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Blood Freak PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Blood Freak oder: Die wackeligste Kamera aller Zeiten.
Wer in den ersten paar Minuten des Films nicht unter Seekrankheit zu leiden beginnt, muss einen starken Magen haben. Die Kamera ist wackeliger als bei manchen Urlaubsvideos.

Blood Freak stammt von 1971 und ist wohl einer der kuriosesten Filme überhaupt. Denn es ist ein Splatterfilm, aber nicht irgendein Splatterfilm, nein, es ist ein Film aus diesem Genre der christliche Anleihen hat und auch noch vor Drogenkonsum warnen soll.
Klingt schräg? Ihr habt ja gar keine Ahnung…

Unser Hauptfigur heißt Herschell (eine ganz miese Easy Rider Kopie – wobei er selbst aber mehr nach Johnny Cash aussieht), der auf dem Highway einfach so eine Frau aufreißt, warum und wieso ist nicht ganz klar, denn dank 70er Jahre Pornomusik hört man nichts vom Gespräch. Wobei man in geschätzten 15 Sekunden wohl nicht allzu viel Dialog führen kann.
Beide fahren zu einer Party. Natürlich eine dieser Hippiepartys, wo ganz viele Drogen konsumiert werden.
Obligatorisch schlechte Sexszenen dürfen auch nicht fehlen. Die ersten 30 Minuten sind eigentlich recht öde.
Aber dann zieht der Film an. Hershell mutiert zu einem Truthahnmenschen. Ja, ihr habt das schon richtig gelesen. An sich hat man dem Schauspieler einfach nur einen extrem peinlich aussehenden (wohl aus dem Kindergarten geklauten) Truthahnkopf aus Pappmaché aufgesetzt. Es sieht zum Schießen aus.
Unser Truthahnmutant kämpft jetzt für Recht und Ordnung und natürlich gegen Drogen.
Viel Sinn macht die Handlung natürlich nicht und bis hin zu den Dialogen ist das alles so richtig amateurhaft.

Oh Gott, oh Gott, was für ein Film. Ein Budget hatte der Film jedenfalls nicht. Die Schauspieler sind allesamt unbekannt und so richtig mies. Overacting vom feinsten ist allerdings wohl auch eine Kunstform, vor allem, wenn es so perfekt dargestellt wird, wie hier.
Die Splattereffekte sind von der amateurhaftesten Sorte. Das Blut sieht lachhaft aus und einem Typ wird das Bein per Tischsäge abgesäbelt und niemals sah es so lächerlich aus, wie hier.
Sehr witzig ist auch der Erzähler, den hat man wohl von Ed Wood geklaut. Er sitzt am Tisch und liest vom Papier. Natürlich will er uns vor den bösen Drogen warnen – hält aber eine qualmende Zigarette in der Hand.

Blood Freak ist zwar nicht die ultimative Spaßgranate und es gibt bessere Trashsplatter, aber trotzdem kann man sich den Film ansehen und sei es nur als Rausschmeißer bei der nächsten Filmparty.

Bewertung
6/10
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Letzte Aktualisierung ( 26.04.2008 )
 
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