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Geschrieben von ShadowAngel   
20.04.2007

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Ein Film der auf einem Comic basiert, welcher von einem Film inspiriert wurde, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Klingt kompliziert? Gut.
Frank Miller ist spätestens seit Sin City wohl jedem ein Begriff. Sin City war ein großer Erfolg, also ist es klar, dass jetzt noch mehr Filme herauskommen, die auf seinen Werken basieren.

Zum Thema nimmt sich der Film also die erste Schlacht bei den Thermopylen, wo Griechen gegen Perser kämpften.
Ein Film kann aber nicht komplett aus Schlacht bestehen, gerade pseudoelitäre Kritiker würden dann wohl einen Brechreiz kriegen. Also wird vorher noch ein wenig auf Anspruch und Inhalt gemacht. Man lernt das harte Auswahlverhalten der Spartaner kennen, wo nur die Kinder durchkommen, die stark und gesund sind. Diese werden dann zu Kriegern. Natürlich sind sie die besten, so eine Art Vorzeitrambo.
Einer von ihnen wurde König, das ist Leonidas I. und dieser bekommt Besuch von ein paar Boten, die vom persischen Herrscher Xerxes geschickt wurden. Sie bieten an, das Leonidas Griechenland einfach kampflos an das persische Reich abgibt. Kein normal denkender Mensch würde das machen und so kickt er die Boten in ein tiefes Loch. Das wiederum gefällt Xerxes nicht und er rückt mit einer großen Armee an. Get ready to rumble.

Wodurch der Film natürlich zuerst mal für Aufsehen sorgt, ist die Optik. Gedreht wurde der Film fast vollständig vor Blue- und Greenscreens im Studio und dafür, dass hier alles nur noch Computergrafik ist, sieht das schon erstaunlich toll aus. Auch wenn natürlich alles ein wenig übertrieben aussieht. Über Griechenland scheint es damals ständig bewölkt und düster gewesen zu sein, fast wie nach einem Vulkanausbruch. Aber irgendwie passt das zur Thematik des Films. Die ist ja auch eher düster.
Auch Kameratechnisch wird einiges aufgefahren. Wo in den 80ern noch Explosionen ausreichten, müssen es heute schon Kamerazooms, Zeitlupe und andere Effekte sein, damit die Kämpfe gut rüberkommen und der Film schafft das extrem gut. Genialere Schlachten und Kämpfe hat man wohl in noch keinem anderen Film gesehen und schon allein dafür lohnt sich der Film.

Obwohl es eigentlich fast schon „nur deswegen lohnt sich der Film“ heißen müsste. Denn sonst wird nicht sonderlich viel geboten. Die Charaktere sind relativ platt und um dem ganzen ein wenig Tiefe zu besorgen, werden einfach mal Klischees Story aufgefahren. Natürlich ist ein Verräter unter den Spartanern, der den Persiern hilft, natürlich ist im griechischen Staatsapparat auch noch ein Verräter und ohne eine Quasi-Vergewaltigung geht es sowieso nicht. Nichts Neues und so freut man sich eben nur auf die nächste Schlacht, die meist nicht lang auf sich warten lässt.
Da nützt es auch nichts, das man noch alles mit einem Sprecher aus dem Off überdeckt, der was von Blut und Ehre faselt und wie toll die Spartaner doch sind. Irgendwie sorgt gerade das für einen recht merkwürdigen Eindruck. Mehr als einmal dachte ich da ein wenig an Propagandafilme beliebiger Nationen. Aber das ist wohl beabsichtigt, man erlebt den Film eben aus Sicht der Spartaner und merkt, dass eine Nation Geschichte immer völlig übertrieben darstellen wird. So ist es auch hier bei den Charakteren. Die Spartaner sind groß und stark, eine Einheit und perfekte Kämpfer. Die restlichen Griechen sind eben mal so dabei gewesen und die Perser sind natürlich totaler Dreck und bestehen so aus unmenschlichen Mutanten.
Der Film ist aber eben auch als reine Fantasy zu verstehen, es soll kein Historiendrama sein, es soll keine Geschichtsstunde sein, es ist Unterhaltung. Insofern sollte man nicht so krankhaft irgendeinen Bullshit hinein interpretieren wie es die Iraner taten und sich den Film einfach als das Ansehen was er ist: Actionunterhaltung.

So funktioniert 300 sehr gut. Wäre die Story etwas besser und tiefer wäre es vielleicht ein genialer Film.

Bewertung
7/10
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