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Maniac Mansion PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
01.07.2006

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Twenty years ago... Ein Meteor fällt in den Garten eines Anwesens, das dunkel da steht. Lichter gehen an, Beginn der Musik.

Fast 20 Jahre ist es jetzt inzwischen auch her, seit sich Lucasfilm Games entschloss, ein Spiel auf den Markt zu bringen. 1987 erschien mit Maniac Mansion ein Titel, der das Genre revolutionierte und die Blütezeit vieler großartiger Adventures einläutete.

Die eigentliche Story ist relativ unspektakulär, ein Meteor fällt in den Garten eines Hauses, der irre Dr. Fred entführt Sandy, die Freundin des Helden Dave, der sie sucht, da sie sich ohne Hirn ja vermutlich in einen No Angel verwandeln würde. Also schnappt er sich 2 Freunde und macht sich auf den Weg, sie zu retten, wobei bereits hier zwar nicht über den Lösungsweg entschieden wird, wohl aber über eine der zahlreichen Handlungsmöglichkeiten im Spiel. So repariert der furchtsame Bernhard eben Sicherungskästen – wo hingegen der klavierspielende Musiker Syd dem grünen Tentakel zu einem Plattenvertrag verhilft.

Grünes Tentakel? Damit sind wir bei einer weiteren Stärke des Spiels, die skurrilen Charaktere, und es gibt wohl kaum einen Computerspieler, dem die beiden Tentakel, grün und purpurn, nicht schon einmal irgendwo begegnet sind, dazu gibt es Edna, die etwas wirr dreinschauende, blauhaarige Schwester von Fred und Weird Ed.

Meanwhile in a secret room... Maniac Mansion beinhaltet außerdem sehr schöne und lustige Rätsel, so lässt man eine Pflanze mit radioaktiv verseuchtem Wasser wachsen oder man nimmt einen sehr hohen Ton von Platte auf Kassette auf, um diese im Wohnzimmer abzuspielen und so einen Schlüssel aus dem zerberstenden Kronleuchter zu befreien. Gesteuert wurde alles mit dem Joystick (am C64) bzw. mit der Maus, so man denn eine hatte – und das war nun die größte Neuerung. Aktionen wurden nicht mehr per Tastatur eingegeben, sondern man klickte einfach das Verb und dann die Gegenstände an, um sie zu kombinieren, einfacher und intuitiver geht das kaum, das Point-and-Click – Adventure war geboren. SCUMM (Script Creation Utility for Maniac Mansion) nannte sich das und ermöglichte solche Kombinationen wie „Benutze Kettensäge mit Treppe“. Außerdem gab es Zwischensequenzen wo man immer kurz zu sehen bekam, wie Dr. Fred gerade sein Unwesen trieb, eingeleitet wurden diese immer mit „Meanwhile in a secret room“.

Die Kettensäge konnte man in der Küche (na,wo auch sonst) finden – nur gab es eben kein Benzin – trotzdem rankten sich darum Gerüchte und Mythen, z.B. dass man es mit einem Schlauch aus dem Auto absaugen könne, die Treppe in der Bücherei reparieren und so den geheimen Raum erreichen kann – es sind aber eben nur Gerüchte, das Benzin gab es dann im Nachfolger Zak McKracken.

Benutze Hamster mit Mikowelle... Maniac Mansion gilt als einer der Urväter des Adventure – Genres. Das kann man auf jeden Fall sagen, da es eben einige elementare Änderungen zu den Spielen davor gab. Graphisch war das alles sehr ordentlich für damalige Verhältnisse, der Sound hat gut dazu gepasst – und (recht simple) Geschichte wurde stimmig und humorvoll umgesetzt.

Maniac Mansion ist natürlich für jeden Adventurefan einen Blick wert, zumal man sich zumindest das recht gelungene Fan – Remake kostenlos herunterladen kann.

Publisher: Softgold
Developer: Lucas Arts
Erscheinungsjahr: 1987
Erschienen für: PC, C64, Amiga, Atari ST, Apple II, NES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Mittel

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Grafik7.5/10  Spielspass
Sound8/10
8.5/10
Gameplay 8.5/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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