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Bride of the Monster PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
07.10.2006

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Dr. Eric Vornoff ist der typisch durchgeknallte Forscher, der im Keller seines Hauses ein Labor hat und im Sumpf einen Oktopus. Er steht auf merkwürdige Experimente und will atomare Übermenschen erschaffen. Das klappt natürlich nur, wenn er auch Menschen hat, die er für sein Experiment verwenden kann. Freiwillig will sich dafür niemand melden, aber dafür hat Vornoff ja Lobo, sein treudoofer Diener. Natürlich fällt dieses Verschwinden auf, die Zeitungen sind voll davon und sprechen von einem Monster. Eine Journalistin macht sich auf den Weg in das Sumpfgebiet in dem Vornoff haust, wird dann aber schnell selbst von Lobo gefangen genommen.

Ed Woods erster Versuch eines Horrorfilms, natürlich mit Bela Lugosi, der hier auch der beste Schauspieler ist und seine letzte Rolle hat. Er ist ja auch der einzige ernstzunehmende Schauspieler in diesem Film. An seiner Seite natürlich auch Tor Johnson. Damit haben wir das positive abgehakt. Kommen wir zum Trash.

Legendär wurde der Film ja deshalb, weil Wood aus Budgetgründen einen Oktopus von einem anderen Filmstudio geklaut hat. Dieser stammt aus dem Film Wake of the Red Witch, ein John Wayne Film. Das Plastikvieh konnte man entwenden, aber leider vergaß man das wichtigste: Den Motor. Immer wenn das Tierchen nun also gezeigt wird, sackt es wie ein Stein auf den Grund des Wasserbehälters, der einen Sumpf darstellen soll. Am Ende des Films darf dann das Stuntdouble von Lugosi (Er selbst war wohl dank zu viel Opium nicht in der Lage das selbst zu machen) mit dem Oktopus ringen. Neben möglichst lauten Schreien musste er die Fangarme so rumwerfen, dass es möglichst real aussieht. Vielleicht ließe sich das sogar realisieren, aber nicht mit Woods Freizeittruppe und so sieht das Ganze recht lächerlich aus. Genauso lächerlich wie die Kulissen. Das Labor ist das typische 50er Jahre Wissenschaftlerlabor mit vielen blinkenden Lampen und Küchenutensilien, die auf modern getrimmt wurden. Der Helm, der den armen Versuchsmenschen augesetzt wird, sieht deshalb auch mehr nach einem Nudelsieb mit ein paar aufgeklebten Salzstreuern aus. Dämliche Dialoge gibt es zuhauf und wirre Schnitte. Man sieht Lugosi dumm guckend in der Landschaft stehen, dann ein Schnitt zum Plastikoktopus, der leblos im Wasser schwimmt und der Schnitt zurück zu Lugosi. Es fehlt eigentlich nur noch der plötzliche Tageszeitenwechsel. Das absolute sinnlose Highlight ist am Ende die völlig deplatzierte und übertriebene Explosion einer Atombombe. Der Produzent wollte den Film mit einer normalen Explosion enden lassen und Wood dachte wohl, wenn dann schon richtig.

Bride of the Monster ist nicht so trashig-genial wie Plan 9 from outer Space, platziert sich aber trotzdem in der Woodschen Filmskala auf Platz 2. Immerhin war dies ja auch Gerüchten zufolge der einzige seiner Filme, der sogar Geld einspielen konnte.

Bewertung
9/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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