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Man sagt ja, das Katzen durchaus intelligente Tiere sind, aber kein Kater ist so intelligent wie Maurice, der sogar sprechen und denken kann. Das liegt daran, dass er Abfälle einer magischen Universität gefressen hat. Eine Horde Ratten haben dies auch getan und sind ebenso intelligent geworden. Sie haben ein Gewissen und finden das typische Verhalten von Ratten nicht mehr sonderlich toll. Maurice hat sich mit den Ratten und einem dumm aussehenden Jungen zusammen getan. Sie ziehen von Stadt zu Stadt, um eine Rattenfängershow abzuziehen und dadurch kräftig abzukassieren. Das alles geht gut, bis sie Bad Blintz erreichen und dort auf einige Probleme und Gefahren stoßen… Terry Pratchett ist ja ein klasse Autor, seine Scheibenweltromane können bis auf wenige Ausnahmen durchaus überzeugen. Auch Maurice, der Kater gehört zum Scheibenweltzyklus, ist aber eigentlich ein Märchen und ein Seitenhieb auf den Rattenfänger von Hameln. Die Charaktere können dabei durchaus sehr überzeugen. Maurice ist natürlich der Held und überzeugt mit viel Humor. Die Ratten sind eher für die lustigen Momente da, sie haben auch wunderliche Namen wie Gefährliche Bohnen oder Pfirsiche. Auf den ersten 170 Seiten ist das Buch sehr gelungen. Es gibt viele humorvolle Momente, wobei einige natürlich unter der Übersetzung leiden, hier hat man einfach 1:1 übersetzt und schon ganz am Anfang, beim Rathaus-Witz, wirkt das eher negativ. Man sollte also eher auf das englische Original zurückgreifen. Leider entwickelt sich das Buch um Seite 200 recht langatmig. Es gibt viel Leerlauf und mitunter wird es auch langweilig. Das ist schade, weil das Buch mit unter 300 Seiten ja eh schon recht kurz ist und man da eigentlich erwarten könnte, dass es so flott wie am Anfang bleibt. Maurice, der Kater ist bei weitem kein schlechtes Buch, aber von Pratchett gibt es auf jeden Fall bessere Scheibenweltromane. Titel: Maurice, der Kater Autor: Terry Pratchett Übersetzer: Andreas Brandhorst Verlag: Goldmann Originaltitel: The amazing Maurice and his educated Rodents Erscheinungsjahr: 2001 Seitenanzahl: 284
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