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Cape Fear PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.08.2007

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Das Kap der Angst ist ein Film von 1962 der 1991 ein Remake bekam und obwohl ich Remakes nicht sonderlich mag, ist das hier wohl eine der großen Ausnahmen. Warum? Nun, mehr als Martin Scorsese und Robert DeNiro muss ich wohl nicht sagen.
Und das, obwohl ursprünglich Steven Spielberg das Ganze verfilmen sollte, während Scorsese für Schindler’s List vorgesehen war, aber beide haben kurzerhand mal Filme getauscht.
Bekannt dürfte der Film wohl auch durch eine gelungene Parodie in einer Folge der Simpsons sein.

Die Handlung ist dabei relativ simpel.
Max Cady kommt nach 14 Jahren aus dem Gefängnis und sinnt auf Rache. Rache an seinem Verteidiger Sam Bowden, der wichtiges Beweismaterial unterschlug und seiner Meinung nach deshalb an der langen Haftstrafe schuld war. Im Gefängnis saß er, weil er eine 16jährige vergewaltigt hatte, dass es ihm als so bestraften Täter nicht gut geht im Gefängnis ist wohl klar.
Er sinnt also auf Rache und geht dabei sehr intelligent vor. Er verfolgt Sam und seine Familie und terrorisiert sie, wo es nur geht, macht das aber so geschickt, dass man ihm weder die Vergewaltigung Sams Geliebter, noch die Tötung des Familienhundes nachweisen kann.
Sehr zum Vorteil kommt ihm auch, dass die Familie Bowden nicht gerade eine Bilderbuchfamilie ist, es gibt Streit und Ärger und als Sams Affäre ans Tageslicht kommt ist es fast aus. Die Nerven liegen blank und das ist für Cady der perfekte Zeitpunkt um zuzuschlagen.

Cape Fear beweist sehr gut, dass es nicht immer eine umfangreiche, komplizierte oder gar lange Handlung braucht um einen spannenden Film auf die Beine zu stellen.
Der Film lebt im Prinzip von seinen tollen Darstellern und Regisseur Scorsese der sich sehr stark von Hitchcock inspirieren lies, was vor allem auch beim Score der etwas untypisch für dieses Jahrzehnt wirkt deutlich erkennbar ist.

Und man konnte hier einige gute Schauspieler versammeln. Ursprünglich sollte Harrison Ford die Rolle des Sam Bowden spielen was aber trotz der Überredungsversuche DeNiros nicht klappte. Mit Nick Nolte konnte man aber einen guten Ersatz finden. Er spielt die Rolle sehr interessant, vor allem der Wechsel hin zu immer paranoideren Wesenszügen.
Robert DeNiro selbst übertraf sich mal wieder. Er bereitete sich auf die Rolle vor, ließ sich mit unzähligen Bibelsprüchen tätowieren, die Zähne richten damit sie richtig verkommen aussehen und legte sich einen fies klingenden Dialekt zu. Beim großen Finale auf dem Boot spielt er dann den wahren Psychopathen und das so intensiv, dass man meinen könnte es wäre real.
Neben ihm war auch Juliette Lewis für einen Oscar nominiert. Sie spielt die Tochter und macht das sehr gut, in der Mitte des Films gibt es eine Szene mit ihr und DeNiro die komplett improvisiert in einem Take aufgenommen wurde und die Klasse dieser beiden Schauspieler zeigt.
Jessica Lange dagegen fällt weder positiv noch negativ auf, sie ist einfach da.
Schön ist es auch, das alle Hauptdarsteller des Originalfilms wie z.B. Gregory Peck (sein letzter Auftritt in einem Kinofilm) kurze Cameos haben.

Cape Fear ist ein gelungener Film der es fast die gesamten 2 Stunden hinweg schafft darüber hinwegzutäuschen, dass die Handlung sonderlich anspruchsvoll noch originell (Die Szene das man jemanden sieht, dann fährt ein Auto/Zug an ihm vorbei und er ist weg gab es wohl schon in tausend Filmen) ist. Dafür bietet er noch einige ausgefallene Kameraarbeiten und eben hochklassige Schauspieler.

Bewertung
9/10
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Letzte Aktualisierung ( 12.08.2007 )
 
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