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Child's Play PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
07.06.2008

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Gibt es einen Horrorfilm, der mehr Kinder auf dem Gewissen hat, als Child’s Play? Chucky, die Mörderpuppe hat wohl unzähligen Kindern Angst eingejagt und alle fürchteten sich plötzlich vor Puppen.

Der erste Teil dieser mittlerweile recht langlebigen Horrorreihe erschien 1988 und ist, das kann man schon vorweg nehmen, der beste. Auch wenn der bekannteste wohl „Bride of Chucky“ sein dürfte, der 1998 erschien und dank einer lachhaften Marketingkampagne bei der damals dominierenden Wrestlingliga WCW „Berühmtheit“ erlang. Zu dieser Zeit war Chucky schon recht trashig und nicht wirklich ernst zu nehmen. Ein Schicksal, das auch einen Freddy Krueger traf, der im ersten Teil seiner Filmreihe sehr düster und hart rüberkam und später zum Sprüche klopfenden Lachsack wurde. Auch Chucky war im ersten Teil noch recht düster.

Zumindest am Anfang, dort erleben wir einen Polizeidetektiv und einen Mörder, die sich einen wilden Shootout durch die Straßen liefern. Beide landen in einem Spielzeugladen. Der Mörder kann wohl eine bizarre Form von Voodoo und transferiert sich deshalb in eine Puppe. Diese Puppe landet als Geburtstagsgeschenk bei einem kleinen Kind und die merkwürdigen Morde und „Unfälle“ geschehen.

Die Handlung von Child’s Play reißt sicher keine Bäume aus. An sich folgt es dem Standardschema von „Einer stirbt“ und man sucht den Mörder, niemand vermutet die Puppe, eher gerät noch der kleine Andy, dem Chucky gehört, ins Kreuzfeuer des Verdachts. In der ersten Hälfte des Films spielt dieser auch seine Stärken aus. Man sieht Chucky eigentlich immer nur rum sitzen, recht harmlos und unscheinbar. Dann geschieht der erste Mord und man sieht gar nicht, wer es war. Die Polizei tappt im dunkeln, Andy sagt, dass es Chucky war, niemand glaubt ihm. Es geschieht ein weiterer Zwischenfall mit Todesfolge und wieder war das Kind dabei anwesend. Das ganze ist bis dato sehr spannend inszeniert. Die Morde geschehen relativ unblutig und legen mehr Wert auf Spannung.

Leider hält das Ganze nur die erste Hälfte des Films an. Spätestens ab dem Moment, wo Chucky (mittlerweile kann er sich komplett bewegen) den Polizeidetektiv im Auto überfällt, zerfällt der Film zu ziemlichem Trash. Warum gibt der Detektiv noch Vollgas anstatt erstmal das Auto zum stehen zu bringen?
Wie sich Chucky bewegt, sieht einfach nur unglaublich mies aus. Sicher, für 1988 war das tricktechnisch recht stark, trotzdem stell ich mir die Frage, warum man nicht den Ton der ersten Hälfte bei behielt und den Mörder im Dunkeln ließ. Ist es das Kind? Ist es die Puppe? Das ist doch wesentlich spannender als „Ein Mensch hat sich per Voodoo in eine Puppe gebeamt und will jetzt raus, was dazu führt das er Jagd auf das Kind macht. (Weil er sich nur in das Kind beamen kann, alles andere geht nicht).
Erst ganz am Ende wird der Film wieder ein bisschen spannender.

Die Darsteller sind allesamt mehr oder weniger unbekannt. Catherine Hicks kenn ich jetzt auch nur aus Star Trek IV, ansonsten  merkt man recht schnell, warum ein Chris Sarandon zum Seriendarsteller wurde und Alex Vincent für 15 Jahre völlig von der Bildfläche verschwand. Die Darsteller sind nicht total grausam, aber eben auch recht weit von gut oder gar perfekt entfernt.

Child’s Play wäre wohl wesentlich besser gewesen, wenn man den Suspense und das Nicht zeigen des Mörders wie in der ersten Hälfte beibehalten hätte und allenfalls erst ganz am Ende aufgelöst hätte, dass es doch die böse Puppe ist. So zerfällt der Film nach der Hälfte und wird furchtbar trashig. Ansehbar ist es schon noch, aber ich hatte mir mehr erhofft.

Bewertung
5,5/10
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