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Bad boys, bad boys, Whatcha gonna do, whatcha gonna do When they come for you. Diesen Song grölen unsere beiden Pseudocops während des Films und die Antwort auf diese Frage in Gesangsform kann nur lauten: Weglaufen, so schnell es geht.
Nein, Bad Boys ist kein guter Film und will das auch gar nicht sein. Warum auch? Die Zielgruppe des Films besteht aus Teenies, die eh jeden Schwachsinn geil finden solang es genug Explosionen und dümmliche Sprüche gibt. In diesem Bereich kann Bad Boys punkten. Es gibt Explosionen, die nett aussehen, Schießereien und Will Smith und Martin Lawrence spielen mal wieder die Klischeenigger die ständig einen dummen Spruch auf den Lippen haben und sowieso meist nur vom Ficken reden. Dass zwei Gestalten wie diese ernsthaft als Polizisten arbeiten, ist unglaubwürdig. Aber Bad Boys ist generell unglaubwürdig. Da hüpft eine Frau einfach mal so vom Dach einer riesigen Villa, um dann unverletzt in einem kleinen Pool zu landen. Nicht mal beim Roadrunner und dem Koyoten würde so etwas so unglimpflich ausgehen. Hab ich vergessen zu erwähnen, dass sie während des Sprungs von unzähligen Kugeln verfolgt wird die aber alle brav vorbeifliegen?
Hinzu kommt eine platte und vorhersehbare Story. Eine Gruppe Gangster klaut Unmengen von Heroin direkt aus dem Lager der Polizei und natürlich wollen sie das verticken. Nebenbei sterben unzählige Typen, bis eben auf eine Frau, die sofort zur Kronzeugin und zum Ziel wird. Unsere beiden Pseudopolizisten beschützen sie und jagen natürlich so locker nebenbei noch die Gangster. Dass sie am Ende Erfolg haben werden, ist wohl jedem klar. Ein richtiger Spannungsbogen wird hier zu keiner Sekunde aufgebaut. Selbst bei den Schiessereien in z.B. einer Lobby fragt man sich, warum sich die drei Gangster mit den zwei Cops beschäftigen anstatt ihr Ziel, das kreischend am Boden liegt, zu beseitigen. Stattdessen wird eben die Inneneinrichtung umgestaltet und so was sieht schon seit 20 Jahren nicht mehr spektakulär aus. Aber damit endet das Drama, das dieser Film darstellt, noch nicht. Actionfilme sollten kurz, hart und unterhaltsam sein. 90 Minuten, 100 maximal. Bad Boys dauert ganze 2 Stunden und zieht sich in die Ewigkeit hin. Irgendwann beginnt man sich zu langweilen und stellt fest, dass man wohl locker 20 Minuten sinnloses Blabla hätte raus schneiden können und auch das Ende hätte man nicht nach Schema F inszenieren müssen.
Auch auf schauspielerischer Seite gibt es nicht viel Gutes zu berichten. Will Smith halte ich sowieso für schrecklich überbewertet. Sei es der Prinz von Bel-Air, Independence Day oder dieses Vehikel, er ist einfach platt und hat kein Timing für seine Sprüche. Schon wesentlich besser ist Martin Lawrence, ein guter Komiker der aber leider seine Filmkarriere lieber mit Schrott wie Big Momma’s House in den Abfluss schickt. Dritte im Bunde ist Thea Leoni, die hier wahnsinnig gelangweilt ist und scheinbar null Bock auf den Film hat. Zumindest etwas überzeugen kann der Bösewicht Fouchet gespielt von Tcheky Karyo. Aber so wirklich böse wirkt der auch nicht.
Aber Bad Boys ist eben ein langweiliger, vorhersehbarer Schema F Film für eine jugendliche Zielgruppe, die beim Popcornfressen und SMS schreiben, den Film sowieso zur Nebensache macht. Dass Michael Bay Actionfilme besser inszenieren kann, hat er ein Jahr später mit The Rock bewiesen.
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