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N. Schaffner - Saucerful of Secrets PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
03.06.2006
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Eine Odyssee war sie wahrlich, die Geschichte von Pink Floyd. Eine einzigartige Geschichte einer einzigartigen Band, die vor allem in den 70ern ganz groß war. Dabei sind die 60er Jahre schon fast in den Hintergrund gerückt. Überschattet von der dunklen Seite des Mondes und einer großen Wand. Nicholas Schaffner versucht nun mit seiner Biographie gerade die 60er etwas bekannter zu machen. Die Zeit von Syd Barrett und dem psychedelischen Sound des Debütalbums The Piper at the Gates of Dawn. Mehr als die Hälfte des Buches wird nun über die damalige Clubszene in London und die Entstehung der Band berichtet, wobei wirklich auf jedes kleine Detail eingegangen wird. Es fehlen eigentlich nur noch Auszüge aus dem Tagebuch von Syd. Ist man aus den 60ern heraus, werden die 70er vergleichsweise schnell abgehandelt. Es fällt auf, das Nicholas Schaffner scheinbar ein sehr großer Fan von Syd war und dafür Roger Waters so gut wie gar nicht ausstehen kann. Einige der Kommentare, vor allem wenn es Richtung The Wall und The Final Cut geht, sind schon etwas abfällig. Gut, Saucerful of Secrets ist keine offizielle Biographie, insofern ist diese Subjektivität wohl ok und Waters war ja nun wirklich kein einfacher Mensch, trotzdem wäre es etwas netter gewesen, wenn sich der Autor hier etwas zurückgehalten hätte. Die 80er werden dann etwas ausführlicher, hier geht es natürlich um den Ausstieg Waters, seine Klage über den Bandnamen und wie der Rest weitergemacht hat. Man erfährt auch recht viele interessante Details. Die Originalausgabe des Buchs endet mit den 80ern. Im Zuge der Reunion für Live8 hat man das Buch nun geupdatet. Man hat scheinbar einige Fehler korrigiert, neue Fußnoten eingeführt und generell alles etwas aktualisiert. Hinzu kam noch ein neues Kapitel, das sich um die 90er und die 2000er dreht. Insgesamt gibt es 8 Seiten mit Schwarz-Weiß Bildern. Etwas wenig und ich hätte mir auch ein paar Bilder zwischen den Texten zur Auflockerung gewünscht. Wenn da so oft über diverse Clubs berichtet wird, warum nicht einfach Fotos davon zeigen? Am Ende folgt dann noch eine Discography wo alle offiziellen und nicht ganz so offiziellen Alben mit Songtiteln und teilweise auch den höchsten Chartplatzierungen angezeigt werden. Das ist ein sehr schöner Service. Danach gibt es noch eine Seite mit „Fakten“ sind eigentlich eher Umfragen. Warum ist Dogs of War der schlechteste Song der Band? Eine Sache die ich nicht so ganz verstanden habe.

Insgesamt gesehen ist Saucerful of Secrets ein sehr interessantes Buch, das zumindest die 60er extrem ausführlich beleuchtet. Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass die 70er genauso detailliert beschrieben werden. Diese kommen einfach zu kurz, gemessen an den großen Erfolgen, die Pink Floyd in dem Jahrzehnt erzielt haben. Aber man kann wohl nicht alles haben. Fans von Pink Floyd sollten das Album auf jeden Fall besitzen. Erfolgsfans, die nur Dark Side und The Wall kennen, dürften aber wohl etwas abgeschreckt werden.

Titel: Saucerful of Secrets – The Pink Floyd Odyssey
Autor: Nicholas Schaffner / Michael Heatley (Afterword)
Verlag: Helter Skelter Publishing
Erscheinungsjahr: 1991 (überarbeitet 2005)
Seitenanzahl: 354

Bewertung
6/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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