren. Dies hauchte der Serie neues Leben ein. Sicher wäre das Mega Drive damit überfordert gewesen, aber das 32X hätte die nötigen technischen Voraussetzungen gehabt. Trotzdem brachte Sega dieses Spiel nie auf ihren Konsolen heraus. Stattdessen wurde man mit den völlig miesen Nachfolgern Golden Axe 3 und The Duell abgespeist. Wirklich schade. 
Bucky O’Hare (Konami, 1992) Das Spiel basiert auf der gleichnamigen Zeichentrickserie. Auf dem NES gab es einen Titel diesen Namens, das aber nichts mit der gelungenen Automatenversion gemein hat. Spielerisch handelt es sich um einen recht einfacher Sidescroller, in dem man mit Bucky oder einem anderen Crewmitglied gegen die bösen Frösche kämpfen muss, die die Bewohner eines Planeten gefangen halten. Ähnlich wie bei Golden Axe verhinderten wohl der Umfang und die Grafik eine Konsolenumsetzung. 
The Simpsons (Konami, 1991) Die Simpsons waren Anfang der 90er unglaublich erfolgreich. Erfolgreiche Filme oder Serien führen ja immer zu zahlreichen Umsetzungen in andere Medien und so gab es viele Videospiele, die allesamt aber eher dürftig waren. Einzig dieser Automat stach mehr als positiv hervor. Spielerisch ein Sidescroller, konnten es sogar 4 Spieler gleichzeitig spielen was den Spielspaß noch um ein vielfaches erhöht hat. Das einzige, was eine Konsolenumsetzung verhindert hat, war die Tatsache das Acclaim exklusiv Konsolenspiele für die Simpsons veröffentlichen durfte. Shit happens.. 
Blood Storm (Strata, 1994) Gut, man möchte nun sagen, das es Beat ’em Ups auf Konsolen wie Sand am Meer gibt, aber manchmal ist mehr eben besser. Vor allem wenn sie so gelungen sind wie Blood Storm. Jeder Kämpfer hat eine Waffe die er zusätzlich einsetzen kann. Es bietet auch gelungene Ideen, wie die Möglichkeit die Special Moves besiegter Gegner zu übernehmen. Auffällig ist natürlich der extrem hohe Gewaltgrad. Blood Storm trägt seinen Namen glücklicher nicht zu unrecht. An jeder Ecke spritzt schön viel Blut, man kann dem Gegner Arme und Beine ausreißen und sie zerstückeln. Mortal Kombat wirkt dagegen wie ein lahmer Kindergeburtstag und deshalb finde ich es sehr schade, dass dieses Spiel nie auf einer Konsole veröffentlicht wurde. -01.gif)
Sonic the Hedgehog Arcade (Sega, 1993) 1991 veröffentlichte Sega das erste Spiel mit ihrem neuen Maskottchen und eroberte sofort die Videospielewelt. Jedes Jahr brachte man ein neues Sequel raus. 1993 enterte man die Spielhalle mit einem innovativen Sonic und dann gab es davon nie eine Umsetzung für eine Konsole. Im Gegensatz zu den bisherigen Sonic Teilen, war dieser nicht in 2D sondern verwendete eine isometrische 3D-Perspektive und gesteuert wurde Sonic mit einem Trackball was neue Möglichkeiten eröffnete. Grafisch war es nicht sonderlich anspruchsvoll, es sah gut aus, aber selbst das 32X hätte man damit nicht überfordert und den Saturn sowieso nicht. Es ist deshalb schon erstaunlich das dieser Teil in der Spielhalle blieb und es ist auch irgendwie schade. Sicher könnte man sich einfach das Rom runterladen und es in Mame auf dem PC spielen. Könnte man, wenn dieses Spiel nicht einen Schutzmechanismus hätte, der bis heute nicht geknackt wurde… 
Black Tiger (Capcom, 1987) Capcom ist ja bekannt dafür, ab und zu richtig geniale Spiele zu veröffentlichen. Lange bevor sie mit Street Fighter 2 weltberühmt wurden, stellten sie diesen Automaten in die Spielhalle. Nur in die Spielhalle. Es sieht aus wie ein ganz gewöhnliches 2D Actionspiel in der Art von Ghouls n’ Ghosts mit vielen Gegnern, noch mehr Waffen und riesigen Endgegnern. Neben all der Action gab es noch einen leichten Rollenspieleinschlag, man konnte sogar Gegenstände kaufen. Wirklich schade, das dies kein Launch-Titel für das Mega Drive wurde… 
WWF WrestleFest (Technos, 1991) Wrestlingspiele erfreuen sich ja gerade auf Konsolen immer größerer Beliebtheit. Wie immer ist die WWF (heute WWE) die zugkräftigste Lizenz und Anfang der 90er als der Wrestlingboom durch die Welt ging, wurden zahlreiche mehr oder weniger gute Spiele veröffentlicht. 1991 erschien auf den 16-Bittern das sehr enttäuschende Super Wrestlemania und in der Spielhalle das sehr geniale WrestleFest. Beide mit der WWF Lizenz ausgestattet und den Superstars die damals am beliebtesten waren. Zur damaligen Zeit bot das Spiel einige interessante Features, neben dem Royal Rumble konnte man auch in einem Tag Team um den Titel kämpfen, hierbei ging es auch in den Stahlkäfig. Ein Feature das damals noch nicht wirklich in Wrestlingspielen genutzt wurde. 
Ajax (Konami, 1987) Gut, auch bei Ajax könnte man sagen, das eine Konvertierung nicht zwingen nötig gewesen wäre, gab es doch auf allen Konsolen der 8- und 16-Bit Ära genügend gute Shooter. Trotzdem wäre dieses Spiel z.b. auf der PC Engine sicher sehr gut angekommen. Viele gute Vertikal Shooter gab es da nicht und Ajax wäre sicher mehr als erfolgreich geworden, bot es doch ein extrem schnelles und gutes Gameplay, gepaart mit exzellenter Grafik. Auch in der 16-Bit Zeit hätte dies gut ausgesehen und hätte sich nicht hinter Konkurrenten wie Thunderforce verstecken müssen. 
Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl an guten Automatenspielen die nie konvertiert wurden. Es finden sich noch hunderte weitere toller Titel. Meistens scheitert eine Umsetzung einfach an den limitierten technischen Fähigkeiten der damaligen Konsolen. Teilweise hat man aber auch den Eindruck, die Entwickler hätten diese Titel schlicht vergessen. Selbst heutzutage tauchen sie nicht in den zahlreichen beliebten Classic Collections auf. Aber vielleicht geben sich eines Tages die Entwickler ja doch einen Ruck. Bis dahin muss man wohl auf MAME ausweichen.
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