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Tom Clancy ist in erster Linie ja bekannt durch Jagd auf Roter Oktober, hat aber in den 80ern und frühen 90ern viele weitere spannende Thriller geschrieben. Man kann aber wohl sagen, dass mit dem Ende des kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch seine Zeit abgelaufen war. Die meisten Bücher, die er danach veröffentlichte, waren recht enttäuschend. Zumal er nur noch dadurch auffällt, dass er seinen Namen auf Bücher drucken lässt, die von anderen Autoren geschrieben werden. Egal, ob das nun die OpCenter oder Power Plays-Reihe ist - und schlecht sind diese größtenteils sowieso. Aber zumindest eine löbliche Ausnahme gibt es dann doch noch und das ist Operation Rainbow, oder Rainbow Six, wie es im Original heißt. Der geneigte Leser weiß nun, dass dieses Buch auch der Start einer recht erfolgreichen Computerspielreihe war. Erschienen ist das Buch 1998 und spielte damals noch in der Zukunft, nämlich im Jahr 2000. Hauptfigur ist der altbekannte John Clark, ehemaliger CIA Mitarbeiter und nun Anführer einer neuen Anti-Terror Einheit namens Rainbow Six. Diese besteht aus den besten Elitesoldaten, die man finden konnte. Schon kurz nach der Gründung geht es zum ersten Einsatz. Hauptsächlich spielt sich das alles in Europa ab, in Ländern wie der Schweiz oder Spanien treiben böse Buben ihr Unwesen: Terroristen die eine Bank ausrauben wollen und dafür Geiseln genommen haben oder einen Vergnügungspark in ihre Gewalt bringen. Diese kurz aufeinander folgenden Verbrechen von alternden Top Terroristen führen zu der Vermutung, dass dahinter doch etwas größeres stecken muss und so kommen John Clark und Rainbow Six einer Öko-Truppe auf die Spur, die etwas gegen die böse Menschheit unternehmen und diese so ausrotten will. Die große Stärke von Clancy ist es ja, spannende Geschichten zu erzählen und diese mit fast schon übertrieben detaillierten militärischen Infos anzureichern. Da werden Waffen und Munition erklärt und es wird ganz ausführlich geschildert, was passiert, wenn eine Kugel in einen Kopf fliegt. Das Ganze ist schon fast übertrieben, aber immerhin führt das zu schön blutigen Kampfszenen. Allerdings muss man auch feststellen, dass Clancy mitunter über das Ziel hinausschießt und einige unlogische Dinge schreibt. Seien es Waffen, die es nicht gibt oder Computer, die so modern dargestellt werden, dass sie selbst heute noch nicht existieren, auch ist es recht fragwürdig, ob ein spanischer Vergnügungspark tatsächlich eine Achterbahn auf Basis einer Stuka in Betrieb nehmen würde. Aber davon mal abgesehen, kann das Buch sehr wohl überzeugen und ist recht spannend. Wie gesagt, verglichen mit dem Mist, den Clancy derzeit so produziert, ist Operation Rainbow wirklich klasse, kann aber nicht an Bücher wie Red Storm Rising heranreichen. Titel: Operation Rainbow Autor: Tom Clancy Verlag: Heyne Originaltitel: Rainbow Six Erscheinungsjahr: 1998 Seitenanzahl: 888 (Gebundene Fassung)
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