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Ator PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.03.2010

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Als Conan – The Barbarian ein Kinoerfolg wurde, war klar, dass schnell Kopien folgen mussten. Ator war eine der ersten und kam natürlich aus dem Land der Pizza. Die Italiener waren in Sachen Filmklau ja gerade in den 80ern immer die ersten. Das Intro mit den Credits versprüht schon diesen Conan Charme, auch wenn dann schnell ein düdeliges Midi-Keyboard zeigt, das wir hier einen Low-Budget Film sehen. Ator zog einige Sequels hinterher, das witzigste ist ja, dass der vierte Ator Teil als Troll 3 vermarktet wurde. Ihr wisst schon, als Nachfolger zu DEM Trashklassiker Troll 2 und genauso wie Troll 2 nichts mit Troll 1 zu tun hatte, hat auch Troll 3 nichts mit Troll 2 zu tun, es ist auch wesentlich uninteressanter.

Ator, der erste Teil fängt dramatisch an. Eine Geburt, Blitze und Wind und eine Hütte mit klappriger Tür. „Dies ist die Nacht der Geister und Dämonen“, während Elefanten im Hintergrund tröten. Ja, die Elefanten passen irgendwie nicht in das Barbarenbild, auch wenn es witzig gewesen wäre, wenn Benjamin Blümchen aufgetaucht wäre. Aber der hat wohl zu viel Gage verlangt.
Der Film vereint so viele Barbaren- und Fantasyklischees, das man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Da gibt es das Dorf (paar Strohbauten) und ein Schmied kloppt lustig auf einem Blech rum. „Schärfe diese Klinge“ sagt ein grunziger Kämpfer. „Bis heute Abend“ sagt der Schmied, wobei man eher erwartet, dass er eine Quest erwähnt, die der Grunzkopf erfüllen muss, damit sein Schwert wieder scharf wird. Habe ich zu viele Rollenspiele gespielt? Vielleicht, aber sie passen zu diesem Film.

Ator ist unser Held, der in stürmischer Nacht geboren wurde und deshalb dem Oberbösewicht, der gerne mit Spinnen spielt, Angst macht. Denn der weiß, dass Ator der Held ist, der unbezwingbare, der großen Ärger bereiten wird. Ator weiß davon nicht, er hockt im Dorf, mit seiner Schwester, beide lieben sich, aber da sie Geschwister sind, können sie nicht heiraten (Als wenn das damals in der Barbarenzeit wirklich Thema gewesen wäre…).
Nebenbei muss erwähnt werden, das man Ator am besten in der deutschen Synchro schaut, denn allein er wird von Thomas Danneberg gesprochen und die Synchro ist auf Rainer Brandt Niveau, wobei nicht ganz, denn Brandt hätte wohl noch eine Ladung dummer Sprüche mehr eingebaut.
Zurück zur Dorfszene wo schnell klar gestellt wird, dass Ator und die Tussi nicht Geschwister sind und deshalb heiraten dürfen. Derweil grunzt der Bösewicht fies rum, während ein Ritter in lächerlicher Rüstung (Was soll die kleine Axt auf dem Helm?) irgendwas labert.
Die Bösen attackieren das Dorf und da gibt es eine lustige Szene, in der ein berittener Kämpfer mit seinem Salamilieferant in eine Hütte reitet, woraufhin sofort zig Menschen rausrennen. Es erinnert an den Zirkus, in dem zig Clowns aus einem kleinen Auto hüpfen. 
Am Ende sind alle tot bis auf Ator, der mit einem kleinen Bär durch die italienische Pampa streift. Er sinnt auf Rache, das ist doch klar. Aber er muss trainieren und stärker werden und braucht auch Gefährten. Ein Samurai (vom Outfit her) erklärt Ator das er ja so toll ist und der Herr der Feuers und der Bezwinger des großen Geistes, aber er wird einen harten und langen Weg durchschreiten. Im Prinzip sind die Dialoge so stupide, das man wieder lacht.

Ator kämpft und grunzt und reitet. Dass er am Ende gegen den Oberbösewicht kämpfen wird und das aus niederen Rachegelüsten, ist ja wohl klar.

Auch wenn ich nun praktisch eine Seite gespoilert habe, glaubt mir, dass ich damit nicht 1/10 des Films offenbarte.

Als Regisseur fungierte hier tatsächlich Joe D’Amato, der einmal wieder unter einem Tarnnamen sowohl diesen Posten ausfühlte als auch das „Drehbuch“ (ich bezweifle, dass es sowas gab) schrieb. Das Joe D’Amato nicht wirklich was kann, wissen wir wohl mittlerweile.
Unter den Darstellern finden sich viele Laiendarsteller aus Italien, die auch dementsprechend schlecht sind. Ator wird von Miles O’Keeffe gespielt. Der hat sich auch nur einen Namen als unglaublicher Trashfilmdarsteller gemacht, am bekanntesten ist er aber eben als Ator, diese Rolle spielte er in den ersten drei Filmen.

Ator ist ein wahnsinniger Trashfilm. Was soll ich noch dazu sagen? Anschauen, sonst holt euch die Riesenspinne!

Bewertung
8,5/10
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