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A Tale of two Sisters PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Dass aus Asien sehr viele brillante Filme kommen, weiß man ja mittlerweile und auch wenn Hollywood krampfhaft durch Remakes versucht, alle Filmfans davon zu überzeugen, sie können ebenfalls so brillant sein, scheitern sie.

Einer dieser sehr genialen Filme ist A Tale of two Sisters und kommt aus Südkorea. Im Großen und Ganzen orientiert sich der Film an einem alten koreanischen Märchen, nämlich Janghwa Hongryeonjeon, welches aus der Joseon Dynastie stammt und von zwei Schwester (Janghwa und Hongryeon) und ihrer grausamen Stiefmutter handelt.
Es geht auch hier um zwei Schwestern (Su-mi und Su-yeon), welche nach einem längeren Aufenthalt in der Psychiatrie wieder nach Hause kommen. Dort werden sie von der Stiefmutter empfangen, die erstmal noch recht freundlich ist, was aber von beiden Schwestern auf unterschiedliche Weise abgelehnt wird. Natürlich schaukelt sich diese Situation immer weiter hoch.
Aber auch sonst, scheint es in diesem Haus nicht so ganz mit rechten Dingen zuzugehen. Man hört Schritte, Dinge erscheinen und wenn man ein Buch in einen Schrank stellen will, liegt es schon dort.
Die Handlung ist allerdings noch wesentlich komplexer und A Tale of two Sisters ist einer der wenigen Filme, die man mindestens zweimal sehen muss. Denn beim ersten Mal wird man nicht viel verstanden haben. Erst später kommt man so langsam dahinter, was die wirkliche Handlung ist. Es ist also kein Film zum nebenbei schauen. Man muss sich absolut auf diesen  Streifen konzentrieren.

Zwar wird der Film als Horrorfilm beschrieben, an sich ist er aber mehr ein Psychrothriller, gepaart mit Familiendrama der außergewöhnlichen Sorte.
Ein paar Schockelemente sind aber natürlich eingebaut, in dem Haus ist es eben gruselig. So ist die unheimliche Atmosphäre die absolute Stärke des Films, selten hat man sich bei einem Film so unwohl gefühlt, weil man ständig erwartet, dass etwas passiert, das ein Geist aus dem Schrank springt. Empfehlenswert ist es trotzdem, sich das Ganze eher in der Nacht, als bei Tag anzusehen.

Gekonnt spielt der Film auch mit den Thematiken Schuld und Reue, etwas, das man auch erst später herausfinden wird, so sind die Darstellungen blutiger Hände nicht einfach eingebaut, damit es etwas blutiger zu geht, sondern stehen als Symbol für die eigentliche Handlung. Solche kleinen Dinge entdeckt man laufend im Film, seien es Symboliken oder Bilder deren Sinn sich nicht sofort erschließt.

Sehr gut machen auch die Schauspieler ihre Sache, wobei sich der Film nahezu komplett auf vier Personen beschränkt: Die beiden Schwester, die Stiefmutter und der Vater. Andere Figuren tauchen nur am Rand auf, wie am Anfang in der Psychiatrie.

Auch ich fand den Film beim ersten Mal ansehen reichlich konfus, aber schon da hat er genug Potential entwickelt, so das ich mir A Tale of two Sisters bislang drei Mal in einem recht kurzen Zeitraum angesehen habe.
In jedem Falle also empfehlenswert.

Bewertung
9/10
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