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Pac-Man muss man eigentlich niemandem mehr vorstellen. Neben Pong, Space Invaders, Frogger, Breakout, Centipede, Donkey Kong, Asteroids, Defender und Breakout gehört es zu den 10 klassischen Arcadegames die jeder, der sich selbst Videospielefan nennt gespielt haben muss. MUSS! Es führt kein Weg daran vorbei. Bis heute wird der gelbe Pillenmampfer immer wieder auf allen Konsolen umgesetzt, sei es in modernen Varianten, als Jump n‘ Run oder was auch immer. Auch in den 80ern war das der Fall. Atari schnappte sich die Lizenz von Capcom und man beauftrage Tod Frye mit der Erstellung des Spiels. Die gute alte Zeit, wo ein Spiel noch von einer Person programmiert werden konnte. Atari wollte das Spiel rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Läden sehen, das klappte aus zeitlichen Gründen nicht und so dachte man nach, eine Prototypversion zu veröffentlichen. Zum Glück sah man von diesem Vorhaben doch ab und das Spiel kam im März 1982 in den Handel. 12 Millionen Cartridges produzierte man, obwohl sich das Atari 2600 bis dahin „nur“ 10 Millionen Mal verkauft hat. Man dachte tatsächlich, dass Pac-Man so eine starke und zugkräftige Lizenz ist, das sich sicher 2 Millionen Menschen finden werden, die nur wegen diesem Spiel die Konsole kaufen. Vielleicht hätte das auch geklappt, wenn man eine ordentliche Version des Spiels veröffentlicht hätte. Denn was damals in die Geschäfte kam, wirkte eher wie ein schlechter Pac-Man Klon. Das grundsätzliche Gameplay ist noch vorhanden. Ein Labyrinth voller Pillen die man einsammeln muss, gleichzeitig muss man sich vor den 4 Geistern in Acht nehmen. Bei der Grafik wird man erstmal schockiert, denn die sieht eher wie ein Atari Launchtitel aus. 3 Jahre später, als die Spiele grafisch wesentlich besser waren, wurde man nun mit so einer Hässlichkeit beleidigt. Das Labyrinth sieht nicht wie das originale Pac-Man Labyrinth aus, was aber nicht so schlimm ist. Das alles in brauner Farbe gehalten ist, sieht aber nicht schön aus. Wesentlich schlimmer ist das extreme Geflacker. Technisch hat man es nicht auf die Reihe gebracht, alle 4 Geister gleichzeitig darstellen zu lassen, so wird bei jedem Bildaufbau immer ein anderer Geist gezeigt, die anderen 3 verschwinden derweil. Teilweise ist das so übel, das man in einen Geist fährt, weil man ihn schlichtweg nicht gesehen hat. Das macht das Spiel herausfordernder, aber auch frustrierender. Das die Geister und Pac-Man nicht gerade schön aussehen, versteht sich von selbst. Aus den Pillen wurden rechteckige braune Kisten und statt Kirschen und Erdbeeren gibt als Bonusgegenstand ein braun-gelbliches etwas (Im Handbuch wird es als „Vitamine Box“ bezeichnet). Es versteht sich von selbst, das man Level für Level das gleiche Labyrinth sieht, dieses ist ganz ok zu spielen, es ist aber schon gewöhnungsbedürftig, das die Fluchttunnel oben und unten sind und nicht an den Seiten, denn so ist man näher an dem Quadrat aus dem die Geister kommen. Das es keinen bzw. kaum Sound gibt, ist auch klar. Es piepst ein bisschen und das war es. Das Pac-Man Lied hört man natürlich nicht. Am Ende war Pac-Man für Atari ein riesiger Flop und das zu Recht, zwar konnte man 7 Millionen Cartridges verkaufen, aber der Frust der Käufer war enorm und viele tauschten das Spiel wieder prompt um. Das auch zu Recht, denn während in Grundzügen noch das Pac-Man Gameplay vorhanden ist, macht es vor allem auf Grund des extremen Geflackers keinen großen Spaß. Auch die Steuerung ist nicht 100% gelungen sondern etwas hakelig. Als Sammlerobjekt ist die Cartridge vielleicht ganz nett, nur damit man sagen kann „Ich hab es“ aber mehr auch nicht. Atari brachte nur ein Jahr später mit Ms. Pac-Man eine wesentlich bessere Version heraus und da man heutzutage auch überall originalgetreue Arcadeumsetzungen spielen kann, hält man sich auf dem Atari 2600 wohl am ehesten an gameplayähnliche Spiele wie Mouse Trap Publisher: Atari Developer: Atari Erscheinungsjahr: 1982 Erschienen für: Atari 2600 Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 5/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 3,5/10 | | Gameplay | 3/10 |
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