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Zwei der größten Franchises treffen aufeinander. Alien, das 3 mehr oder weniger gute Sequels hervor brachte und Predator, mit immerhin einem halbwegs guten Sequel. In jenem wurde am Ende ja schon der Hinweis auf ein mögliches Zusammentreffen beider Figuren gegeben. In Comicform gabs das schon lange und dann erschienen ja noch 2 sehr gute Computerspiele mit diesem Thema. Dann sollte bei dem Film ja eigentlich nichts schief gehen, oder? Eben doch. Einerseits weiß man ja, das Hollywood seit gut 10 Jahren kaum noch anständige Filme hervorbringt, sondern seit Matrix eigentlich nur noch sinnfreie, actionüberladene Special Effects Orgien, die allerhöchstens der gemeine Bildleser oder Hip Hop Hörer genial findet. Dazu gibt es viele Regisseure, die jene Bezeichnung nicht verdienen. W.S. Anderson ist einer von diesen und der ist nun Regisseur von Alien vs. Predator. Warum nicht James Cameron oder Ridley Scott, die Ahnung von der Materie haben? Die Schauspieler? Nun ja, da haben wir Lance Henriksen, bekannt als Android Bishop aus Alien/Aliens und ansonsten viele Durchschnittsware, die kaum Talent besitzt. Sie alle spielen Charakter, die platter nicht sein könnten. Charakterentwicklung? Vergesst es, sie sterben ja eh recht schnell weg und man interessiert sich gar nicht dafür. Warum auch? Meist weiß man nicht mal den Namen der Protagonisten. Ist auch egal, weil hier geht es ja um Alien vs. Predator und da sind Menschen nur lebende Zielscheiben die nerven, so wie Alexa Woods, der man 90 Minuten einen möglichst grausamen Tod wünscht und die am Ende dann doch überleben darf und fast noch eine Beziehung mit nem Predator anfängt. Erwartet uns da vielleicht bald ein Spin off in Form einer schrecklich netten ausserirdischen Romanze? Wundert sich jetzt jemand, dass ich zur Story nichts geschrieben habe? Natürlich nicht, es ist ein moderner Actionfilm aus Hollywood und da gibt es keine Story, eher ein mühsamer Versuch, so eine zu konstruieren. Die Predators schauen also alle 100 Jahre auf der Erde vorbeil, weil die Menschheit sie damals als Götter angesehen haben und Pyramiden für sie bauten. Da es den Predators schnell öde wurde, haben sie Aliens zur Jagd gezüchtet, diese wurden aufständisch, die Predators haben alles in die Luft gejagt und jetzt gräbt ein Forschungsteam so eine Pyramide aus und wundert sich, das was passiert. So weit, so unwichtig. Man muss ja sagen, dass zumindest die Special Effects recht nett sind. Zerstört werden sie nur von Quadrillionen Schnitten, die mit einer Geschwindigkeit daherkommen, als wolle das Produktionsteam beweisen, was für geile Schnittmaschinen sie haben. Vielleicht ist es auch modern, alle 10ms die Einstellung zu wechseln. Aber wer will das sehen? Es ist hektisch, es ist unübersichtlich und wie will man so Atmosphäre aufbauen? Irgendwie ist das Wort aber genau wie Charakterentwicklung in Hollywood unbekannt bzw. in Vergessenheit geraten. Und so freut man sich nach knapp 90 Minuten dass dieser Schund vorbei ist. Andererseits ärgert man sich darüber, was ein paar Stümper aus 2 der größten Franchises der Filmgeschichte machten. Eigentlich hätte das ein genialer Film werden können mit Aliens, Predators, Lt. Ripley, Bishop, Major Dutch und Dillan und dem Rating R. Aber Hollywood ist eben nicht mehr in den 80ern sondern gefangen in der sinnfreien Generation MTV. Juhu
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