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„Mr. Bones wusste, dass Willys Tage auf dieser Welt gezählt waren.“ So beginnt Paul Auster die Erzählung über die Abenteuer des Obdachlosen Willy und seines Hundes, Mr. Bones, aus dessen Sicht das Buch geschrieben wurde. Und Willy zeigt Mr. Bones die Welt. Seine Welt zumindest, auf diesem letzten gemeinsamen Weg zwischen Washington und Baltimore und in Rückblenden die Zeit davor. Willys Weg nach Timbuktu, jenem Paradies, von dem er träumt.. Rückblick: Eines Tages erscheint Willy der Weihnachtsmann. Er will so lange nicht an ihn glauben, bis er von jenem so lange beschimpft wird, dass er überzeugt ist – und sich einen dreifarbigen Weihnachtsmann auf den Arm tätowieren lässt. Von nun an nennt er sich Willy G. Christmas – und seine Odyssee beginnt, da er von allen als unheilbar eingestuft wird. Der tätowierte Weihnachtsmann als Beweis des hereinbrechenden Irrsinns. Und so zieht Willy mit seinem Hund umher und lebt als Obdachloser. Auf den vielen Wegen komponiert Willy für Mr. Bones die „Symphonie der Gerüche“ und er versucht ihm die Sprache beizubringen. Doch nach einiger Zeit ist Willy schwer krank, er bricht an einer Straßenecke vor einem Haus, in dem Edgar Allan Poe eine Zeit lang gelebt hatte, zusammen. Hier trennen sich die Wege der beiden Willy kommt ins Krankenhaus und stirbt, während die der Weg des Mr. Bones erst so richtig anfängt und er mit der Hilfe von Willys Lebensregeln versucht, sich allein durch zuschlagen und von chinesischen Restaurants fern zu bleiben... Paul Auster ist Amerikaner, vielleicht ist er auch dem einen oder anderen Filmfan ein Begriff, da er die Filme „Smoke“, „Blue in the Face“ oder „Lulu on the Bridge“ mit Harvey Keitel in der Hauptrolle inszenierte. Auch in der deutschen Übersetzung ist dieses Buch absolut lesenswert, Auster hat Spaß am Schreiben – und das merkt man einfach von der ersten bis zur letzten Seite, selbst die skurrilsten Situationen wirken glaubhaft und nicht künstlich. Herrliche Wortspiele und tolle Formulierungen, nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu platt, ein melancholisches – aber vor allem auch sehr lustiges Buch, dass sich entweder sehr gut „nebenbei“ lesen lässt, das einem aber auch sehr viel geben kann, wenn man sich intensiver damit beschäftigt. Mehr ist nicht zu sagen, absolute Empfehlung. Titel: Timbuktu Autor: Paul Auster Übersetzer: Peter Torberg Verlag: Rowolth Taschenbuch Verlag GmbH (rororo) Originalausgabe: Timbuktu Erscheinungsjahr: 1999 Seitenanzahl: 190
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