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Am 28. August 1993 gab Bruce Dickinson sein Abschiedskonzert mit Iron Maiden und das musste natürlich etwas Besonderes werden. Raising Hell ist dann auch weniger ein einfaches Konzert. Neben Iron Maiden tritt hier nämlich auch noch Simon Drake auf. Wer den jetzt nicht kennt, dem sei gesagt, dass er ein recht bekannter Horror-Illusionist ist.
Aufgenommen wurde das in den Pinewood Studios und da es 2 Bühnen gibt, hat das schon mehr den Charakter eines Clubgigs vor wenigen Leuten. Es ist ja auch mal schön, Maiden nicht immer vor mehren 10.000 Leuten zu sehen.
Interessant ist auch die Songauswahl. Los geht es natürlich mit einem Song ihres damals aktuellen Albums Fear of the Dark, nämlich Be quick or be dead, aber dann stürzt man sich in ein Best-of Programm, das alle bis dahin erschienen Alben umfasst. Transylvania, Wratchchild, Heaven can Wait, The Clairvoyant aber auch natürlich die Klassiker wie Number of the Beast, Iron Maiden und The Tropper werden gespielt.
Zwischen diesen Songs tritt eben Simon Drake auf und zeigt immer irgendeine blutige Sache. Teilweise geht er auch etwas auf das Thema Musik ein, als er einen „Freiwilligen“ in einen Gitarrenverstärker steckt, was aber der wohl auch lächerlichste Trick ist. Generell schwanken seine Darbietungen zwischen Genial und Trash und bei einigen weiß man nun auch nicht, wie er das nun gemacht hat. Beim Song Bring your Daughter…to the Slaughter“ nimmt er sich eine Kreissäge und sägt seine angekettete Assistentin mal eben in der Mitte durch. Das sieht auch wirklich sehr gut aus. Das große Finale umfasst natürlich das Ende von Bruce Dickinson. Eddie hat natürlich auch noch seinen Auftritt. Generell aber hätte man hier wesentlich mehr daraus machen können, eben eine Horrorshow wie bei Alice Cooper, wo die Musik nicht ständig unterbrochen werden muss. Zumindest hat die Show dafür gereicht, dass dieses Video ein R-Rating in den USA bekam.
Ein bisschen Kritik muss auch am generellen Sound geübt werden. Der klingt recht dumpf, aber vielleicht ist das auch ein Zeichen dafür, dass hier nicht so stark im Studio nachbearbeitet wurde. Am Anfang wirkt auch Bruce Dickinson noch etwas gelangweilt, da hat er schon wesentlich besser gesungen, aber im Verlauf des Konzerts steigert er sich dann doch noch.
Insgesamt ist Raising Hell ein recht außergewöhnliches Konzert von Iron Maiden, das eben ein paar Schwachpunkte hat, aber mich hat es trotzdem noch sehr gut unterhalten.
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