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Alien 3 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
02.08.2008

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Im Weltall hört dich niemand schreien, lautete der Untertitel von Alien seinerzeit. Vielleicht stimmt das, aber das laute Gähnen, das durch Alien 3 ausgelöst wird, sollte man auch dort vernehmen können.

Dabei ist es irgendwie egal, ob man nun die normale Kinofassung ansieht oder die Special Edition, die gleich mal 30 Minuten länger dauert. Langweilig ist beides, überflüssig ist Alien 3 sowieso.
Dämlich fängt es schon am Anfang an. Immerhin schließt man zu Aliens auf. Ripley, Hicks und Newt konnten sich vor den Aliens retten und fliegen in einem Raumschiff durch den Weltraum. Vielleicht wäre dies auch einfach der perfekte Abschluss für zwei wunderbare Filme gewesen. Aber nein,  jetzt sorgt man einfach dafür, dass dieses Raumschiff abstürzt. Newt und Hicks sind tot und wer weiß wie (es gibt keine logische Erklärung) war ein Facehugger im Raumschiff. Der große Absturz erfolgt auf einem Gefängnisplaneten. Lauter üble Kerle, der Abschaum der Galaxie der gleichzeitig eine Art religiöse Sekte gebildet hat. Ripley überlebt als einzige und hat es als Frau so natürlich recht schwer und das Alien sorgt all zu bald für ordentlich Krawall.

David Fincher führt hier Regie und es war sein Debüt. Ob es eine gute Idee war, einen Anfänger Regie bei einem der größten Filmfranchises überhaupt führen zu lassen? Er selbst ist ja absolut unzufrieden mit dem Film und da stell ich mir generell die Frage: Merkt man nicht schon bei den Dreharbeiten, dass man gerade absoluten Schwachsinn produziert?
Andererseits hätte wohl auch James Cameron dieses Drehbuch nicht retten können.

Das töten zweier Charaktere direkt am Anfang ist immer dumm. Sowas macht man nicht, zumal es auch keinen Grund dafür gab. Denn immerhin hätte man so 3 Charaktere gehabt, für die man sich interessiert und wo man um ihr Überleben bangen kann. So hat man eben nur Ripley, denn die ganzen Gefängnisinsassen sind absolut uninteressant, haben keine eigenständigen Charaktere und die Tatsache, das sie alle mit rasierten Köpfen praktisch gleich aussehen, lässt sie nur noch belangloser wirken. Futter für das Alien, mehr sind sie nicht. Es fällt ja schon schwer genug, sich überhaupt die Namen dieser Figuren zu merken und wenn dann einer stirbt, ist das auch wurscht. Es scheint ja nicht mal wirklich die anderen Leute in dieser Anstalt zu interessieren.

Neben fehlenden Charakteren mangelt es auch an Spannung. Der Film zieht sich brutal langsam dahin. Erst am Ende wird es dann ein wenig unterhaltsam, wenn das Alien auftaucht. Dummerweise hat man das so übertrieben unrealistisch gestaltet, dass es zum schreien ist. In Aliens konnte man die Xenomorphs mit Flammenwerfern gut beseitigen. Hier springt ein Alien aus einem großen Behälter flüssigen Bleis, wo man nur erahnen kann, wie heiß das sein muss.

Richtige Gruselatmosphäre kommt auch nicht auf. Die Station ist zu groß, zu gut beleuchtet, ein Alien ist da schon fast zu wenig. Das klaustrophobische und das nicht wissen, wo das Alien gerade steckt, klappt eben am besten in einem kleinen Raumschiff.

Außer Sigourney Weaver können auch die Schauspieler nicht wirklich überzeugen, aber wie sollen sie das auch, wenn sie solch platte Charaktere verkörpern?

So bleibt das beste an Alien 3 Ripley, die immerhin einigermaßen gut dargestellt wird. Aber insgesamt ist dies wohl einer der ödesten und belanglosesten Filme überhaupt.

Bewertung
4/10
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