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Seit annähernd 70 Jahren sorgt Batman nun schon für Recht und Ordnung in Gotham City und hatte es dabei mit unzähligen Ganoven zu tun. 1989 kam dann wieder mal ein Kinofilm, gut 23 Jahre nach dem letzten, der sich natürlich an der Comedyserie orientierte und wahren Batmanfans schon immer ein Grauen war. Das gleiche Gefühl bekamen sie wohl auch, als sie von diesem Film erfuhren. Denn Michael Keaton sollte den Batman spielen und Keaton war damals mehr als Schauspieler für Komödien bekannt. Er spielte ja auch schon in Burtons erstem großen Hit Beetlejuice mit. Seine Ernennung zum Hauptdarsteller sorgte damals sogar für so viel Aufruhr, dass es glatt auf die Titelseite des Wall Street Journal kam. Die Macher reagierten schnell mit einem Teaser der zeigte, dass dieser Film düsterer und originalgetreuer werden würde. Als großen Gegner konnte man Jack Nicholson gewinnen, er spielt den Joker bzw. Jack Napier. Daneben spielen noch Kim Basinger und Jack Palance die Hauptrollen. Große Namen also. Aber kam auch ein großer Film raus?
Der Film geht eine deutlich andere Richtung als die 60er Jahre Serie oder die 70er Jahre Zeichentrickserie. Sie ähnelt sehr den frühen Anfängen von Batman, als dieser noch kein aalglatter Superheld war, sondern tatsächlich ein Kämpfer für das Gute, der eben kämpft und das nicht alle Bösewichte lebend aus den Kämpfen rauskommen, ist wohl verständlich. Auch orientiert sich der Film sehr stark an den Comics von Alan Moore und Frank Miller. Auf lächerliche Gadgets wie einem Bat-Anti-Hai-Spray wird ebenso verzichtet wie auf Robin. Auch wirkt Batman nicht wie der absolut unbezwingbare Superheld, sondern eben wie ein normaler Mensch, der zum Glück einen gepanzerten Anzug und etwas Ahnung von Kampfsport hat.
Dafür lernen wir Bruce Wayne besser kennen und warum er überhaupt den Batman spielt. Michael Keaton überzeugt in der Rolle absolut, er spielt sie mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Der große Star des Films ist aber Jack Nicholson. Er brilliert geradezu als Joker und man möchte glauben, dass er der Joker ist. Wer könnte diesen Charakter sonst so abgedreht, schwarzhumorig und doch krank-brutal darstellen? Den Joker stellt man im Film aber gänzlich anders dar, als beispielsweise im Comic Killing Joke, wo Jack Napier ein vom Pech verfolgter Komiker ist der den Tod seiner schwangeren Frau nie verkraftet und zum Bösewicht wird. Im Film ist er einfach nur ein Handlanger von Carl Grissom. Einem Mobboss, dargestellt von Jack Palance.
Tim Burton ist insgesamt eine gelungene Vision von Batman und Gotham City gelungen. Die Stadt wirkt düster und hat einen ganz eigenen Baustil, der irgendwo zwischen Metropolis und Gruselstadt im 18. Jahrhundert liegt. Es hat einen sehr eigenen Look. Genauso eigen ist der Soundtrack. Neben einem gewohnt guten Score von Danny Elfman, hat Prince ein ganzes Album beigesteuert, beides ergibt einen interessanten Kontrast. Die Songs passen aber meist auch sehr gut zu den Szenen, z.B. als der Joker durch die Strassen zieht, umjubelt von Menschen denen er Geld zuwirft (nur um kurz darauf dann wieder ganz Böse zu werden).
Trotzdem ist auch Batman kein gänzlich perfekter Film. Die Nebenhandlung rund um Bruce Wayne und der Journalistin Vicky Vale existierte zwar auch schon in den Comics, ist im Film aber ein wenig zu langweilig umgesetzt und nimmt zu viel des Films in Beschlag. Für diese Längen wird man dann mit einem genialen Showdown belohnt der auf einem hohen Glockenturm stattfindet und absolut sehenswert ist. Trotzdem wäre es wohl besser gewesen, wenn man den Film entweder etwas kürzer gestaltet hätte oder aber einen zweiten Schurken hinzugenommen hätte. Batman bleibt trotzdem empfehlenswert.
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