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Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis der Flattermann seine Rückkehr auf die Kinoleinwand feiern durfte. Immerhin war Batman der erfolgreichste Film des Jahres 1989 und drei Jahre später war es dann soweit. Immerhin konnte man Burton und Keaton dann doch noch für eine Rückkehr verpflichten. Keaton wollte mehr Geld, Burton wollte ein Drehbuch nach seinen Vorstellungen, die erste Fassung die unter anderem abermals eine Einführung Robins (als schwarzer) vorsah entsprach nicht dem, was er wollte. Zum Glück kann man sagen, war Robin ja immer mehr oder weniger ein nerviges Anhängsel und wurde auch in den Comics erst so richtig als Nightwing erträglich.
Batman Returns ist kein Sequel sondern ein eigenständiger Film der auch eine etwas andere Richtung einschlägt als Batman. Dort war der Joker der Bösewicht und er war eben auch Böse. Die Schurken im neuen Film sind der Pinguin und Catwoman, die hier allerdings eigentlich nicht wirklich als Bösewichter portraitiert werden. Der Pinguin ist eine arme Gestalt, der nach der Geburt von seinen Eltern irgendwo ausgesetzt wurde, weil er nicht gerade menschlich aussah. Viele Jahre später war er dann erwachsen und sinnt nicht auf Rache, sondern auf Akzeptanz der Bevölkerung Gotham Citys und seine Eltern will er auch mal kennen lernen. Allerdings gibt es da den bösen Industriellen Max Schreck, der sich den Pinguin für seine bösen Pläne zunutze macht, damit er ein Kraftwerk bauen kann. Zur gleichen Zeit entdeckt Schrecks Sekretärin Selina Kyle die Baupläne und was wirklich hinter diesem Kraftwerk steckt, was für sie böse Folgen hat. Mittendrin steckt dann noch Batman, es ist allerdings auffällig, dass er, obwohl er die Titelfigur ist, nur selten präsent ist.
Tim Burton hat hier eine gänzlich eigene Interpretation der Batmanwelt vorgenommen. Das wollte er ja schon im ersten Film was ihm nicht so ganz gelang, weil das Filmstudio in erster Linie einen massentauglichen Film wollte. Als der dann erfolgreich wurde, bekam Burton mehr Freiheiten, von denen er nun reichlich Gebrauch machte. Geblieben ist mehr oder weniger nur der düster-bizarre Look Gotham Citys der hier noch durch die Tatsache dass es Winter ist und ständig schneit verstärkt wirkt. Visuell ist die Stadt, die abermals stark an Metropolis erinnert, sehr beeindruckend. Auch an Comics orientiert man sich nicht, gerade die Entstehungsgeschichte Catwomans ist eine neue aber auch gelungene Interpretation. Auch ist der Film kein Batmanfilm, denn der Pinguin, Catwoman und Max Schreck sind fast noch öfter präsent als der stille Rächer der hier tatsächlich so einige Probleme mit sich selbst hat und noch etwas interessanter dargestellt wird. Michael Keaton selbst hat das vorgeschlagen, da im Drehbuch Batman wesentlich mehr Text hatte, aber Keaton hielt das für unpassend und es war eine gute Entscheidung. Wir haben es hier eben nicht mit glatten Helden und Bösewichtern zu tun, sondern mit Menschen die innerlich zerrissen sind. Batman als Bruce Wayne vor allem, weil er eben Batman ist und die Probleme dieser doppelten Identität werden sehr schnell klar, als er sich in Selina Kyle verliebt, die ebenso das gleiche Problem hat, da sie ja Catwoman ist.. Das wird sehr schön in zwei Szenen dargestellt, zuerst als beide die einzig unmaskierten Menschen auf einem Maskenball sind und am Ende als sie sich enttarnen.
Wirklich funktionieren kann das nur wegen der sehr guten Darsteller. Michael Keaton ist hier noch mal ein Stück besser und überzeugt absolut. Michelle Pfeifer ist wohl die beste Wahl als Catwoman und auch Danny DeVito als der Pinguin spielt seine Rolle mehr als glaubwürdig. Max Schreck wirkt gegen Ende ein wenig überflüssig und störend, da kann auch die gute Darbietung von Christopher Walken nicht viel retten, er hätte vielleicht schon etwas früher das zeitliche segnen können. Hinzu kommt wieder gute Musik, diesmal nur ein kompletter Score von Danny Elfman.
Batman Returns ist neben Batman Begins der beste Batmanfilm. Er ist sehr interessant und tiefgreifend, spannend inszeniert und überzeugt einfach. Leider sorgte der Film aber auch für sehr viel Ärger, weil viele dumme Eltern dachten, es wäre ein Kinderfilm und als dann McDonalds noch eine Marketingkampagne startete gab es einen Sturm der Entrüstung weil der Film eben düster ist. Das Filmstudio wollte danach in eine andere Richtung, heraus kamen die homoerotische Müllfilme von Schumacher die kein Mensch mag…und dabei hat Batman Returns am Ende noch so eine schöne Szene die auf ein Sequel deutet.
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