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Ein Kernforscher des CERN (Schweiz), der sich nebenbei noch mit Theologie beschäftigt wird tot aufgefunden. Und so ergibt sich auch schon eines der Themen dieses Buches: Der Zwiespalt Religion/Wissenschaft, aber dazu später mehr. Nun, der Tod an sich wäre ja sicher nicht so mysteriös – hätte dieser Forscher nicht ein Ambigramm der ILLUMINATI in seiner Brust eingebrannt. Außerdem hat er sich ja mit Antimaterie beschäftigt – und dass das nichts gutes verheißt, ahnt man recht schnell. Die Tochter des Toten und der eingeflogene Illuminatenexperte Robert Langdon machen sich dann allsbald an die Recherche, um was es gehen könnte. Die Papstwahl steht bevor. Die in Frage kommenden Kardinäle versammeln sich im Zentrum der katholischen Kirche – Vatikanstadt. Und genau hier drohen die Illuminati damit, dass die Antimaterie verheerendes anrichten soll, ein Behälter damit wurde versteckt. Um zusätzlich zu zeigen, wie mächtig die Illuminati sind, werden von einem Assassinen 4 Kardinäle, die gute Aussichten gehabt hätten, Papst zu werden, entführt. Doch Langdon kommt ihm auf die Spur, so wird der erste Kardinal zwar mit Erde erstickt und ihm EARTH als Ambigramm eingebrannt, aber nach und nach entspinnt sich ein wilde Verfolgungsjagd, deren Ende hier natürlich nicht verraten wird. Dan Brown ist ja den meisten ein Begriff, seine Romane führen die Bestsellerlisten an. Am bekanntesten ist wohl das inzwischen verfilmte „Sakrileg“. Warum verkaufen sich seine Bücher so gut? Nun, Brown versteht es eben mystische, geheimnisvolle Elemente wie die Illuminati mit wissenschaftlichen Themen zu kombinieren. Das Ganze eben sehr spannend. Wo ein Michael Crichton versucht alles bis ins kleinste Detail zu begründen, lässt ein Dan Brown eben Lücken – was dem Ganzen doch sehr gut tut. Illuminati ist einerseits lesenswert, weil man so nebenbei mal erfährt wie die Konklave abläuft. Dann ist dieser Zwiespalt Wissenschaft /Religion ganz interessant, weil Brown eben nicht belehrt, sondern versucht beide Seiten darzustellen, was ihm zumindest ansatzweise ganz gut (wenn auch oberflächlich) gelingt. Die Charaktere sind recht glaubhaft, Sätze wie „Die Medien sind der rechte Arm des Terrorismus“ bleiben schon hängen – das ist schon fast dreist, wie der Auftragskiller die Medien für sich benutzt. Der Roman selbst liest sich flüssig und spannend, das ist die perfekte Unterhaltungsliteratur – nur bei dem Ende ist es ein bisschen mit Brown durchgegangen und er versucht ständig noch einen drauf zu setzen, was dem Buch nicht wirklich gut tut. Aber trotzdem eine Empfehlung. 7/10 Titel: Illuminati Autor: Dan Brown Übersetzer: Axel Merz Verlag: Bastei Lübbe Originalausgabe: Angels & Demons Erscheinungsjahr: 2000 Seitenanzahl: 701
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