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Zombiefilm oder nicht, das war die große Debatte über 28 Days Later und ich kann nur sagen, dass dieser Mist alles ist, aber kein echter Zombiefilm. Auch die Trailer machten ja eher den Eindruck eines Endzeitspektakels.
Regisseur Danny Boyle kann vielleicht keine guten Filme machen, aber was er sehr gut kann, ist von anderen Streifen klauen. So sehen wir ja schon am Anfang einen gefesselten Schimpansen im Labor, der auf mehreren Monitoren gewaltreiche Sachen zu sehen kriegt. Clockwork Orange sagt guten Tag. Diese Schimpansen werden von ein paar Umweltterroristen, ich tippe mal stark auf PETA, befreit und das ist ein böser Fehler, denn die Affen sind mit einem furchtbar bösen Virus namens Wut (ausgefallen, nicht?) infiziert. Das interessiert unsere Terroristen aber nicht und schon sind die Schimpansen in Freiheit und fallen ihre Befreier an…der Virus verbreitet sich. 28 Tage später wacht Jim in einem Krankenhaus auf und wundert sich erstmal, dass alles verlassen ist. Er wundert sich erstmal, stößt dann auf infizierte Menschen und wird dann auf seiner Flucht von den letzten überlebenden aufgegabelt. Zusammen macht man sich die Suche nach mehr überlebenden und vielleicht auch einer Lösung des Problems.
Wie gesagt, bedient sich der Film schamlos bei zahlreichen alten Streifen. Day of the Dead, Dawn of the Dead, Quiet Earth oder auch The Stand kann man hier immer wieder erkennen und wie es nun mal ist viele Köche oder Kopien verderben den Filmspaß.
Der Film hat dabei nach der Befreiung der Affen seine stärksten Szenen als Jim durch das verlassene London streift. Alles ist menschenleer und er wundert sich was hier passiert ist. Das ist wirklich gut gemacht. Danach verliert sich der Film aber in überflüssigen Klischees und zu vielen Längen. Man findet immer mehr Überlebende, aber auch auf immer mehr Infizierte. Wobei sich mir da die Frage stellt, wenn 95% aller Bewohner infiziert sind, wo sind die dann? Müssten die Strassen nicht von diesen Monstermenschen überfüllt sein oder sterben die einfach nach einiger Zeit einfach weg? Und warum überfallen sich die Infizierten nicht gegenseitig? All das wird hier nicht geklärt. Auch ist die Intelligenz der Monstermenschen recht merkwürdig, denn sie können scheinbar Menschen schon auf 100 Meter orten und sich dann in Windeseile auf diese stürzen, aber Frank und seine Tochter, die aus ihrer Wohnung aus munter Leuchtzeichen abgeben, schweben nicht in Gefahr, lediglich 2 Infizierte werden denen zum Fraß vorgeworfen.
So unlogisch ist der gesamte Film. Scheinbar um das Product Placement noch auf die Spitze zu treiben, stürmt unsere Heldentruppe einen Supermarkt. Im verlassenen London, wo das Krankenhaus noch das reinste Chaos war und auch auf den Straßen der Dreck liegt, ist der Supermarkt fein säuberlich aufgeräumt, keine Dose ist aus dem Regal gefallen und dieser Supermarkt ist auch noch das einzige Gebäude in ganz London, in dem Strom funktioniert. Warum sich unsere tollen Helden da nicht einfach verschanzen und abwarten ist fraglich.
Am Ende kommt dann noch das Militär ins Spiel, hier kriegt man noch eine kräftige Portion Klischees aufgetischt. Denn natürlich sind alle Soldaten hirnlose, triebgesteuerte Idioten. Insgesamt soll das wohl nur dafür sorgen, dass der Zuschauer sie als neues Feindbild akzeptiert und man dann „recht so“ sagen kann, wenn sie von den Infizierten dezimiert werden.
28 Days Later ist Müll. Zwar ist er anfangs noch recht gut inszeniert aber danach versinkt der Streifen in einem Sumpf aus Ideenklau, armseeligen Klischees und Storylöchern. Horror kommt hier zwar schon auf, aber wohl anders, als es sich die Macher erhofft haben
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