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Mick Wall schrieb die offizielle Biographie über die vielleicht größte Metalband aller Zeiten. Nach längerer Zeit erschien das Buch nun auch auf Deutsch und wurde von Chris Ingham um 5 Kapitel über Maiden nach Brave New World bis zum Livealbum Death on the Road erweitert. Es fällt sehr schnell auf, dass sich das Buch weniger um die Alben und die Musik dreht, als viel mehr über die Musiker dahinter. Bis zum Debütalbum vergehen schon mal 100 Seiten. Da geht es natürlich zuerst um Steve Harris und darüber, wie er aufwuchs und wie bei allen anderen wird erstmal erzählt, wie er zur Musik kam. Dann geht es zu den Anfängen von Iron Maiden, wo es ja in den 70ern sehr viele Besetzungswechsel gab. Es werden dabei sehr viele Zitate der Musiker verwendet und es scheint so, als kriegt man hier wirklich die ganze Wahrheit präsentiert, warum z.B. Paul Di’Anno aus der Band flog. Schade finde ich nur, dass nicht wirklich erklärt wird, warum Maiden Anfang der 90er nicht mehr die genialen Artworks von Derek Riggs verwendete. Es mit einem „Wir wollten was neues probieren“ abzutun ist etwas zu einfach, zumal die Albumcover seit dem ja wirklich nur noch schlecht sind… Auf die Alben selbst wird nur sehr wenig eingegangen. Die Musiker geben Kommentare zu einzelnen Songs, meist ist das Steve Harris. Auffällig vor allem bei Powerslave ist, das Autor Mick Wall das Album höchst durchschnittlich findet, wogegen Harris sehr stolz drauf ist. Bei den Alben hätte ich mir noch etwas mehr rundherum gewünscht, z.B.: Wie hat die Presse auf die Alben reagiert? Zitate wären da sehr schön gewesen oder Meinungen der Fans, die Verkaufszahlen und Gründe warum spezielle Songs nun als Single ausgewählt wurden. So etwas wäre doch recht interessant gewesen. Stattdessen liest man nur, was man schon weiß: Die Alben der 80er sind genial, danach ging es doch etwas bergab. Bei den Kapiteln von Chris Ingham muss man sich dann auf einen anderen Schreibstil einstellen, beim Dance of Death Album geht dieser auf jeden Song einzeln ein, unterlegt von den Kommentaren der Band. Das ist wirklich sehr interessant. Schade dagegen, dass sich niemand zum Cover äußert. Wäre doch interessant, zu lesen gewesen, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Insgesamt ist Run to the Hills auf jeden Fall ein Muss für jeden Fan von Iron Maiden. Man erfährt sehr viel über die Band und die Entstehungsgeschichte und es gibt sehr viele Bilder, die aber leider in Schwarz-Weiß sind. Titel: Run to the Hills Autor: Mick Wall / Chris Ingham Übersetzer: Klaas Ilse Verlag: Iron Pages Books Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 322
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