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Caligula PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.10.2007

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Caligula dürfte wohl einer der merkwürdigsten Filme überhaupt sein. Ursprünglich als Historiendrama geplant, wurde es anfangs wie ein übertriebener Sandalenfilm der 50er gedreht. Trotz eines sehr großen Budgets und vieler Stars, zerfiel die Produktion bald in ihre Einzelteile und endete im reinsten Chaos. Der Regisseur wurde gefeuert, der Produzent drehte eigene Szenen allein und am Ende wurde Caligula der teuerste Porno aller Zeiten und ein extrem kontroverser Film. Ich stelle mir eben nur die Frage, was so kontrovers sein soll…

Interessant ist der Film hauptsächlich wegen der Besetzungsliste. Malcom McDowell spielt Caligula und dann haben wir da noch so bekannte Namen wie Peter O’Toole, John Gielgud, Helen Mirren und Maria Schneider. Ursprünglich wollte man sogar Jack Nicholson in die Hauptrolle stecken und Orson Welles verpflichten.
Der ganze Film kostete am Ende über 22 Millionen und angeblich haben 2500 Personen daran gearbeitet und trotz recht aufwändiger Kulissen und Kostüme hat der Film ein extremes Trashpotential. Nämlich dann, wenn an Wänden im alten Rom plötzlich Graffitis auftauchen oder wenn am Ende dann eben doch das Budget zur Neige ging und man deshalb alles im Halbdunkel drehen musste oder die „Kulissen“ nur noch aus Stofftüchern und schwarzen Wänden besteht.
Schlussendlich  haben sich so gut wie alle Darsteller von dem Film distanziert. McDowell schiebt die Schuld an seinem Mitwirken auf sein damaliges Drogen- und Alkoholproblem. Drehbuchautor Gore Vidal und Regisseur Tito Brass haben die Produzenten verklagt und darauf bestanden, dass ihre Namen aus dem Abspann entfernt werden.

Neben dem Trashpotential hat der Film eigentlich nichts zu bieten. Das Leben von Caligula, welcher ja der grausamste Herrscher des römischen Reiches war und neben Sexorgien jede Menge Menschen hinrichten ließ und dem Wahnsinn verfiel, so dass er Kriege gegen nicht vorhandene Gegner führte und sein Pferd zum Konsul befördert hat, hätte man sicher in einen interessanten Film verpacken können.
Stattdessen hat man sich eben ganz auf den Sex konzentriert und lässt in dieser Hinsicht so gut wie gar nichts aus. Zwischendrin kommt dann eben immer mal wieder eine Szene in der Caligula jemanden foltert oder töten lässt. Irgendwie ist das aber auch nicht sonderlich schockierend, da gibt es Filme die krassere Szenen zeigen.
Malcom McDowell kann  zwar als Caligula überzeugen und bringt diesen gestörten Charakter sehr gut rüber, aber alle anderen Schauspieler agieren dafür auf absolut unterstem Niveau.

Wie ein Film mit so einem riesigen Budget, vielen bekannten Schauspielern und einem so interessanten Hintergrund, so beschissen schlecht und langweilig werden konnte ist schon fast ein Wunder.

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1/10
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