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Wenn uns die Film- und Spieleindustrie eines gelehrt hat, dann, das Roboter eine gute und nützliche Idee sind, aber generell immer als böse Widersacher enden, ob Westworld, Terminator oder eben das hier besprochene Robot Tank. Roboter sind böse. Robot Tank erschien 1983 und spielt im damals weit entfernten Jahr 2019, was jetzt nur noch ein paar Jahre entfernt ist aber genauso wie 2029 wohl kaum so dramatisch werden wird. Die Nation (gemeint ist wohl mal wieder USA) sind Computergesteuert, was auch das Militär einbezieht, Menschen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle in der Überwachung des Staates, was auf den ersten Blick genial wirkte – bis die Roboter eine Revolte starteten und an der Westküste Panzer nicht mehr auf die Menschen hörten sondern eigenen Befehlen folgten. Da die Panzer gefährlich sind und alles zerstören und auf den Weg Richtung Santa Clara (Activision war damals dort beheimatet) sind, muss nun der Spieler mal wieder zur Rettung einspringen. Die Handlung klingt schon etwas nach Terminator und Skynet, das Spiel wiederum ist eine sehr starke Kopie von Battlezone. Aber wie immer versucht Activision noch etwas simulationslastiger an die Sache zu gehen. Man startet das Spiel und befindet sich in einem Feld mit bergiger Umgebung, das ganze wird wie bei Battlezone aus der First Person Ansicht gesteuert und man hat nur ein Fadenkreuz als Zielhilfe. Man rollt über das Feld und beachtet den Radar, der feindliches Gefährt, die Robot Tanks, anzeigt. Man fährt darauf zu, weicht deren Geschosse aus und versucht sie selbst zu zerstören. Klingt soweit recht simpel und ist auch simpel, zumal man eben nur den Joystick zu Steuerung und eine Taste zum schießen hat. Aber ähnlich wie bei Enduro mag Activision einfach andere Wetterbedingungen und Tageszeiten. Es wird dunkel und man sieht nichts mehr. Haben Panzer wirklich keine Beleuchtung? Wenn es dann noch nebelig wird ist man quasi nur noch auf seinen Radar angewiesen und hofft, den feindlichen Geschossen noch ausweichen zu können. Regen ist auch eine fiese Wettereigenschaft und erschwert das sehen ebenso, während man bei Schnee und Eis hilflos rumrutscht und kaum navigieren kann. Meist sieht man den feindlichen Panzer erst, wenn man kurz vor diesen rollt. Aber das macht die Spannung von Robot Tank aus, das geschickte Nutzen des Radars und das Ausweichen des Feindfeuers in letzter Sekunde. Man kann natürlich auch defensiv spielen und hoffen, das Wetter ändert sich wieder, denn bei klarer Sicht am Tag hat man es am einfachsten, das ist aber auch sehr langweilig. Steckt man einen Treffer ein, bedeutet das nicht immer den Verlust eines Lebens, stattdessen kann es auch sein, das einfach das Radar ausfällt oder der Bildschirm Aussetzer hat, werden die Ketten beschädigt kriecht man wie eine Schnecke über das Schlachtfeld und wenn die Kanone beschädigt wird, kann man nur noch alle paar Sekunden einen Schuss abgeben. Wird der Panzer komplett zerstört, verliert man ein Leben. Weitere Bonusleben erhält man durch das zerstören einer kompletten Panzerstaffel (10 Gegner). Ich habe nicht wirklich verstanden, wie oder aufgrund welcher Situation der Panzer nicht komplett zerstört wird sondern nur eine der 4 Systeme. Grafisch werden genauso wie bei der Atari 2600 Battlezone Version Rastergrafiken eingesetzt und es sieht sich recht ähnlich. Die Panzer sind pixelig aber zumindest als solche erkennbar, der Tag- und Wetterwechsel ist nett gemacht und erinnert genauso wie die Panzerexplosion an Enduro. Grafisch sehr nett umgesetzt ist die Explosion des eigenen Panzers mit einem bunten Grafikfeuerwerk der „mein Fernseher explodiert gerade“-Klasse. Die Soundeffekte sind gut gelungen, das Schussgeräusch klingt gut und die Explosionen zumindest auch ein wenig brachial. Musik gibt es natürlich keine. Wenn man bedenkt, dass Robot Tank fast 30 Jahre ist, muss man schon erstaunt sein, über die Features. Der Panzer wird beschädigt, das Wetter ändert sich und die feindlichen Panzer verhalten sich aggressiver. Wenn man über die technischen Limitierungen hinweg sehen kann, macht Robot Tank auch heute noch viel Spaß und ist eben doch kein simples „Hab ich schnell durch“-Spiel. Für Atari 2600 Besitzer, auf jeden Fall ein Must-Have. Publisher: Activision Developer: Activision Erscheinungsjahr: 1983 Erschienen für: Atari 2600 Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 6/10 | 8/10 | | Gameplay | 7/10 |
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