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Communist Mutants from Space PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
25.06.2009

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In den 80ern tobte der kalte Krieg und gerade zu jener Zeit war Propaganda angesagt. In Film und Fernsehen wurde gegen den Kommunismus gewettert und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Videospiele davon betroffen waren. Obwohl das zu jener Zeit, als Videospiele noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen steckten, doch verwundert.

 

Die Handlung ist einfach: Die bösen kommunistischen Aliens vom Planeten Rooskie (Das ist doch mal einfallsreich) greifen an und man muss seinen Heimatplaneten verteidigen.

Mehr braucht ein Shooter an Geschichte nicht, zumal sich dieses Spiel auch noch recht stark an Space Invaders anlehnt. Allerdings wird dieses Spielprinzip stark erweitert und verbessert.

 

Um das Spiel überhaupt richtig nutzen zu können, braucht man einen Supercharger. Ein Peripheriegerät, das von Starpath entwickelt wurde und nur von Starpathspielen genutzt wird. Der Supercharger erweitert dass Atari 2600 in erster Linie um monströse 6KB Ram, die sich auch direkt in besserer Grafik und Sound niederschlagen. Da die Spiele auf konventionellen Kassetten erschienen sind, benötigt man noch ein Abspielgerät und so entstehen leider auch Ladezeiten, zum Glück sind diese aber relativ gering.

Hinter Entwickler Starpath verbirgt sich Arcadia, die sich 1981 einfach mal umbenannt haben.

 

Das Spiel zeigt nach dem Start erstmal ein Hauptmenü. Ja, ein richtiges Hauptmenü, wo man verschiedenste Einstellungen vornehmen kann und das war zur damaligen Zeit noch etwas Besonderes. So kann man die Anzahl der Spieler (1-4) sowie den Schwierigkeitsgrad (Ganze 9 Stufen gibt es) einstellen. Weiterhin kann man verschiedenste Spieloptionen wählen. Soll der Schuss steuerbar sein oder diagonal fliegen? Soll der Schuss nur ein Ziel treffen und dann verschwinden oder ein erstes zerstören und dann noch ein mögliches zweites treffen? Aktiviert man die Schildoption, kann man sich durch einen Druck des Joysticks nach unten für einen kurzen Augenblick unsichtbar machen, allerdings nur einmal pro Level. Das gleiche gilt für den Warp, der dafür sorgt, dass sich alles bis auf das eigene Raumschiff langsamer bewegt – das Spiel bietet also quasi Bullett Time gute 15 Jahre bevor das überhaupt populär wurde. 

 

Hat man seine Einstellungen getroffen, startet die erste Stage. Am unteren Bildschirm hat man das eigene Raumschiff, etwas entfernt darüber sind kleine Blöcke. Das sieht aus wie bei Breakout,  sollen aber scheinbar Alieneier sein. Nach einiger Zeit werden daraus die Mutantenaliens, die sich wagemutig und das Feuer eröffnend auf das Raumschiff des Spielers stürzen. Direkt über diesen Blöcken befindet sich ein weiteres, größeres Mutantenvieh, wohl die Muttermutantin, die fleißig weitere Blöcke wirft. Es ist also das Ziel erstmal diese zu beseitigen und sich dann um die kleineren Monster zu kümmern. Das Ganze ist leichter gesagt als getan, wenn man ständig von allen Seiten angegriffen wird.

 

Zum Glück ist die Steuerung ansonsten recht einfach. Links und Rechts zum steuern und die Taste zum schießen. Hat man alle Gegner weggeräumt (oder haben sie sich selbst vom Bildschirm gestürzt) endet die Stage und man kommt in die nächste. Diese ist genauso aufgebaut wie die erste, aber natürlich wird das Spiel immer schneller.
Wählt man vor Spielstart einen hohen Schwierigkeitsgrad, sieht man sich nach 3-4 Stages höllisch schnellen Mutanten gegenüber, die sich in großer Zahl (meist 5-6 auf einmal) auf den Spieler stürzen und aus allen Rohren feuern.

Ein Treffer und das eigene Raumschiff ist kaputt und man hat nur 4 Extraleben, danach ist schluss.

 

Dank dem Supercharger sieht das Spiel tatsächlich gut aus. Die Monster sind abwechslungsreich und detailreich designed. Selbst mit mehreren flackert nichts, das Bild bleibt immer scharf und das Tempo immer recht hoch.

Auch die Soundeffekte sind um einiges besser als bei konventionellen Atari 2600 Spielen. Das Schussgeräusch klingt gut und es gibt verschiedenste weitere Geräusche, etwa wenn die Mutanten angreifen oder das eigene Raumschiff zerstört wird

 

Communist Mutants from Space hat einen trashigen Namen und ein Schachteldesign als wäre es ein B-Film. Schon allein das ist klasse. Das Gameplay ist aber super und lässt Space Invaders meilenweit hinter sich. Auch heute macht dieses kleine Spiel noch Spaß und ist vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden eine Herausforderung.

 

Publisher: Starpath

Developer: Starpath

Erscheinungsjahr: 1982

Erschienen für: Atari 2600

Anzahl Spieler: 1-4

Schwierigkeitsgrad: Wählbar

 

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound8/10
8/10
Gameplay 8/10

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