Home arrow Filme arrow Blair Witch Project 03 September 2010  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Blair Witch Project PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.07.2007

Image 

Es war einmal ein Hype. Ein riesiger, schon fast übertriebener Hype. Aber ohne diesen hätte Blair Witch Project wohl gar nicht so erfolgreich funktionieren können.
Die Grundidee des Streifens hat man geklaut. Denn, dass sich ein Filmteam auf die Suche nach etwas begibt, dann spurlos verschwindet und das einzige, was ein späterer Suchtrupp findet, einige Videoaufnahmen sind, kannte man schon 1980 von Cannibal Holocaust. Nur hat man damals gar nicht diese Grundidee so ausgeweitet wie es bei BWP der Fall ist, aber letzterer ist auch um einiges mainstreamtauglicher. Jenes Filmteam hat alle Möglichkeiten ausgenutzt, vor allem das Internet, um die gruselige Sage um die Hexe von Blair zu bereiten und selbst IMDB hat mitgespielt und die Schauspieler auf ihren Seiten als vermisst gemeldet.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Macher alles richtig gemacht haben. Sie haben unglaublich viel Geld verdient und bis heute gibt’s wohl noch Leute, die an die Hexe von Blair glauben.
Nett gemacht ist der Film auf jeden Fall. Keine Musik und alles mit Handkamera aufgenommen, welche die drei Hauptfiguren mittragen. Zwar sorgen diese ruckelnden Bilder sehr leicht für Motion Sickness und einen Oscar für die Kameraarbeit gibt’s auch nicht, aber dafür wirkt es sehr authentisch und real - und das ist ja Sinn der Sache.
Großes Lob verdienen die drei Hauptdarstellern , die ja nahezu ohne Drehbuch auskommen mussten und gar nicht wussten, was sie im Wald alles erwarten wird. Panikreaktionen sind also real und das sieht man auch recht deutlich. In der Hinsicht dürfte es also einer der intensivsten Filme sein. Leider ist der Film mit seinen nicht mal 80 Minuten aber zu kurz um wirklich zu zeigen, wie diese 3 Menschen langsam durchdrehen, weil sie tagelang im Wald herumirren, im Kreis laufen und nachts von merkwürdigen Geräuschen und Begebenheiten gegruselt werden. Hier hätte man vielleicht noch 20 Minuten hinzufügen können, um das ganze Ausmaß zu zeigen.

Tatsächlich besteht der „Horror“ des Films auch in diesem psychischen Abstieg, denn ein klassischer Horrorfilm ist das Ganze natürlich nicht. Keine Monster, keine Erscheinungen, so gut wie kein Blut, aber dafür ein extrem gelungenes Ende, das man so kaum erwartet und das für Diskussionen gesorgt hat.

Das Problem des Films ist einfach, dass er nur beim ersten Mal funktioniert. Wenn man sich darauf einlässt und er seine Wirkung entfalten kann. Beim zweiten Mal wirkt er einfach nur langweilig…

Bewertung
7,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page