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Irgendwie ist es schon bezeichnend, wenn auf der DVD Hülle, wo sonst Zitate aus Filmmagazinen oder von Kritikern prangen, nur ein einziger schlecht klingender Satz aus der Coupé für Käufer sorgen soll. „Full Power Action ohne Ende“ wird uns also versprochen. Aber natürlich ist dieser Satz weit von der Realität entfernt. Auch wenn Sylvester Stallone hier die Hauptrolle spielt und dieser bis dato (1995) ja hauptsächlich eben durch laute Actionstreifen aufgefallen ist.
Aber so wie eben auch die Auftragsmörder, um die es hier geht, ist der Film eher einer der ruhigeren Natur. Hier und dort explodiert mal was und ab und zu werden ein paar Menschen erschossen, aber über die Laufzeit von 127 Minuten passiert eigentlich nicht sonderlich viel. Dabei fängt zumindest die erste Hälfte recht viel versprechend an. Robert Rath ist ein Auftragsmörder, er verdient Geld damit dass er andere Menschen eliminiert und dass möglichst so, dass er nicht erwischt wird. Natürlich ist Rath der beste, eine Legende und mittlerweile ist er des Mordens müde geworden. Ein letzter Auftrag der ihm richtig viel einbringt soll der Schlusspunkt sein. Aber natürlich kommt es, wie es kommen muss und ein jüngerer Neider (Miguel Bain) will nicht nur Raths Platz einnehmen sondern dies dadurch erreichen, dass er ihn killt.
Die Handlung ist zumindest ganz interessant, wenn auch nichts Neues. Trotzdem fängt der Film gut an. Rath soll jemandem auf dem Friedhof erschießen, danach der letzte große Auftrag, wo es um eine Hackerin geht die Daten verschachern will. Diese wird gespielt von Julianne Moore.
Leider verfängt sich der Film in der zweiten Hälfte in ein Gewirr aus Klischees, Peinlichkeiten und purer Langeweile. Klischees in den Duellen und Verhaltensweisen, ich weiß bis heute nicht wie jemand eine riesige Gasexplosion überlebt, in dem er sich einen winzigen dünnen Holztisch vors Gesicht hält aber das gehört in schlechten Actionfilmen dazu. Im Originalton tauchen dann Holländer auf, die deutsch reden und man darf mitansehen, wie hunderte Megabyte an Daten auf einer stinknormalen 1,44 Diskette platz finden. Das sind ja so typische Hollywood Goofs, Hollywood hat keine Ahnung von Computern oder hält die Zuschauer für blöd. Die Langeweile zieht sich vor allem im letzten Drittel, wo sich alle drei in Puerto Rico einfinden (Wo gerade ein mexikanisches Fest stattfindet). Rath geht in die Bank um Geld zu holen, Bain hockt in einer Bruchbude und wartet auf sein Ziel…und wartet…und wartet. Das Ganze zieht sich eine gute halbe Stunde hin aber man hat das Gefühl es sind mindestens 3 Stunden. Das ist wohl so ziemlich das langweiligste, das ich je mit ansehen musste. Es passiert einfach kaum was, bis auf die merkwürdige Szene in der Rath 16 Millionen Dollar in einer normalen Tragetasche verstauen kann. Bedenkt man, dass die größte amerikanische Währung der 100$ Schein ist, müssten das zehntausende Scheine sein die ein monströses Gewicht entwickeln. Irgendwie sind solche Goofs ja niedlich. Das Ende selbst ist dann genauso unlogisch wie nicht überraschend. Man sah es fast kommen.
Zumindest machen die Schauspieler ihre Sache gut. Stallone zeigt ein wenig schauspielerisches Talent. Antonio Banderas als Bain ist passend gecastet und selbst Julianne Moore hat einige nette Szenen. Allerdings ist es schon bezeichnend das keiner der drei von Anfang an vorgesehen waren sondern sie alle Notlösungen sind.
So bleibt Assassins ein Anfangs spannender Film, der ab der zweiten Hälfte massiv abbaut. Es sagt ja selbst schon viel, dass Regisseur Donner, der sich mit Actionfilmen eigentlich auskennt, hier nichts mehr retten konnte.
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