|
Willkommen im Spukaus Willkommen zum ersten Survival Horror Spiel der Videospielgeschichte. Lange Jahre, bevor Resident Evil dieses Genre neu belebte, war es Atari, welche dieses überhaupt erst erfand.
Die Handlung ist simpel: Im Spukhaus ist man auf der Suche nach einer Urne. Das Spukhaus macht seinem Namen alle Ehre, gruseln dort ja sowohl eine Fledermaus als auch eine Riesenspinne und der Geist des ehemaligen Hausbesitzers Zachary Graves durch die düsteren Räume.
Nun mag die Bezeichnung Horror gerade aus heutiger Sicht weit hergeholt sein, denn gruselig ist das Ganze nicht. Geist, Fledermaus und Spinne sehen auch eher comichaft aus und außer einiger Balken, die als Mauern dienen, findet sich nur noch der Spieler in der Landschaft wieder. Die Spielfigur selbst, besteht auch nur aus 2 Augen, die durch die Räume wuseln.
Ausgestattet ist man am Anfang mit nichts außer Streichhölzern, mit denen man einen kleinen Lichtschein werfen kann und so sieht, was auf dem Boden herumliegt. So findet man alsbald ein Zepter, mit dem man sich gegen die drei Gruselwesen zur Wehr setzen kann. Ansonsten bedeutet das Aufeinandertreffen nicht den sofortigen Tod, aber eben den Verlust eines Lebens. Leider kann man nur einen Gegenstand gleichzeitig mitnehmen, es gibt aber neben dem Zepter noch den Schlüssel, der verschlossene Türen öffnet. Die Teile der Urne, die verteilt auf den insgesamt vier Stockwerken (mit jeweils sechs Räumen) sind, nehmen dagegen keinen Platz im Inventar ein.
Spielerisch ist Haunted House eine Mischung aus Adventure und Pac-Man, da man eben ohne Zepter immer auf der Flucht vor den Feinden ist. Hat man die Urne komplett zusammengesetzt, muss man noch zum Ausgang flüchten. Dann ist Level eins beendet. Insgesamt gibt es neun Levels, die aber alle im gleichen Haus spielen. Der Schwierigkeitsgrad steigt aber kontinuierlich an. So werden die Geister schneller, der Schlüssel wird immer wichtiger oder man verliert alle Gegenstände, wenn man beispielsweise von der Fledermaus erwischt wird und die Gegenstände werden dann zufällig irgendwo im Haus platziert. Für Experten kann man an der Atari 2600 Konsole auch den Schwierigkeitsschalter umlegen und erlebt Haunted House im Advanced Modus wo die Wände nicht mehr dargestellt werden solang man kein Streichholz angezündet hat. Zu viele Streichholzer darf man aber auch nicht verwenden, denn das schlägt sich negativ auf die Punktezahl aus.
Grafisch ist das wie gesagt eher simpel, aber zumindest sehen die Gegner recht nett aus. Die Soundeffekte sind das typische Gepiepse, immerhin aber gibt es Musik, wenn man mit der Urne aus dem Haus flüchten konnte. Das Titellied der Twilight Zone wird angespielt. Das ist nett.
Haunted House war zur damaligen Zeit sicherlich eine Revolution, da es eben ein bis heute beliebtes Genre begründete. Sicher sieht es nicht mehr hübsch aus und gruselig ist es erst Recht nicht aber die Jagd nach der Urne macht auch heute noch Spaß, schließlich hab ich das Spiel erst jetzt im Jahr 2008 überhaupt das erste Mal gespielt und ich fand es schön.
Publisher: Atari Developer: Atari Erscheinungsjahr: 1982 Erschienen für: Atari 2600 Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
 
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
Im Forum kommentieren |