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Wolfgang Amadeus Mozart ist wohl ohne Frage einer der bedeutendsten Komponisten überhaupt. Peter Schaffer inszenierte 1979 ein Bühnenstück über dessen Leben welches 1984 von Milos Forman verfilmt wurde. Der Film startet im Jahr 1823 mit einem alten Antonio Salieri der gerade einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Er bezeichnet sich als Mörder Mozarts und wird erst mal in eine Heilanstalt verfrachtet. Dort erzählt er einem Priester die ganze Geschichte. Er beginnt mit seiner Kindheit und dem Traum Musiker zu werden, was seinem Vater nicht gefällt. Als dieser allerdings stirbt, ist der Weg für Salieri frei und er wird schnell Hofkomponist bei Kaiser Joseph II. Hier taucht dann Mozart auf und während er als musikalisches Genie schnell den ganzen Hof auf seine Seite zieht, ist Salieri nicht nur neidisch auf dessen Talent sondern stört sich auch am vulgären und kindischen Auftreten seines neuen Konkurrenten. Salerno entwickelt nicht nur einen Hass auf Mozart, sondern auch auf Gott, den er dafür verantwortlich macht, dass Mozart eben mehr Talent als er selbst hat und das empfindet er als ungerecht. Salieri setzt in der Folge alles daran, Mozart zu zerstören. Er lässt ihn durch ein Hausmädchen ausspionieren und erfährt so über zukünftige Opern, die Mozart auf italienisch schreibt, was damals verpönt war, ebenso ist das Einsetzen von Ballett unter Kaiser Joseph II. strikt verboten. Salieri nutzt diese Informationen um Mozart zu schädigen. Allerdings kommt dieser recht ungeschoren davon. In seinem Wahn steigert sich Salieri immer mehr, bis er schließlich in einem Kostüm von Mozarts verstorbenem Vater auftaucht und Amadeus dazu bringt, sein Requiem zu schreiben, an welchem er schließlich durch Überarbeitung stirbt. Beim Erscheinen war Amadeus ein großer Erfolg. Acht Oscars und weitere Nominierungen (sowie diverse weitere Preise) zeugen davon. Dabei muss eben gesagt werden, dass der Film keine originalgetreue Biographie ist, sondern eben ein Film. Denn die ganze Geschichte ist praktisch frei erfunden. Im wahren Leben waren Mozart und Salieri sogar befreundet und arbeiten gemeinsam an Stücken. Zwar gab es einen Konkurrenzkampf, dieser lief aber sehr fair ab. Salieri war auch kein talentloser Neider der nach Mozart keinen Erfolg mehr hatte, sondern eher das Gegenteil. Dadurch, das im Film aber alles aus Salieris Sicht erzählt wird, kann man es sich so erklären, das er sich eben schlechter sah, weil er eben weniger Erfolg hatte und einfach neidisch war. Als Film unterhält Amadeus aber ausgesprochen gut und das trotz einer langen Laufzeit von fast 3 Stunden (Im Director’s Cut, der auf jeden Fall vorzuziehen ist, da er einige Handlungsfäden tiefer ausbaut und mehr Musik bietet) . Die Handlung ist spannend inszeniert, nimmt sich aber viel Zeit um die Charaktere einzuführen und ihnen Tiefe zu verleihen. Auch die vielen Opernausschnitte sind sehr gekonnt und sehenswert in Szene gesetzt. Tom Hulce spielt Mozart sehr überdreht und mit einer schrillen Lache, darf man aber zeitgenössischen Berichten glauben, war auch der echte Mozart so und hatte ebenfalls eine fiese Lache. Es ist schon erstaunlich, das Hulce nach Amadeus kein großer Schauspielstar wurde. Ein bekannter Schauspieler war F. Murray Abraham schon vor Amadeus, aber in seiner Darstellung des Salieri dürfte er sich wohl unsterblich gemacht haben. Eine so exzellente darstellerische Leistung, sieht man selten. Auch die restliche Besetzung besteht aus durchaus namhaften Darstellern wie Jeffrey Jones (als Kaiser Joseph II.), Cynthia Nixon oder Roy Dotrice, wird aber von den beiden Hauptdarstellern eindeutig überstrahlt. Amadeus ist ein genialer Film, aber sicher auch ein Film, der nicht für jeden gemacht ist. Jugendliche „Action“Publikum wird an diesem Film keinen gefallen finden. Genauso wenig Menschen, denen schon Filme mit einer Laufzeit von zwei Stunden zu viel sind. Für alle anderen und vor allem, für echte Filmfans, ist dieser Film aber schon fast eine Offenbarung. Er ist perfekt gemacht und Regisseur Milos Forman lieferte seine beste Arbeit ab.
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