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Bubba Ho-Tep PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
02.08.2008

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Elvis Presley, Legende des Rock n’ Roll. Ist er tot? Lebt er? Zahlreiche Gerüchte gibt es und es gibt unzählige Sichtungen nach seinem Tod.
Und tatsächlich, Elvis lebt. In einem Altenheim in Texas. Dort liegt er, nachdem er von der Bühne gefallen ist, sich die Hüfte gebrochen hat und in ein Koma fiel.
Das Problem ist nur: Niemand glaubt, dass er wirklich Elvis ist. In Wahrheit soll er nur einer der zahlreiche Imitatoren des King sein. Mit einem von ihnen soll er aber angeblich die Rollen getauscht haben, um von dem berühmten Leben davon zu kommen und nach dem Tod des falschen Elvis konnte er natürlich auch nicht mehr zurück. Hinzu kommt, dass er ein kleines Potenzproblem dank eines Geschwürs („It'd been two presidential elections since I'd had a boner like that.“) hat.  

Aber Elvis ist nicht der einzige prominente Einwohner dieses heruntergekommen Altenheims. Nein, auch John F. Kennedy lebt hier. Das Attentat war nur eine Verschwörungstheorie. Das der vermeintliche JFK schwarz ist, lässt sich so erklären, das man ihn nach dem vermeintlichen Attentat einfach umgefärbt hat („That’s how clever they are!“)

Das Altenheim erlebt dann die unheimliche Begegnung der mumifizierten Art, als sich zuerst ein paar Skarabäen und dann besagte Mumie breit machen. Klar, dass Elvis und JFK was dagegen tun müssen.

Die Handlung des Films ist eigentlich kurz und knapp der Kampf gegen eine Mumie. Aufgefüllt wird das Ganze in erster Linie durch Elvis und seine Erzählungen, wie es zu dem Rollentausch kam, seine Probleme und Erinnerungen. Das ist recht nett gemacht und man schafft es auch bei diesen Szenen das geringe Budget gut zu kaschieren. Tatsächlich wird nicht ein einziger Song von Elvis gespielt, selbst bei den Bühnenszenen. Was eben daran liegt, dass die Lizenzgebühren für einen Song von Elvis rund das halbe Budget aufgefressen hätte. Dafür gibt es aber eine ordentliche Explosion, die sich bei einer Grillparty ereignet und die den Vertrag zerstört der belegen könnte dass Elvis auch tatsächlich Elvis ist.

Auch wenn Bubba Ho-Tep gerne als Horrorfilm bezeichnet wird, ist er das ganz und gar nicht. Der Film ist eigentlich eine Mischung aus Komödie und Drama. Etwa als der Zimmergenosse von Elvis stirbt, seine Tochter kommt, die ihn nie besucht hat und erstmal alte Erinnerungsfotos und ein Purple Heart in den Müll befördert.
Die lustigen Szenen können überzeugen, es gibt keinen plumpen Holzhammerhumor, dafür sehr viele gelungene Dialogwitze und einige gute Einfälle wie die bildhafte Sprache der Mumie. Die Mumie selbst sieht mit Cowboyhut und –Stiefeln sehr witzig aus. Auch Elvis Kampf mit einem Skarabäus ist sehr gelungen inszeniert („Even a big bitch cockroach like you should know... never, but never, fuck with the King.”)

Bruce Campbell trägt den Film. Seine Imitation von Elvis ist perfekt. Von der Gestik bis hin zur Stimme hat er das absolut drauf. Empfehlenswert ist hier auch der Audiokommentar auf der DVD, da spricht er die ganze Zeit im Elvisstil. JFK wird von Ossie Davies gespielt, eine Legende von der niemand weiß – er ist wirklich absolut unterbewertet. Die beiden geben ein wunderbares Duo ab, das hervorragend harmoniert.

Insgesamt ein sehr gelungener Film, der vielleicht mit einem größeren Budget (und dann zumindest einem lizenzierten Song von Elvis) ein richtiger Kracher hätte werden können. So ist er auf jeden Fall sehr unterhaltsam und spaßig. Mir hat es sehr gefallen, Bruce Campbell Fans werden den Film lieben und alle anderen sollten sich den Film auch mal ansehen. Aber bitte nur im Originalton.

Bewertung
8/10
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