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Die böse Jugend. Schon vor über 20 Jahren hatte man Angst vor ihnen, haben sie ja nur noch Gewalt, Sex und Drogen im Kopf. Andrew Norris ist Musiklehrer und kommt zu einer neuen High School. Eine Schule, wie er sie noch nie gesehen hat. Metalldetektoren an den Eingangstüren, Kameras und ein Überwachungsteam, das bei weitem überfordert ist. Das alles mag übertrieben klingen, ist aber nötig. Denn die Schule wird von einer Gang terrorisiert, die sich rund um das wahnsinnige Genie Peter Stegman versammelt hat. Die Lehrer haben schon aufgegeben und versuchen nur möglichst gefahrlos durch den Schulalltag zu kommen. Andrew Norris will sich das aber nicht mit ansehen, er ist hier um zu unterrichten und so ein paar Halbstarke können ihn nicht davon abhalten. Das allerdings entpuppt sich schon sehr bald als böser Fehler… Mark Lester hat mit Class of 1984 eine düstere Zukunftsvision geschaffen, die auch heute noch aktuell ist. Ganz so schlimm wie im Film gezeigt, geht es ja noch nicht zu, auch wenn selbst hierzulande mittlerweile ja einige Schulen auf dem besten Weg sind. Der Film fängt recht ruhig an und baut seinen Spannungsbogen langsam, aber kontinuierlich auf. Schließlich wollen ja über 90 Minuten Film gefüllt werden. Am Ende jedenfalls hasst man die Truppe rum um Stegman so sehr, dass man dem Lehrer seinen blutigen Rachefeldzug am Ende des Films mehr als verzeiht. Für einen doch eher in den Mainstream fallenden Film sind vor allem die letzten 25 Minuten recht hart ausgefallen wie einige Szenen, z. B. das Abtrennen eines Arms per Tischsäge. Überzeugen können auch die Schauspieler. Vor allem natürlich Perry King als Andrew Norris und Timothy van Patten als Peter Stegman. Man sieht hier Michael J. Fox in seiner ersten richtigen Filmrolle…und das als Nerd. Atmosphärisch ist auch die Musik, die nie sonderlich aufdringlich ist. Gelungen ist auch der von Alice Cooper gesungene Titelsong. Müsste man an dem Film etwas kritisieren, so wäre es sein Herstellungsjahr: 1982 und dadurch wirkt der Film einfach etwas antiquiert, weil die böse Gang wie ein Abziehbild dieser Epoche als Pseudopunks im Buntoutfit aussieht. Auch das Ende ist etwas unrealistisch und wirkt so aufgesetzt, als wolle man unbedingt ein Happy End haben. Ansonsten aber ist Class of 1984 zu Recht mittlerweile ein Kultfilm, der sehr gut unterhält solange man die Uncut Fassung ansieht.
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