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1972 erschien dieses Buch, dessen Hauptcharakter schon 15 Jahre später ein Synonym für Action wurde. Rambo ist als Begriff mittlerweile in die Sprache übergegangen und wird sogar in Wörterbüchern geführt, als Synonym für einen besonders aggressiven Menschen. 1982 wurde das Buch verfilmt, der Film ist Kult und doch ist es erstaunlich, das im Vergleich zum Buch der Film eher harmlos und friedlich wirkt und dies, obwohl man Hollywood ja gerne vorwirft, immer nur auf Action und Explosionen zu setzen. Das Buch unterscheidet sich teilweise sehr drastisch von der Verfilmung und so ist es auch für Leute interessant, die jenen Film schon zigfach gesehen haben, so wie ich. John Rambo ist der Vietnamkriegsveteran, der zu den besten zählt und mittlerweile wieder zuhause in den USA ist. Er streift durchs Land und es wird ihm schnell klar, das er mit dieser Welt nicht mehr zu Recht kommt oder diese ihn einfach nicht akzeptieren will. In zig Städten bekam er Ärger mit der Polizei, obwohl er einfach nur was essen wollte. Als er in die 16. Stadt kommt, ein verschlafenes Dorf namens Madison in Kentucky, beschließt er, dass er sich nicht mehr so behandeln lassen will. Teasle, der örtliche Polizeichef denkt natürlich ganz anders darüber und auch will diesen verlumpten Menschen der ja nur Ärger bedeuten kann, aus der Stadt werfen. Was dann folgt, kann man am besten einen Krieg nennen.. Während im Film Rambo die sympathische Hauptfigur ist, die nach ungerechter Behandlung flieht und verfolgt wird, wird im Buch schnell klar, dass es hier keine positive Figur gibt. Rambo ist die gnadenlose Kampfmaschine, wie sie erst ab dem zweiten Film gezeigt wurde. Kein Mitleid, keine Gnade und das ist auch für Teasle, ein Veteran aus dem Koreakrieg, das Motto. Rambo flieht in den Wald, verfolgt von der Polizei, die aber unerfahren ist und viele Fehler macht, die ausgenutzt werden. So findet sich Teasle bald umgeben von Leichen, ihm gelingt die Flucht und dann tritt die Nationalgarde aufs Feld und Colonel Trautmann, der Rambo zu dem machte, was er ist, taucht auf. Er hilft Teasle und will seinen ehemaligen Schützling ebenfalls stoppen. Recht spannend wird vor allem die Jagd geschildert und den Überlebenskampf, den Rambo schon bald führen muss. Umgeben vom Kampf muss er sich auf all seine Talente verlassen. Teasle indes ist nach seiner erfolgreichen Flucht schwer angeschlagen und kann erst am Ende wieder so richtig ins Geschehen eingreifen, ihm ist klar, dass nur er ihn allein stoppen darf, es ist sein Kampf. An David Morrells Schreibstil muss man sich erstmal ein wenig gewöhnen, man merkt so ein bisschen, das es sein erstes Buch ist. Sein Schreibstil ist recht abgehackt und es ist manchmal recht schwer all den Sprüngen, die zwischen den Charakteren getan werden zu folgen. So sitzt Rambo zuerst noch in einer Höhle voller Fledermäuse fest, dann folgt der Sprung zu Teasle der mittlerweile unter starkem Medikamenteneinfluss vor sich hinfaselt und dann gehts wieder zurück zu Rambo, der sich nun in einem Fahrzeug auf der Straße befindet, erst danach wird recht kurz geschildert, wie Rambo aus der Höhle kam und ein Auto stahl. Trotzdem liest sich das Buch recht gut und flüssig und bleibt immer spannend, da es Morrell gelingt, die Szenarien gut zu beschreiben, wenn auch nicht mit so ausführlichen Details, wie es etwa Tom Clancy machen würde. Insgesamt hat mir First Blood gut gefallen und es so starke Unterschiede zum Film gibt, dass ich nicht schon alles im voraus wusste. Für Fans der Filme wohl schon fast Pflicht, aber auch auf jeden Fall einen Blick wert für alle, die einen spannenden Thriller wollen. Zuletzt noch eine Warnung vor der neuesten Ausgabe des Buchs in der Originalsprache: Hier findet sich unverständlicherweise vor dem eigentlichen Roman ein mehrseitiger Kommentar von Morrell über die Entstehung des Buches, die Figur Rambo und die Filme, aber leider wird da so stark gespoilert, dass es einem fast den Spaß am Buch nehmen kann. Man sollte dies also unbedingt überspringen und erst nach der Geschichte lesen. Titel: First Blood Autor: David Morrell Verlag: Grand Central Publishing Erscheinungsjahr: 1972 Seitenanzahl: 284
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