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Eigentlich ist es ja erstaunlich, das Batman noch mal eine Rückkehr ins Kino feiert, denn trotz des aktuellen Comicverfilmungswahn, war der „Caped Crusader“ dank zweier dilettantischer „Werke“ von Joel Schumacher tot und begraben. Wie der Name schon sagt, ist es keine Fortsetzung sondern quasi eine Neu-Erschaffung. Man will also den Franchise wiederbeleben und neu erfinden. Kein Trash mehr, kein Superheld sondern eher ein ganz normaler Mensch, der mehr mit sich selbst, als mit den Feinden kämpft. Ein wenig hält sich die Geschichte dabei noch an den Ursprung: Bruce Wayne verliert seine Eltern durch einen Raubmord, muss das mit ansehen und gibt sich selbst die Schuld. Dass er dann aber bei R’as al Ghul auftaucht und sich bei ihm in die „Lehre“ begibt um auch ein harter Kämpfer zu werden, ist neu. Jener wird später auch zum Bösewicht und Gegner des Films, denn er will sich ja an Gotham City rächen und jene Stadt mit einer geheimen Waffe in den Wahnsinn treiben. Die erste Hälfte des Films wird aber erstmal mit dem Aufbau von Bruce Wayne belegt und in zahllosen, teils etwas wirren Zeitsprüngen und Flashbacks, kriegt man mit, was den armen Kerl dazu getrieben hat, sich in ein doofes Kostüm zu zwängen. Das ist ganz gefällig inszeniert, auch wenn man es vielleicht 10 Minuten kürzer hätte machen können. Richtig los geht es dann, wenn Batman auftaucht und dann erinnert der Film schon fast wieder ein wenig an Burtons Batmanfilme. Die ganze Action ist nett inszeniert, aber im Prinzip kennt man das ja schon, wenn Batman seine Spielsachen auspackt, die Gangster damit plättet und Erfolg hat. Die größte Änderung betrifft, mal wieder, das Batmobil. Dieses sieht nun mehr aus wie ein Panzer ist und soll wohl an Frank Millers Batman Geschichten angelehnt sein. Irgendwie sieht das Gefährt trotzdem übertrieben aus und wofür braucht Batman ein Navigationssystem? Zumindest das Batmobil von Batman bzw. Batman Returns hatte mehr Stil. Dafür ist die Besetzungsliste mit vielen bekannten Namen besetzt. Christian Bale als Batman/Bruce Wayne weiß durchaus zu überzeugen. Genauso wie Liam Neeson und Morgan Freeman. Ein wenig unterfordert, und auch etwas arg selten zu sehen, dagegen Gary Oldman und Rutger Hauer. Richtig gut gefällt auch Ken Watanabe als Ra’s Al Guhl. Eine völlige Katastrophe dagegen Katie Holmes, deren Rolle man ihr auch zu keiner Sekunde wirklich abnimmt. Sie sieht ja ganz nett aus, aber das gibt ihr nicht das Recht, einen eigentlich guten Film runter zu ziehen. Sehr schön ist auch die Tatsache, dass hier mal wieder ein richtiger Score verwendet wird. Nicht, wie in vielen anderen modernen Filmen, wo nur auf beschissene Hip Hop oder Pseudometalsongs verlassen wird. Hier haben Hans Zimmer und James Newton Howard gute Arbeit geleistet. Batman Begins ist auf jeden Klassen besser als Batman Forever und Batman & Robin. Trotz einiger Längen in der ersten Hälfte kann der Film überzeugen und zeigt auch mal wieder eine andere Seite von Batman.
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