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Sieben Jahre hat es gedauert, ehe der Nachfolger zu einem der erfolgreichsten Filme der 70er erschien. In erster Linie kam es zu dieser Verzögerung, weil Ridley Scott nicht mehr Regie führen wollte. James Cameron sollte der Nachfolger werden und der Film sollte bereits 1983 gedreht werden, da steckte Cameron aber mitten in den Vorbereitungen zu Terminator. In einem wohl recht einzigartigen Fall, hat das Filmstudio aber so lange auf Cameron gewartet, bis dieser Zeit für Aliens hatte.
Wie der Name schon sagt, hat man es nun mit mehreren Xenomorphs zu tun. Der ganze Film geht einen völlig anderen Weg. Raus mit dem Horror, rein mit der Action. Vielleicht eine gute Entscheidung, denn ein weiterer Alienhorrorfilm hätte wohl nur ein Flop sein können.
Aliens spielt 57 Jahre nach Alien. Mit etwas Glück wurde nach dieser langen Zeit die Rettungskapsel mit Ripley aufgegabelt und sie sieht sich erstmal großen Problemen gegenüber. Denn niemand glaubt ihr die Geschichte des säurehaltigen Monsters, das eine ganze Crew vernichtet hat. Also steht Ripley in Verdacht, die ganze Crew getötet und die Nostromo zerstört zu haben. Ein Motiv gibt es zwar nicht, aber das ist eben glaubwürdiger als eine unbekannte Lebensform. Ripley wird aus dem Dienst gezogen und unter psychiatrische Beobachtung gestellt. Zurückgeholt wird sie erst, als der Kontakt zu einer Kolonie abbricht, diese Kolonie ist auf dem Planeten aus dem ersten Teil. Da das ziemlich merkwürdig ist, schickt man einen Trupp Marines und Ripley als Beraterin hin…
Ein wenig merkwürdig ist die Handlung ja schon. Seit über 20 Jahren sollen Kolonisten auf dem Planeten leben und daran arbeiten ihn bewohnbar zu machen, aber das riesige Raumschiff voller Aliens ist ihnen nie aufgefallen? Tatsächlich kriegt man auch erst im (empfehlenswerten) Director’s Cut zu sehen, wie eine Familie zufällig das große Ding findet – und prompt von Facehuggern angefallen wird. Retten kann sich nur ein kleines Mädchen, das später noch eine große Rolle spielt.
Von Anfang an wird bei Aliens auf Action gesetzt. Das fängt schon bei den Albträumen Ripleys an und endet bei der Zerstörung unzähliger Aliens. Im ersten Film wurde die Action ja nicht groß geschrieben, dafür setzte man mehr auf düstere Atmosphäre, die hier wiederum dafür fehlt. Denn gruselig ist der Film eigentlich nicht mehr. Dafür sind schon alle Räume viel zu hell erleuchtet und alles hat dieses typische 80er Jahre Actionflair, was schon bei den Marines anfängt. Die sind mal wieder die typische ungezügelte Truppe, die viele dumme Sprüche ablässt.
Aber Aliens ist ein sehr gelungener Actionfilm. Ständig ist was los, die Aliens werden zum Glück nicht als dummer Kugelfang dargestellt, sondern agieren sehr intelligent. So kappen sie die Stromleitungen, damit die Marines erstmal im dunkeln stehen, dann greifen sie an. Aber nicht durch die Tür sondern von oben durch die Decke, woran die Soldaten natürlich nicht dachten.
Im ersten Teil sorgte noch ein Android für Aufruhr, der sich als größter Bösewicht neben dem Alien herausstellen sollte. Solch einer findet sich abermals hier, in Form von Bishop. Dieses Mal ist es aber ein moderneres, intelligenteres Modell, der keine Fehler macht. Verkörpert wird er von Lance Henriksen, der diese Rolle ausgesprochen gut spielt. Generell sind die Schauspieler sehr gut gewählt. Ripley wird natürlich wieder von Sigourney Weaver gespielt und die Transformation hin zur Actionheldin klappt sehr gut und glaubwürdig. Michael Biehn ist ebenfalls vertreten, nach Terminator kennt der sich ja im Actiongenre aus. Generell sind hier einige Leute vertreten, die auch bei den beiden Terminators am Werk waren. Neben Regisseur James Cameron noch Bill Paxton, der auch hier wieder stirbt und Jenette Goldstein. Ja, selbst das kleine Kind nervt hier nicht so sehr, wie man es in den meisten anderen „erwachsenen“ Filmen mit Kindern in wichtigen Rollen kennt. Gut, gekreischt wird viel und laut, aber wenigstens hat man es nicht mit einem vorlauten, nervigen Gör zu tun, dem man einen Besuch von der Alienqueen wünscht.
Aliens gefällt mir sehr gut und gehört zusammen mit Terminator und Predator zu den 3 besten Actionfilmen der 80er.
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