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Battle Royale PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.10.2006

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In der Zukunft hat Japan mal wieder arge Probleme, denn der ganze Staat scheint auseinander zu fallen. Neben vielen Arbeitslosen sind es vor allem die Jugendlichen, die für Ärger sorgen. Sie haben ja kein Benehmen und das schlimmste ist ja, dass sie die Schule boykottieren. In dieser misslichen Lage sehen die Politiker nur noch einen Ausweg und beschließen ein neues Gesetz: Den Battle Royale Akt. Dies sorgt dafür, dass eine willkürlich ausgewählte Klasse betäubt und entführt wird, auf eine Insel. Dort kriegen sie dann Waffen und haben 3 Tage lang Zeit sich gegenseitig abzumetzeln. Am Ende darf nur noch einer leben und der hat gewonnen. Als riesiges Medienspektakel inszeniert ist der Sinn hinter dem Ganzen ohnehin recht fragwürdig.

Nun steht eine neue Runde Battle Royale an und ausgesucht hat man sich eine besonders böse Klasse. Für die hat man sogar ihren alten Lehrer Kitano reaktiviert. Er instruiert die Klasse nach der Ankunft auf der Insel über die genauen Regeln. Alle haben ein Halsband, das den Puls misst und wenn nötig explodieren kann. Das wird auch schon am Anfang demonstriert, als einer der Schüler von der Idee, seine Freunde umbringen zu müssen so gar nicht begeistert ist. Pech für ihn. Neben der Schulklasse sind auch noch zwei wenig vertrauenserweckende freiwillige Kandidaten dabei. Dann folgt ein völlig überdrehtes Video, in dem erklärt wird, dass die Insel auch noch in Zonen unterteilt ist. Stündlich gibt es neue Zonen, die in Gefahrenzonen werden, wer sich dort aufhält, wird auch gesprengt. Am Ende kriegt dann noch jeder Schüler einen Rucksack, in dem sich neben einer Karte auch eine zufällige Waffe von einer Axt über eine Uzi bis hin zu einem besonders gefährlichen Topfdeckel befindet.

Schon hier zeigt sich das erste Problem. Eine ganze Klasse ist einfach zu groß. So viele Menschen kann man gar nicht vorstellen und so verkommen die meisten tatsächlich eher zu Statisten, die meist schnell sterben. Die Quasi-Helden sind dann auch Shuya und Noriko, die zusammen überleben wollen.

Das wollen sie ja alle. So schließen sich viele Freunde zusammen und versuchen einen Plan zur Flucht zu finden. Gezeigt werden dabei zwei Fälle im Besonderen. Der eine geht ganz extrem schief und endet in einem Blutbad, der andere ist erfolgreicher, ein paar Hacker versuchen einfach das Computernetzwerk und damit die Halsbänder lahm zu legen.

Der Film sorgte schon allein wegen der Thematik und der Tatsache, dass sich hier Jugendliche umbringen für Aufsehen. An Blut und härteren Sequenzen wird dabei auch nicht gespart. Hier landet eine Axt im Kopf und dort werden 2 Schülerinnen von einer Uzi durchlöchert. Das alles ist sicher nichts für Zartbesaitete, aber es ist auch keine plakative Darstellung, denn auf eine allzu explizite Darstellung wird dann doch noch verzichtet.

Schade ist eben, dass bei den Charakteren ein wenig gespart wurde. Man hat das zwar mit einem Director’s Cut, der mehr als 7 Minuten länger und damit empfehlenswerter ist, versucht auszubessern, aber die meisten Figuren sind einfach uninteressant, weil man nur ihren Namen kennt. Deshalb empfiehlt es sich, den Originalroman oder alternativ auch die Mangas zu lesen, da man hier doch wesentlich mehr über die Charaktere und deren Vergangenheit erfährt.

Die Schauspieler geben sich größtenteils Mühe. Natürlich kann Takeshi Kitano mal wieder voll überzeugen und spielt den gnadenlosen Lehrer mehr als überzeugend. Chiaki Kuriyama ist aus Kill Bill 1 bekannt und Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda und Kou Shibasaki sind in Japan auch keine Unbekannten.

Sehr ausgefallen ist auch der Soundtrack: Es gibt nur recht wenig Musik und wenn, dann sind es klassische Stücke von Johann Strauß, Guiseppe Verdi oder Bach.

Battle Royale ist ein sehr gelungener Film, der eben unter der kurzen (wenn man das bei über 2 Stunden sagen kann) Laufzeit leidet, denn dadurch kommen eben die Charaktere und vor allem die Gesellschaftskritik (Menschen töten sich und das als Massenspektakel inszeniert) nicht so gut durch wie in der Mangavorlage. Trotzdem ist der Film sehr empfehlenswert. Am besten natürlich in japanischer Sprache mit Untertiteln, denn die deutsche Synchronisation ist wirklich sehr misslungen.

Bewertung
9/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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